Gesundheitstourismus

100 Prozent Weiterempfehlung mit Aderlass und blutig Schröpfen

Print-Ausgabe 21. April 2017

Das Kurhaus der Marienschwestern in Bad Mühllacken wartet mit tollen Zahlen auf – 2017 wurde mit TEM-Detox ein innovatives Kur-Angebot gestartet 

Die Traditionelle Europäische Medizin (TEM) gilt als USP der Kurbetriebe der Marienschwestern in OÖ (siehe Info-Kasten). Rund um das 150-jährige Jubiläum der Kongregation entwickelt, basiert die TEM auf durch Jahrtausende hindurch bewährten Heilansätzen europäischer Hochkulturen. Nachdem Bad Kreuzen vor fünf Jahren als 1. Zentrum für TEM positioniert wurde und Aspach sich auf Stressbalance nach TEM konzentriert, folgte nun Bad Mühllacken als Spezialist für Detox-Kuren nach Erkenntnissen der TEM. Verantwortlich dafür zeichnet Betriebsleiterin Elisabeth Rabeder.Die frühere Olivetti-Managerin hatte bereits mit 17 Jahren eine Massage-Ausbildung absolviert. Nach ihrer Karenz startete sie im Kurhaus Bad Mühllacken neu durch, um fünf Jahre später dessen Betriebsleitung zu übernehmen. Parallel dazu hat sie sich berufsbegleitend in den Bereichen Logotherapie und Existenzanalyse nach Viktor Frankl weitergebildet.

Die Spezialisierung von Bad Mühllacken liegt auf Fasten, bewusster Ernährung, Entgiften und Entschlacken. Aufbauend auf der TEM wurde 2016 ein eigenes Detox-Programm entwickelt. „Detox gibt es seit Jahrhunderten, nur unter anderen Bezeichnungen“, betont Elisabeth Rabeder gegenüber T.A.I. „Mit ein paar Suppen ist es allerdings nicht getan. Wir wollen einen Gegenpol setzen und das Angebot auf solide Beine stellen.“ Am Beginn der TEM-Detox Kur steht ein Arztgespräch, auf dessen Basis dann Ernährungsplan sowie Anwendungen festgelegt werden. Deren Bogen spannt sich von Einleitungsphase, über Auflösungs- und Ausleitungs- bis hin zur Aufbauphase. „Im Idealfall nimmt man sich drei Wochen dafür Zeit“, sagt Rabeder, „aber auch eine Woche macht Sinn“, wobei hier Einleitungs- und Aufbauphase zu Hause erfolgen sollten.

Wärmebehandlungen und Refexiologie (heiße Steine, Räucherung etc.) sind bei TEM-Detox ebenso vorgesehen, wie Wärmeschröpfen, blutig Schröpfen (an bestimmten schmerzhaften Stellen des Rückens werden kleine Mengen gestauten Blutes entzogen) oder Aderlass (eine der ältesten Therapien der Welt, wird nicht nur in der alternativen Medizin, sondern auch in der Schulmedizin angewendet).Einen wichtigen Part nehmen Lebensstil-Maßnahmen ein, zu denen nicht zuletzt „digital Detox“ gehört, aber auch Bewegung in der Natur oder „Wyda“, wie das Yoga der Kelten genannt wird. Rabeder: „Der Mensch lernt wieder zu spüren und wahrzunehmen.“

Gestartet wurde mit TEM-Detox in Bad Mühllacken zu Jahresbeginn, Bad Kreuzen folgt im Sommer. „Wir haben sehr positive Erfahrungen mit Gästen, sie sind unheimlich begeistert“, freut sich Elisabeth Rabeder über die Resonanz. Einige probierten es mit Schnuppertagen (319 Euro für drei Nächte), andere buchten bereits die Drei-Wochen-Zyklen (eine Woche kostet 990 Euro).

Was das Kurhaus Bad Mühllacken besonders auszeichnet, ist die familiäre, geborgene Atmosphäre des 3-Sterne Hauses sowie das angrenzende Naturschutzgebiet Pesenbachtal, das „ein großes Wohnzimmer mit starken Kraftplätzen“ bildet, wie Elisabeth Rabeder betont. „Wir können zwar nicht mit der Hardware klassischer Wellness-Hotels mithalten, aber unsere Gäste erkennen, dass bei uns kein Schnickschnack geboten wird, sondern hohe Kompetenz. Was uns besonders auszeichnet, ist das Einlassen auf den Gast. Wir sind im Fasten- und Reinigungsprozess 24 Stunden für ihn da.“

All dies drückt sich in hervorragenden Auslastungswerten und Weiterempfehlungsraten aus. Im Vorjahr erreichte die Bettenauslastung 76 Prozent, wobei Elisabeth Rabeder als Ziel 80 Prozent nennt. Holidaycheck weist eine Weiterempfehlung von 100 Prozent aus, die Bewertung erreicht 5,4 von 6 Punkten. Die Stammgäste-Quote tendiert gegen 50 Prozent und es liegen bereits einige Buchungen für 2018 vor. TEM-Detox wird wohl für zusätzlichen Rückenwind sorgen. 

Die Kurbetriebe der Marienschwestern

Die Kurbetriebe Kongregation der Marienschwestern vom Karmel betreibt drei Kurhäuser in Oberösterreich (ca. 200 Betten in 166 Zimmern, 118 MitarbeiterInnen, 9 ÄrztInnen, 24 Schwestern) und setzen auf Traditionelle Europäische Medizin (TEM). Bad Kreuzen (69 Zimmer, 83 Betten; Betriebsleiter: Fritz Kaindlstorfer) wurde als TEM-Zentrum positioniert. Aspach (54 Zimmer, 64 Betten; Betriebsleiter: Rudolf Ganglbauer) setzt zusätzlich auf Kneipp und Stresskompetenz inkl. Burnout-Prävention und Bad Mühllacken (43 Zimmer, 48 Betten; Betriebsleiterin: Elisabeth Rabeder) auf Fasten, bewusste Ernährung, Entgiften & Entschlacken

Artikel teilen per Mail verschicken ausdrucken

Erstellt am: 21. April 2017

Von Olivetti zu Detox-Kuren und TEM in Bad Mühllacken: Betriebsleiterin Elisabeth Rabeder

Kommentar schreiben

Bitte die Netiquette einhalten. * Pflichtfelder

Nach oben