HOFBURG Vienna

Individualisierung als Schlüssel zum Erfolg

Print-Ausgabe 20. Mai 2016

Alexandra Kaszay

T.A.I.: Das Jahresthema des Wien Tourismus lautet „Imperial & CO(ntemporary)“. Inwiefern schlägt sich das im Programm der Hofburg Vienna nieder?

Alexandra Kaszay: „Die ehemalige Kaiserresidenz ist ein lebendiges Zeugnis, wie Historie und Moderne miteinander verknüpft werden können. Das Themenjahr des Wien Tourismus: Imperial & CO(ntemporary) bringt  dies ganz besonders zum Ausdruck. Kaiser Franz Josephs Todestag jährt sich zum 100. Mal. Er war der Inbegriff der kaiserlichen Macht. Der Schwerpunkt liegt auf dem imperialen Erbe, verknüpft mit dem zeitgenössischen Aspekt in unserem Hause.“

T.A.I.: 2015 war ein Rekordjahr für die Tagungsdestination Wien. Wie hat sich dies im Ergebnis der Hofburg Vienna niedergeschlagen?

Kaszay: „Das Veranstaltungsjahr 2015 war von wissenschaftlichen Kongressen und hochkarätigen Konferenzen geprägt. Mit einer Performance-Steigerung konnten die Weichen für eine exzellente Position im globalen Wettbewerb gestellt werden.“

T.A.I.: Auf welche Neuheiten oder Besonderheiten freuen Sie sich besonders in diesem Jahr?

Kaszay: „Die Hofburg Vienna neu in Szene zu setzen ist immer wieder eine neue Herausforderung. Unsere Cross Media Kommunikation präsentiert unser Produktportfolio ganz neu. Die kürzlich produzierten Imagefolder ‚HOFBURG Vienna‘ und ‚Unsere Geschichte‘ ergänzen das Portfolio der neuen ‚Inspiration Gallery‘, dem ganz neuen Auftritt unserer Produktwelten.“

T.A.I.: Ein Ergebnis der Wiener Kongress Studie 2015 besagt, dass der Anteil weiblicher Kongressgäste stark ansteigt (aktuell bei 44%) und dies – so die Studie – infrastrukturelle Maßnahmen bei Tagungseinrichtungen und -services erfordere, z.B.: bei Hygieneräumen, Raumtemperatur bis hin zum Catering.Teilen Sie diese Einschätzung?

Kaszay: „Heute liegt die Herausforderung in der Individualisierung und Personalisierung und damit ist der genannte Trend sicher zu berücksichtigen. Mit positiven Erfahrungen unserer Kongressteilnehmerinnen werden diese zu wichtigen Markenbotschafterinnen. Die Festsäle der Hofburg Vienna punkten mit Eleganz, Grandeur und vermitteln TeilnehmerInnen einer Veranstaltung ein besonderes Lebensgefühl und wir beobachten, dass besonders unsere weiblichen Gäste dies sehr schätzen. ‚Elegant zu sein, bedeutet anders zu sein‘ sagte schon die Modeschöpferin Coco Chanel. Teilnehmerinnen erwarten sich das ‚gewisse Etwas‘ – Erfahrungen, die sich vom Alltag, vom bereits Bekannten abheben und damit einmalige und daher bleibende Eindrücke abseits des Mainstreamangebotes darstellen.Unter dem Credo ‚meet well, eat well, feel well‘ wird das Angebot laufend erweitert. Hofburg Vienna investiert  in Technikbereiche, denn die Nachfrage nach spektakulärer und außergewöhnlicher Ausstattung ist deutlich erkennbar. Von großflächigen Medienfassaden und medial bespielten Räumen haben sich sowohl die Technik als auch deren Anwendungsmöglichkeiten rasant entwickelt. Unsere Catering-Partner setzen auf ‚Esskultur mit Feingefühl‘ und verführen mit leichten Köstlichkeiten und das USP der Hofburg Vienna, im Herzen Wiens zu sein, trägt zum weiteren Wohlfühlfaktor bei: Mit dem Burggarten vor der Türe und dem derzeit prachtvoll blühenden Flieder ist es einzigartig, hier zu tagen.“

T.A.I.: Ein weiterer Trend betrifft Green Meetings. Auch hier ist der Anteil laut Studie stark gestiegen. Wie verhält sich das in der Hofburg Vienna?

Kaszay: „Der ‚Grüne Gedanke‘ ist ein zentrales Thema in der Kongress- und Tagungsbranche, doch ist der Anteil der ‚grünen Veranstaltungen‘ bei uns nach wie vor leider kein wachsendes Segment. Unsere Veranstalter zeigen sich interessiert und wir laden regelmäßig dazu ein, unsere Kunden bei der Umsetzung eines Green Meetings und bei der Zertifizierung von Veranstaltungen zu unterstützen. Unser Leitfaden ‚How to make a green event‘ informiert über die Möglichkeiten, eine Veranstaltung ökologisch zu gestalten, trotzdem wurden 2015 lediglich eine Handvoll Events als Green Meetings durchgeführt, u.a. die access, der 4. Europäische Kongress über die Nutzung, Bewirtschaftung und Erhaltung historisch bedeutender Gebäude, die Wiener Tourismuskonferenz. und der internationale IFSO15 Kongress.“

T.A.I.: Woran liegt das?

Kaszay: „In vielen Fällen ist dies nach wie vor leider ein Thema des vorhandenen Budgets. Es ist Tatsache, dass ein Green Meeting mit Mehrkosten verbunden ist und oft ist dies ausschlaggebend dafür, dass unser Angebot leider nicht angenommen wird, ein Green Meeting durch zu führen.“

T.A.I.: Gibt es Bemühungen Ihrerseits diesen Anteil auszubauen?

Kaszay: „Wir folgen unserer Green Policy und werden auch weiterhin unsere Veranstalter dazu einladen, dem Green-Gedanken zu folgen. Als Kongresslocation handeln wir nach dem Prinzip: Vermeiden, Verwerten und erst dann Entsorgen. Schwerpunkte sind Energie, Klima, Recycling und Wissensvermittlung. Der Green-Gedanke muss auch bei Veranstaltungen, die nicht als Green Event abgehalten werden, für unsere TeilnehmerInnen erlebbar sein, das trägt zur Bewusstseinsbildung bei.“ 

Veranstaltungs-Highlights 2016

Für 2016 sind 25 nationale und internationale Kongresse und Tagungen fixiert. Dazu kommen Galabankette und Ausstellungen. In der ersten Jahreshälfte steht eine Reihe mehrtägiger Konferenzen auf dem Plan: u.a. das Pioneers Festival (24. - 25.5.), die „10th European Registrar’s Conference“ (9. - 10.6.), der „European Companion Animal Veterinary Congress“ und das größte Weinevent Österreichs, die VieVinum (4. - 6.6.). Im zweiten Halbjahr folgt ein medizinischer Schwerpunkt mit dem Österreichischen Zahnärztekongress (22. - 24. 9.) sowie dem „World Congress on Cancers of the Skin 2016“ (30.8. - 3.9.) und bei der Art & Antique HOFBURG Vienna steht die Kunst im Mittelpunkt.

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Erstellt am: 20. Mai 2016

Geschäftsführerin Alexandra Kaszay im T.A.I.-Interview

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