T.A.I. vor Ort im Robinson Khao Lak

Zeit für Gefühle in Thailand mit Dschungel, Strand und Elefanten

Print-Ausgabe 1. Dezember 2017

Es ist ein beschaulicher Ort. Still, gepflegt, kurz geschnittener Rasen, kleine Buden im Thai-Style mit vielen Erinnerungsfotos. Wir befinden uns in Khao Lak, 2 Kilometer von der Küste entfernt, im Landesinneren. Vor uns ein Tonnen-schweres Patrouillenboot. Es lag beim Tsunami Ende Dezember 2004 ca. 1 Seemeile von der Küste entfernt vor Anker, als es von der Urgewalt der Riesenwelle erfasst und 2 Kilometer ins Landesinnere geschwemmt wurde. Dort befindet es sich auch heute noch, im Zentrum eines kleinen Memorial-Parks, der vor drei Jahren eröffnet wurde.

Zeit für Gefühle im Naturschutzgebiet

Khao Lak – das ist Idylle pur. Rund 85 km nördlich von der schrillen Ferieninsel Phuket entfernt, eineinhalb Stunden Transferzeit. Hier spielt Thailand noch jene Stärken aus, die es zum beliebtesten Reiseziel Asiens gemacht haben. Zum Naturschutzgebiet erhoben, wird sich daran in Zukunft nur in homöopathischen Dosen etwas ändern.

Robinson hat hier Anfang November seine von der Fläche her größte Anlage eröffnet. 280.000 m², mit viel Grün, einigen großen Seen, 320 Zimmern (204 davon im Haupthaus) in 13 unterschiedlichen Kategorien vom Doppelzimmer bis zur 350 m² Villa, neun große Pools (plus jene der Pool-Villas), neun Spa-Rooms, Sportmöglichkeiten soweit das Auge – oder besser die Kondition – reicht, zwei WellFit Pavillons, 24 Stunden Fitness-Bereich, zwei große Saunen und und und … Robinson hat sich hier ein absolutes Juwel gesichert.

Mitte November lud TUI Österreich CEO Lisa Weddig gemeinsam mit Kommunikationschefin Kathrin Limpel eine kleine Gruppe Medien-VertreterInnen zur Info-Tour (kurz zuvor, am Eröffnungstag, war für eine Nacht auch TUI Regionalleiter Mathias Dopplinger im Rahmen eines Fam Trips mit acht TUI Das Reisebüro-Agents vor Ort). Parallel dazu hatte Robinson Geschäftsführer Bernd Mäser eine Journalisten-Gruppe aus Deutschland zu Gast und so gab es ausgiebig Möglichkeiten, den zweitjüngsten Club (der jüngste, Robinson Club Noonu, eröffnete Mitte November auf den Malediven) intensiv zu erkunden, samt Hinterland.

Sauna & Sandstrand

Eröffnet wurde der heutige Robinson Khao Lak Anfang Dezember 2004, wie Clubchef Andreas Küng – er verantwortete zuletzt den Robinson Masmavi in der Türkei, ab kommendem Jahr ein Magic Life Club – beim Rundgang erzählte. Das Glück währte nur kurz, denn drei Wochen nach dem damaligen Opening war alles vorbei. Tsunami.

Der Neubeginn erfolgte zügig, der Gästezuspruch war enorm. Bereits 2008 wurde das von der Accor-Marke Pullman gemanagte Resort um zahlreiche Villen erweitert. Die dritte Ausbauphase 2013/2014 brachte weitere Bungalows samt dem idyllisch gelegenen Restaurant „Terrace“ mit grandiosem Blick auf die Bucht mit kilometerlangem Sandstrand.

Robinson hat die Anlage in den zurückliegenden Monaten komplett renoviert, um- und ausgebaut, inkl. großem Hauptrestaurant und Sauna. Braucht man die bei ganzjährig 26 bis 34 Grad Außentemperatur? Offensichtlich. Clubchef Andi Küng: „Ich bin überrascht, wie viele Gäste die beiden Saunen benützen.“

Shooting-Star im Winter

Für TUI Österreich-Chefin Lisa Weddig kommt der Robinson Khao Lak genau zur richtigen Zeit: „Thailand ist im Winter unser am meisten wachsendes Zielgebiet auf der Fernstrecke, vom Umsatz her (plus 35 Prozent) an zweiter Stelle hinter den Malediven, von den Passagieren her die Nummer 1.“ Phuket führt die Thailand-Liste an (zwei Drittel aller österreichischen TUI-Gäste), gefolgt von Bangkok und Koh Samui. 70 Prozent der TUI-Gäste in Thailand sind Paare, 8 Prozent Familien und 7 Prozent Alleinreisende.

Die meisten TUI-Thailand Gäste ab Wien reisen mit Austrian, gefolgt von Qatar (Phuket via Doha), Thai Airways, EVA Air und Emirates (Phuket via Dubai). Ab München geht es täglich mit Thai nach Bangkok, von dort weiter mit Bangkok Airways. Ab der bayerischen Hauptstadt stehen auch alle drei Golf-Carrier (also auch Etihad) zur Wahl. Gerüchteweise gibt es Überlegungen von Thai Airways, nonstop-Flüge Wien-Phuket aufzunehmen, so konnten bislang aber nicht verifiziert werden.

TUI Offensive

Khao Lak bietet einen angenehmen Kontrast zu Phuket (Weddig: „Das wird immer lauter“), bietet viel Ruhe und eignet sich vor allem auch für Familien. Anders als auf Phuket sind in der Region Khao Lak Liegen am (aber nicht auf dem) Strand erlaubt.

Den großen Thailand-Schub bei TUI bewirkte 2012 die Eröffnung des ersten Sensimar Hotels (Khaolak Beachfront). „Bis dahin wurde TUI nicht so sehr als Thailand-Veranstalter wahrgenommen“, erinnert sich Weddig. Heute sind 1.835 Hotels über TUI im „Land des Lächelns“ buchbar, vom 2- bis zum 5-Sterne Resort und darüber, wobei mit den meisten Direktverträge abgeschlossen wurden, was „optimale Preise“ (Weddig) ermöglicht. Der Fokus liegt dabei auf den drei Partnern Centara Hotels & Resorts, Anantara Hotels, Resorts & Spas und Marriott/Starwood. Dazu kommen zahlreiche Rundreisen und Ausflugsmöglichkeiten.

Zurück zu den TUI Eigenmarken: 2016 folgten das zweite Sensimar (auf Kho Samui) sowie das TUI Family Life Mai Khao Lak und jetzt eben Robinson. „Das wird mit Sicherheit das meistgebuchte TUI-Hotel in Thailand“, ist Lisa Weddig überzeugt.

Premiere für Bed&Breakfast

Während im Winter absolute Hochsaison in Thailand herrscht (von Ende November, dem Ende der Regenzeit, bis April), ist der Sommer „herausfordernd“, wie Lisa Weddig feststellt. Da wird es schwierig, eine Anlage von der Größe des Robinson Khao Lak zu füllen. Clubchef Andi Küng hat aber bereits die passenden Maßnahmen gesetzt: „Wir bieten von Juni bis September optional die Möglichkeit, nur Bed & Breakfast zu buchen.“ Für Robinson ein Experiment, ist man hier doch das Vollpension-Konzept (alle drei Mahlzeiten samt dazugehörender Getränke inklusive) gewöhnt.

Weitere Expansion

Dass es funktioniert, davon ist Robinson Geschäftsführer Bernd Mäser überzeugt. Er war in den zurückliegenden zweieinhalb Jahren 12 Mal in Khao Lak, aber „nie mehr als vier Nächte“ und so hielt er es auch diesmal. Denn Mäser muss u.a. auch die weitere Expansion des Premium Clubanbieters vorantreiben. Fünf Anlagen wurden in den zurückliegenden zwei Jahren eröffnet, doch nach wie vor sind es unverändert 24 an der Zahl in 13 Ländern (Abgänge durch Ablauf von Pachtverträgen, Eigentümer will nicht in Qualität investieren, etc.). „Wir werden uns weiter an 40 Anlagen orientieren“, nennt Mäser das Ziel, das ursprünglich 2020 erreicht werden sollte.

Robinson wird aber „sicher nicht überall hingehen, um zu expandieren“, versichert Mäser. Zur Hälfte ist er in Regionen unterwegs, in denen es bisher keine Robinson Clubs gibt. Auf Länder will er sich nicht festlegen, aber „wir schauen überall, auch in der Karibik.“

Mit dem Robinson Club Kreta (Sommer 2018, auf 15 ha Grund im Südosten von Kreta, Anlage 15 Meter erhöht auf einer Klippe, 340 Zimmer, schwarzer Sandstrand, sehr weich, klebt nicht) und dem Robinson Club Kapverden auf der Insel Sal (ganz im Süden, bestehende Anlage, 48.000 m² Grund, 300 Zimmer, direkt am Top-Strand, auf dem man auch Baden und Schwimmen kann, wunderbarer Sand, Top-Wetter das ganze Jahr, 10 Min. vom Club eines der besten Kite-Reviere der Welt) stehen die beiden nächsten Eröffnungen bereits fest. 

Zeit für Gefühle, auch für Elefanten

Impressionen über das breite Angebot an Ausflugsmöglichkeiten lieferte TUI bei ihrem Thailand-Trip in den Robinson Khao Lak in Form eines Day-Trips in den Khao Sok Nationalpark sowie dem Besuch im Elefant Seaside Retreat Khao Lak.

» Das Gebiet des Khao Sok Nationalparks wird vom ältesten Regenwald der Welt bedeckt. Lisa Weddig und Kathrin Limpel hatten ein sanftes Jungle Trekking mit einem Longtailboot am Cheo Lan Stausee organisiert, samt Dschungel-Wanderung, Erkundung einer Kalksteinhöhle und bodenständigem Mittagessen. Die An- und Rückreise nahm ca. je zwei Stunden in Anspruch, war es aber voll wert. Kurze Fahrtunterbrechungen bei einem Baumhaus-Resort oder einem Tempel mit Affenfelsen, die Tour-Guide Rollo (ein eher kerniger Typ) als Überraschungen eingebaut hatte, sorgten für interessante Eindrücke.

Die Fahrt mit dem Longtailboot ist etwas laut, aber ein tolles Erlebnis. Wer mehr Zeit hat, kann die Tour samt Übernachtung im nördlichen Bereich des Stausees buchen, wo es auch Kontakt mit Tieren gibt.

» Beim Elefant Seaside Retreat Khao Lak stehen das Füttern (die vier Ladies wiegen zwischen 2.500 und 3.200 kg, sie fressen täglich ca. 10 Prozent ihres Körpergewichtes) und Waschen der Riesen im Mittelpunkt. Auf Elefanten-Reiten verzichtet Robinson aus Rücksicht auf die Tiere seit einigen Jahren komplett. Voranmeldungen sind für das Elefant Seaside Retreat wichtig, da es – auch hier steht das Wohlbefinden der Dickhäuter im Vordergrund – nur begrenzt Slots dafür gibt

Eindrücke aus Thailand

Eindrücke aus Thailand

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Erstellt am: 01. Dezember 2017

Bild: Robinson GF Bernd Mäser und TUI Austria CEO Lisa Weddig

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