„Austrian Travel Innovation Lab“

Ur-Knall zur Produktentwicklung! ÖW beschreitet neue Workshop-Wege

Print-Ausgabe 16. Juni 2017

Mit einem erfrischend innovativen Veranstaltungsformat brachte die ÖW in New York 45 US-Reiseprofis mit 15 AnbieterInnen aus Österreich zusammen.

Messing wirkt kostbar, ist vielseitig einsetzbar (von eleganten Dekorationselementen bis zu absoluten Hightech-Apparaturen) und in seiner Anwendung überaus wirtschaftlich. Es mag Zufall sein, dass sich das ÖW New York-Team rund um Region Manager Michael Gigl bei der Wahl des Veranstaltungsortes für das „Austrian Travel Innovation Lab“ Ende Mai in New York für eine ehemalige Messing-Gießerei entschied. Doch das 1889 errichtete „Green Building“ im trendigen Stadtteil Brooklyn passte durch exakt diese Historie perfekt zu dem Vorhaben, gemeinsam mit 15 österreichischen AnbieterInnen 45 US-ReiseexpertInnen in Form eines innovativen Veranstaltungs-Formats für das vielseitige, kostbare, elegant-moderne und überaus wirtschaftliche (sprich: leistbare) Reiseprodukt Österreich zu begeistern.

Begonnen hatte alles mit einem lässig-lockeren Dinner in Manhattan: im „Cafe Katja“ des Steirers Erwin Schröttner an der Lower East Side in der hippen Orchard Street. Mit „Home Made Liverwurst“, Bier, Brezel, Schnitzel & Backhuhn wurden alle TeilnehmerInnen mit rot-weiß-roter Gastlichkeit begrüßt und kulinarisch auf das „Austrian Travel Innovation Lab“ eingestimmt.

Dem gleichen Zweck diente am nächsten Tag der gemeinsame Spaziergang in Brooklyn über den „Gowanus Creek Canal“ zum „Green Building“. Dort stand – es ging ja um Vermittlung von Österreich-Flair – zunächst ein gemütliches Frühstück mit Kaffee & Kuchen auf dem Programm. Spätestens da waren alle TeilnehmerInnen miteinander bekannt, die Atmosphäre stimmte. Für die Überleitung zum kreativ-inspirativen Arbeitsprogramm sorgte dann der im Rahmen des T.A.I. Werbe Grand Prix mit einem Award ausgezeichnete TV-Spot der ÖW „Back to your own time“.

Zum Einstieg lieferte Michael Gigl Hard-Facts: „Von den 13,5 Mio. Europareisen der US-AmerikanerInnen führen 5 bis 7 Prozent nach Österreich.“ Der niedrigere Wert bezieht sich auf die Ankünfte, der höhere inkludiert jene Gäste, die als Donau-Kreuzfahrer nach Österreich kommen. Mittelfristig liegt die jährliche Wachstumsprognose im Quellmarkt USA für Europa-Trips bei 4 bis 6 Prozent. Doch bei aller Euphorie dürfe man, so Gigl, nicht übersehen, „dass die Menschen heute anders reisen, als noch vor wenigen Jahren. Und die Veränderung geht weiter.“

Exakt dort setzte das „Austrian Travel Innovation Lab“ an. Den roten Faden dafür hatte das Buch „Die Kunst zu Reisen“ des britisch-schweizerischen Schriftstellers Alain de Botton geliefert. Darin geht es darum, was Gäste zum Reisen bewegt und welche Aspekte die Entscheidungsfindung beeinflussen (beim „Innovation Lab“ gab’s dazu einen kurzweiligen Vortrag der Reisejournalistin Annie Fitzsimmons; 11.900 Twitter-Followers), sowie darüber was im Menschen vor sich geht, wenn unterschiedlichste Erlebnisse vor Ort wahrgenommen werden.

Aufgeteilt in sechs kleine Gruppen diskutierten die gemischten Teams aus österreichischen TeilnehemerInnen und US-Reiseprofis eineinhalb Stunden hindurch die fünf von de Botton definierten Stationen „Abreise“, „Motiv“, „Landschaft“, „Kunst“ sowie „Rückkehr“. Ergebnis waren überaus interessante Inputs sowie ein emotionales Näherkommen von Einkäufern und Anbietern.

Vor dem Lunch gab es je einen inspirativen Frontalvortrag zum Thema Essen (Kulinarikspezialistin Bianca Gusenbauer) und über den Spannungsbogen Architektur und Natur in den österreichischen Alpen (Architekt Benjamin Obholzer), bis es schließlich zu den „Speed Datings“ ging (die jeweils 5 Minuten wurden von vielen als zu kurz empfunden), samt Präsentation eines „Best Of“ des österreichischen Tourismus. Den Abschluss bildeten gemeinsame Sessions darüber, welchen Einfluss „Artificial Intelligence“ auf das Reiseprodukt haben könnte, welche Bedeutung der digitalen Mobilität beigemessen wird sowie über den Trend zur Selbstverwirklichung auf Reisen.

Mit Würstel und Wein sowie gemütlichem Networking klang das „Austrian Travel Innovation Lab“ aus, von dem sich die US-Reiseprofis ebenso angetan zeigten, wie die TeilnehmerInnen aus Österreich. „Vor allem in Hinblick auf die touristische Produktentwicklung konnten neue Eindrücke gesammelt werden“, schwärmte etwa Michaela Lala Waver, Product Manager Europe von Tauck World Discovery. Exakt das wollte das New Yorker ÖW-Team mit der Veranstaltung erreichen. 

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Erstellt am: 16. Juni 2017

© David Plakke

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