T.A.I. Exklusiv-Interview

Karibische Urlaubsträume und
Sommerfeeling das ganze Jahr über

Print-Ausgabe 18. Oktober 2019

Wünscht sich noch mehr Gäste aus Öster­reich: Petra Cruz, Europa-­Direktorin des Tourist Board der Dom. Rep.

Die Dominikanische Republik zählt nach wie vor zu einem der beliebtesten Fernreiseziele der ÖsterreicherInnen – nicht nur in den Wintermonaten

Sie ist nach Kuba flächenmäßig der zweitgrößte Staat der Karibik und umfasst ungefähr zwei Drittel der Insel Hispaniola (der Rest gehört zu Haiti). Die Insel bietet einfach viel – ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, eine hoch entwickelte touristische Infra­struktur sowie eine Vielzahl an Hotelresorts der unterschiedlichsten Kategorien. Was es sonst noch gibt und wie die Entwicklung des österreichischen Marktes aussieht, dazu befragte T.A.I. Petra Cruz, Europa-­Direktorin des Tourist Boards der Dominikanischen Republik.

T.A.I.: Die Dominikanische Republik ist ja prinzipiell eine Ganzjahresdestination. Gibt es trotzdem eine „beste“ Reisezeit?

Cruz: Die Dominikanische Republik ist mit einer ganzjährigen Durchschnittstemperatur von 27° Celsius ein Reiseziel, das immer einen Besucht wert ist. Unsere Hochsaison startet Anfang Dezember und geht bis circa Ende Februar. Die Zeit deckt sich gut mit der Walbeobachtungssaison auf der Halbinsel Samaná im Nordosten der Dominikanischen Republik, denn zwischen Januar und März kommen bis zu 2.000 Buckelwale in die gleichnamige Bucht, um sich zu paaren und ihre Jungen auf die Welt zu bringen – ein Natur­spektakel der Superlative!

T.A.I.: Wie entwickelt sich das touristische Aufkommen aus Öster­reich im heurigen Jahr und wie sieht der Trend für 2020 aus?

Cruz:  Laut den letzten Statistiken konnten wir heuer von Januar bis August insgesamt 4.664.036 internationale Gäste (plus 0,43 Prozent) bei uns begrüßen, davon kamen 8.032 BesucherInnen aus Österreich (plus 1,2 Prozent). Die Top-Monate waren Januar und März mit jeweils 2.000 und 1.495 österreichischen Gästen. Für nächstes Jahr wünschen wir uns, noch mehr Gäste aus Österreich begrüßen zu dürfen. 2020 sind wir Partnerland der Ferien Messe Wien.

T.A.I.: Wird es in naher Zukunft Neueröffnungen von Resorts geben? Wenn ja, wo befinden sich diese?

Cruz: Das Hotelangebot in der Dominikanischen Republik wird kontinuierlich ausgebaut. Ins­besonders in der beliebten Urlaubs­region Punta Cana tut sich gerade sehr viel. Die Hotelkette Playa Hotels & Resorts eröffnet am 1. November 2019 zwei neue All-Inclusive-Resorts, Hyatt Ziva Cap Cana und Hyatt Zilara Cap Cana, die jeweils für Familien mit Kindern und Erwachsene ausgerichtet sind. Zudem wird gerade das neue Luxus-Hotel Pure Salt Orchidarium erbaut. In der Region Miches, in der Nähe von Punta Cana, ist für Ende November die Eröffnung des neuen Club Med Michès Playa Esmeralda geplant.

T.A.I.: Für welche Zielgruppen ist das karibische Inselparadies besonders gut geeignet?

Cruz: Das sind hauptsächlich Paare. Aus diesem Grund wird zurzeit das Adults Only-Konzept stark ausgebaut. Außerdem bietet sich unsere Ferndestination für Hochzeiten an. Zu unseren beliebtesten Kulissen gehören die Kathedrale, die Synagoge oder das Dominikaner­kloster in Santo Domingo. Richtig romantisch ist das Künstlerdorf Altos de Chavón im Stil des 16. Jahrhunderts in La Romana.

Seit einigen Jahren setzt die Dominikanische Republik auf Luxus­tourismus. Das Portfolio umfasst Hotels verschiedener Kategorien im gehobenen Segment. Auch Golfbegeisterte kommen bei uns voll auf ihre Kosten – insgesamt 26 abwechslungsreiche Top- Anlagen erwarten die SportlerInnen. Dank der Autobahn „El Coral“ erreichen Gäste an der Süd- und Ostküste in nur einer Stunde Fahrtzeit 17 verschiedene Golfplätze.

T.A.I.: Welche Aktivitäten und Maßnahmen werden in der Dominikanischen Republik für den Natur- und Umweltschutz gesetzt?

Cruz: Das Tourismusministerium arbeitet Hand in Hand mit dem Umweltministerium, um Richt­linien und Vorschriften zur Mini­mierung der Umweltbelastung zu schaffen. Für diesen Zweck wurde die sogenannte „ventanilla única“ – die „Zentrale Anlaufstelle“ – konzipiert. Ziel ist es, die Genehmigung von Tourismus­projekten zu beschleunigen und die Einhaltung von Umwelt- und Nachhaltigkeitskriterien sicherzustellen. Viele der großen Hotelketten haben bereits Kampagnen zur Optimierung der Ressourcen gestartet.

Darüber hinaus führt die Regierung in Zusammenarbeit mit lokalen AkteurInnen Kampagnen durch, um die lokale Bevölkerung zu sensibilisieren und die Strände sauber zu halten.

Das Tourismusministerium unter­stützt auch die Maßnahmen der einzelnen Tourist Boards. In unserem Fall handelt es sich um die ganzheitliche Online-Aktion „Walflüsterer“, die sich seit zehn Jahren für den nachhaltigen Tourismus und den Umweltschutz einsetzt.

Wir sind uns bewusst, dass der Schutz der Umwelt aktuell ein grundlegendes Thema ist und es in den kommenden Jahren weiterhin sein wird. Es gibt noch viel zu tun, aber wir befinden uns auf dem richtigen Weg!

T.A.I.: Was ist ihr persönlicher Lieblingsort auf der Insel und haben Sie auch den einen oder anderen Geheimtipp für UrlauberInnen?

Cruz: Zu meinen Lieblingsorten gehört der Strand Playa Rincón auf der Halbinsel Samaná. Er liegt an einer kleinen, wunderschönen und ruhigen Bucht mit weißem Sand, die von Kokospalmen und Mandelbäumen umgeben ist. Ein Teil des Strandes ist sehr versteckt, auf der anderen Seite fallen Klippen zum türkisfarbenen Flussbett Caño Frío. Ein wahres Paradies, das zum Entspannen einlädt! 

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