T.A.I. vor Ort auf Mauritus

Auf die Reihenfolge kommt’s an:
Zuerst Mauritius, dann das Paradies

6. September 2019

Die tropische Insel mit ihrer bewegten Vergangenheit, bietet eine einzigartige Vielfalt – daran hat sich bis heute nichts geändert – Gästen aus aller Welt wird einiges geboten

Luxus-Hideaways, Inseln, die von Kokospalmen bewachsen und von weißen Sandstränden sowie Lagunen gesäumt sind, mit außergewöhnlichen Korallenriffen und erloschenen Vulkanen, gibt es einige. Aber es gibt nur eine Insel, die auch „Schatzinsel“ genannt wird: Mauritius. Deren Naturwunder und Erzählungen von Piratenschätzen sind auf dermaßen fantastische Art miteinander verwoben, dass sich die im Südwesten des Indischen Ozeans, ca. 1.700 Kilometer vor der afrikanischen Küste gelegene Tropeninsel einen Ruf als Sehnsuchts- und magisches Urlaubsziel erworben hat. Niemand geringerer als der Schriftsteller Mark Twain hielt vor bald 125 Jahren für die Nachwelt fest, dass Mauritius – wie er von einem Mauritianer erfuhr – „vor dem Himmel geschaffen wurde, um dem himmlischen Paradies als Vorlage zu dienen.“ T.A.I. hatte auf Einladung der Mauritius Tourism Promotion Authority (MTPA) sowie der Hotels St. Regis und Westin Gelegenheit, der Insel einen Besuch abzustatten.

Die Anreise von Wien erfolgte mit Emirates, die zweimal täglich Dubai mit Mauritius verbindet, einmal mit dem Airbus A380 und einmal mit der Boeing 777. Für den Hinflug empfiehlt sich die Abendmaschine ab Wien, beim Rückflug ist stets ein mehrstündiger Aufenthalt in Dubai notwendig.

Gelebte Migration

Seit 1968 in Unabhängigkeit (davor portugiesischer Stützpunkt, dann niederländische, später französische und ab 1810 britische Kolonie) ist Mauritius ein verhältnismäßig wohlhabender Staat mit einer funktionierenden Demokratie. Die Tropeninsel ist aufgrund ihrer Historie ein Schmelztiegel, in dem sich sowohl in Städten wie auch in Dörfern, auf den Straßen ebenso wie in den Gesichtern der Menschen eine bunte Mischung zeigt. Bis ins 16. Jahrhundert unbewohnt hat sich die über 2.000 km² große Insel seither zu einem dicht besiedelten Staat entwickelt, mit rund 1,3 Millionen EinwohnerInnen, die trotz ihrer unterschiedlichen Religionen – vor allem Hindus, Christen und Muslime (laut Volkszählung 1983 insgesamt 87 religiöse Bekenntnisse) – friedlich neben- und miteinander leben. Wer die Insel erkundet (und das ist wirklich allen Mauritius-Gästen zu empfehlen) entdeckt überall Kirchen neben Tempeln und Moscheen – jeder Glaube darf in seiner Fasson gelebt werden.

Von Port Louis ins Hochland

Zentrum der Insel ist die Hauptstadt Port Louis, bekannt für ihre französische Kolonialarchitektur. Hier leben rund 170.000 Menschen. Zu den Sehenswürdigkeiten zählen u.a. die Pferderennbahn Champs de Mars, der Stadtmarkt und das nur wenige Kilometer außerhalb von Port Louis gelegene Kolonialhaus Eureka. Das Restaurant- und Einkaufsviertel befindet sich auf der Caudan Waterfront. Zwölf Kilometer nordöstlich von Port Louis lädt der im 18. Jahrhundert errichtete „Sir Seewoosagur Ramgoolam Botanical Garden“ oder auch „Pamplemousses Botanical Garden“ mit seiner großen Sammlung an exotischen Pflanzen zu einem Besuch ein.

Ein reizvolles Ausflugsziel ist Chamarel, eine Hügellandschaft vulkanischen Ursprungs mit dem eigenwilligen Naturphänomen „Seven Coloured Earth“ (unterschiedliche Erd-Farbtöne von violett blau über gelb bis rosarot, die durch die Umwandlung von Lava in Tonminerale zustande gekommen sind). Von hier geht es weiter, vorbei an Teeplantagen hinauf auf das Hochland zur 1892 gegründeten Teefabrik „Bois Chéri Tea Estate“ mit einem Museum und der Möglichkeit zur Teeverkostung.

Mystik und Nervenkitzel

Mauritius-Reisende erwartet eine prickelnde und perfekte Mischung aus Nichtstun und atemberaubender Exotik. Jenseits der kilometerlangen Traumstrände existiert eine unbekannte mystische Welt, die von geheimnisvollen Schatzsucher- und Seeräuber-Sagen geprägt wird. Die Golfplätze der Insel zählen zu den schönsten der Welt und das türkisblaue Wasser lädt zu allen erdenklichen Wassersportarten ein. Das zerklüftete gebirgige Landesinnere mit bis zu 828 m hohen Bergen, der wunderschöne „Black-River-Gorges-Nationalpark“ mit seinen tropischen Regenwäldern und beeindruckenden Wasserfällen sowie zahlreiche Naturreservate bieten abwechslungsreiche Trails für Erkundungs- und Wandertouren.

Im grünen Herz der Insel, in der Domain de L’étoile, finden sich letzte Urwaldreste mit einem großen Bestand an Ebenholzbäumen – eine ideale Region für Aktivitäten wie Reiten, Quadfahrten, Mountain-Biking oder Ziplining (Achtung: nichts für schwache Nerven, wie T.A.I. selbst feststellen konnte: Auf einer Länge von insgesamt 3,5 km geht es auf Seilen in schwindelnder Höhe durch den Naturpark).

Eine faszinierende Landschaft, erstklassige Hotellerie und die herzliche Gastlichkeit der Einheimischen – das sind Attribute, die Mauritius nicht nur in Reisekatalogen oder auf Websites gegeben werden, sondern von denen sich T.A.I. einmal mehr auf einem Trip vor Ort überzeugen durfte und damit – bei aller Bescheidenheit – die einst getroffene Feststellung von Mark Twain gleich mehrfach unterstreichen kann.

Hoteltipp: Westin im Nordwesten

Auf Mauritius versprühen nicht nur die über die ganze Insel verteilten Zuckerrohrplantagen aus vergangenen Zeiten ihren Charme, das tun auch herausragende Resorts, wie etwa das „The Westin Turtle Bay Resort & Spa“, eingebettet in üppige tropische Gärten an einem Sandstrand an der Nordwestküste der Insel gelegen. Das elegante Hideaway verfügt über 190 Zimmer (darunter 38 Suiten), welche sich über ein mehr als zehn Hektar großes Gelände verteilen. Das Design spiegelt die natürliche Schönheit der Landschaft wider. Gastronomisch wartet das Turtle Bay Resort mit einem vielfältigen Angebot in sechs verschiedenen Restaurants auf. Im ganztägig geöffneten „Seasonal Tastes“ und dem Strandclub „Mystique“ etwa, werden die eigens für Westin entwickelten Superfood-Menüs angeboten.

Darüber hinaus bietet das Resort die charakteristische „Westin Executive Club Lounge“ mit exklusivem Zugang zum Westin Club, inklusive kostenlosem Frühstück sowie Snacks und Getränke am Abend. Gäste, die es sportlich mögen, können in einem der beiden Pools schwimmen, Tennis spielen oder im Fitnessstudio trainieren. Dampfbäder, Saunen und Whirlpools beruhigen nach dem Training die Muskeln und für Entspannung sorgt eine umfangreiche Auswahl an Anwendungen im „Heavenly Spa by Westin“. Der „Kids Club“ ist perfekt auf die Bedürfnisse der jungen Gäste zugeschnitten.

Infos: www.marriott.com

Fotos: © Marriott International

Hoteltipp: St. Regis im Südwesten

In beeindruckender Lage im Südwesten der Insel, direkt am Kite­Surfing-Spot „One Eye“ gelegen, befindet sich das „St. Regis Mauritius“. Die Lage an einer türkisblauen Lagune mit weißem Naturstrand wird durch den imposanten Berg „Le Morne Brabant“ (UNESCO Weltkulturerbe) dominiert. Die Architektur des Resorts ist viktorianischen Herrenhäusern in einer historischen Gutsanlage nachempfunden, mit großzügigen Terrassen, prächtigen Zimmern und Säulengängen, die durch die koloniale Vergangenheit wieder lebendig zur werden scheint. Das St. Regis Mauritius umfasst 172 elegante Zimmer und Suiten, die 65 bis 208 m² Luxus bieten und allesamt über private Terrassen mit Blick auf den Indischen Ozean oder die Insel verfügen. Die großzügige „St. Regis Villa“ direkt am Strand hat vier Suiten, drei davon mit privatem Pool und Terrasse, elegante Unterhaltungs- und Speiseräumlichkeiten, einen Infinity-Pool, eine Bar und eine Sauna.

In fünf verschiedenen Restaurants erwarten die Gäste Geschmackserlebnisse, die von lokaler, französisch inspirierter mauritischer Küche über die exotisch vielschichtigen Gerichte Indiens und Südostasiens bis hin zur japanischen Genusskultur reichen und gastronomische Erlebnisse der Superlative versprechen. In der „The 1904 Bar“ werden alten St. Regis-Traditionen folgend, neben vollmundigen Whiskey-Sorten und exquisiten Rum-Cocktails die lokale Version des Bloody Mary, „La Belle Creole Mary“ zubereitet und Champagnerflaschen mit einem Säbel geöffnet. Das Resort bietet zudem einen Meeting- und Event-Bereich sowie einen ultramodernen Fitness-Club mit Kraft- und Cardiogeräten. Zu letzterem gehört auch das erste Iridium Spa der Region, das unter anderem einen Schönheits-Salon, Whirlpool, Sauna und Dampfbad umfasst. In zwölf Behandlungsräumen verwöhnt das Iridium Spa seine Gäste.

Infos: www.marriott.com

Fotos: © Marriott International

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