T.A.I. vor Ort in Portugal

Auf den Spuren der Geschichte zwischen dem Douro und Tejo

Print-Ausgabe 7. Oktober 2016

Impressionen aus Zentralportugal

Zentralportugal weiß neben Mandeln, Oliven und Portwein auch mit Burel, Felszeichnungen aus der Altsteinzeit und historischen Dörfern zu punkten

Dem Tourismus wird in Portugal eine große Bedeutung zuteil, ist er doch eine der wichtigsten Einnahmequellen des Landes. Ziele wie die Algarve, Lissabon oder Porto freuen sich über ein Wachstum bei den Ankünften und ungebrochener Beliebtheit, doch auch das Landesinnere weiß mit seiner Vielfalt zu überzeugen. So wird etwa die Region von Zentralportugal von den Flüssen Douro und Tejo begrenzt und ist weithin für den im Douro-Tal produzierten Portwein berühmt. Auf Einladung von Pura Communications und dem zentralportugiesischen Tourismusamt führte eine Reise in die besagte Region, wo sich T.A.I. vom Charme des Landes überzeugen ließ.

Einen Einblick in die Vorgeschichte des Landes vermitteln die 12 historischen Dörfer, die damals mit ihren Burgen und Festungen den Feinden zu trotzen vermochten. Neben der imposanten sternförmig erbauten Anlage von Almeida sind auch kleinere Burganlagen erhalten geblieben und wurden mit Hilfe von EU-Geldern im alten Stil restauriert, so etwa Marialva nahe der Stadt Mêda mit ihrem historischen Ortskern. Inmitten dieser Altstadt liegt das Hotel Casas do Côro, das sich über mehrere Häuser erstreckt und von Reisenden oft für Kurzaufenthalte gebucht wird. Auf gehobenem Niveau erwartet die Gäste ein ruhiges Ambiente, das auch zum Verweilen im hauseigenen Spa und der Verkostung des selbst produzierten Weins einlädt. Gäste haben außerdem auf Wunsch die Möglichkeit unter dem freien Himmel zu übernachten, der einen atemberaubenden Ausblick auf die Sterne bietet. www.casasdocoro.pt

Castelo Rodrigo ist ebenfalls eines der 12 historischen Dörfer, und liegt rund 30 km von Marialva entfernt. Die historische Burg thront über dem Dorf, das auch für seine Mandeln berühmt ist, die in der Region angebaut werden. Für eine Übernachtung empfiehlt sich etwa die Casa da Cisterna (www.casadacisterna.com), ein Gästehaus mit ländlichem Flair sowie zwei Suiten und neun Doppelzimmern, dessen Personal auch Ausflüge zu den Felszeichnungen im Côa Tal anbietet.

Besagte Abbildungen wurden in Steine geritzt und finden sich im ganzen Tal am Ufer entlang des gleichnamigen Flusses, sie sind seit 1996 in einem archäologischen Park mit einer Fläche von 20.000 Hektar zusammengefasst, nachdem die Zerstörung durch die Errichtung eines Staudamms abgewendet werden konnte. Die Darstellungen werden auf ein Alter von mehr als 25.000 Jahren geschätzt und zeigen auf einer Länge von über 17 Kilometern hauptsächlich Auerochsen, Hirsche, Pferde und Steinböcke, aber auch Ziegen und Fische. Im Jahr 1998 wurde das Tal mit seinen sanften Hügeln durch die UNESCO in den Status des Weltkulturerbes erhoben, zusätzlich veranschaulicht ein Museum (an der Mündung von Côa und Douro gelegen) den Besuchern die Entstehung und das Erbe der in Stein verewigten Kunst.

Ein Besuch der Gegend bietet sich auch an um eine Flusskreuzfahrt auf dem Douro zu unternehmen und regionale Speisen oder den Portwein zu probieren. Vogelfreunde kommen im Reservat Faia Brava auf ihre Kosten, wo verschiedene Arten wie z. B. Gänsegeier und Königsadler beobachtet werden können. Doch auch Unterkünfte im Freien sind dort buchbar, die kleinen Apartments befinden sich mitten in der Natur, erfüllen jedoch alle notwendigen Gäste-Ansprüche. Mehr Infos unter www.starcamp-portugal.com

Die Serra da Estrela stellt mit einer Höhe von knapp 2.000 Metern das höchste Gebirge des portugiesischen Festlands. Durch das Aufeinandertreffen von mehreren Klimazonen finden hier Aktivurlauber ideale Bedingungen vor, um auf den Spuren der Schäfer ausgedehnte Wanderungen über das Plateau mit seinen Feuchtwiesen und Bergblumen oder Mountainbike-Touren zu unternehmen. Zudem befindet sich in den Bergen das einzige Skigebiet Portugals.

Inmitten des Naturparks des Gebirges befindet sich das Designhotel Casa das Penhas Douradas, das Ende des 19. Jahrhunderts seine Gäste noch als ein Sanatorium begrüßte. Nachdem dieses seine Pforten geschlossen hatte, wurde es von João Tomás und seiner Ehefrau Isabel umgebaut, modernisiert und 2006 mit einem Spa neu eröffnet. Doch nicht nur auf 1.500 Metern Seehöhe sorgte das Paar, das Lissabon den Rücken gekehrt hatte, für neue Impulse, auch in der Kleinstadt Manteigas setzten sie Akzente und übernahmen die Burel Fabrik, die zuvor bankrott ging und ihre Pforten schließen musste. Mit denselben Maschinen wie früher wird dort der gleichnamige (dem Loden ähnliche) Stoff hergestellt und erfreut sich sowohl national als auch international großer Nachfrage. Ebenfalls berühmt ist die Gegend um Manteigas für ihre Milchprodukte, z. B. für den Queijo da Serra da Estrela, der als der beste Käse Portugals gilt und bevorzugt in Kombination mit schwarzem Brot gegessen wird. 

Impressionen aus Zentralportugal

Impressionen aus Zentralportugal

Impressionen aus Zentralportugal

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Impressionen aus Zentralportugal

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Erstellt am: 07. Oktober 2016

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