Korean Air, SkyTeam & Star Alliance

Fusion bringt Allianz-Wechsel und sorgt für Änderungen in der Luftfahrt

Print-Ausgabe 17. Juli 2026

Cho Won-tae
Laut Cho Won-tae wird die Marke Asiana Airlines nach der Fusion mit Korean Air schrittweise vom Markt verschwinden

Asiana Airlines verliert per Jahresende ihre Eigenständigkeit an das SkyTeam-Gründungsmitglied Korean Air – die Star Alliance ist bestens darauf vorbereitet

Mitte Dezember wird die koreanische Asiana Airlines die Luftfahrtallianz Star Alliance verlassen. Grund für das Ausscheiden: Am 17. Dezember wird Asiana Airlines offiziell mit Korean Air fusioniert, einem Gründungsmitglied der SkyTeam-Allianz. Laut Cho Won-tae, CEO von Korean Air und Chairmen der Hanjin Group (ein in verschiedenen Branchen tätiger Familienkonzern, der Name bedeutet „Vorwärtsbewegung des koreanischen Volkes“) wird die Marke Asiana Airlines im Anschluss an die Fusion mit Korean Air – sie wurde 1969 von der Hanjin Group übernommen – schrittweise vom Markt verschwinden.

Zur Hanjin Group, als deren wichtigste Tochtergesellschaft Korean Air gilt, gehören auch die drei Low Cost Carrier Jin Air (31 Boeing-Maschinen, vorwiegend 737-800 aber auch 737 MAX 8), Busan Air (20 Maschinen der Airbus A320-Familie) sowie die Asiana-Tochter Air Seoul (sechs Airbus A321-200). Ihre Fusion zu einer Low-Cost-Airline soll im ersten Quartal 2027 abgeschlossen sein.

Korean Air (derzeit 168 Jets, darunter Airbus-Modelle inkl. fünf A380 sowie Boeing-Jets, u.a. 31 Stück 787 „Dreamliner“) steuert auch den Flughafen Wien (VIE) mit Passagierflügen an (aktuell viermal pro Woche mit Boeing 787-9 oder -10) sowie mit Cargo-Maschinen (rund zehnmal wöchentlich).

Zurück zur Star Alliance: Nach dem Ausscheiden von Asiana wird sie laut ihrem CEO Theo Panagiotoulias aus 25 Mitgliedsfluggesellschaften bestehen, von denen 14 den Incheon International Airport (ICN) in Südkoreas Hauptstadt Seoul anfliegen, darunter Lufthansa, SWISS, Singapore Airlines und Turkish Airlines. Aktuell führen alle Star Alliance-Mitglieder monatlich mehr als 1.900 Direktflüge von ICN zu 29 Zielen weltweit durch. Gleichzeitig vertieft die Lufthansa Group ihre Partnerschaft mit der südkoreanischen Billigfluggesellschaft Jeju Air (derzeit 42 Boeing 737-Jets, vorwiegend 737-800, aber auch vier MAX 8, von denen 36 bestellt wurden sowie 10 Optionen) und sie plant den Aufbau einer intermodalen Zusammenarbeit mit Korail (Korea Railroad Corporation), der staatlichen Eisenbahngesellschaft Südkoreas. Diese ist sowohl im Personen- (u.a. Hochgeschwindigkeitszüge) als auch im Güterverkehr aktiv, und erbringt einen Teil der Verkehrsleistungen im U-Bahn-Netz von Seoul.

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