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Heute mit Andreas Gruber, Laudamotion GmbH

Print-Ausgabe 5. April 2019

Andreas Gruber

Arbeitgeber: Laudamotion GmbH

Position: CEO

Aufgaben: Letztverantwortung für alle operativen, kommerziellen und strategischen Entscheidungen des Unternehmens; Repräsentation von Laudamotion sowohl intern als auch extern; Führung von über 800 MitarbeiterInnen

Abschluss: 2008

Was fällt Dir spontan ein, wenn Du an das Tourismusstudium an der FHWien der WKW denkst?

Die Studienzeit war eine äußerst spannende Zeit, an die ich mich sehr gerne zurück erinnere – allen voran an meine StudienkollegInnen und die vielen interessanten Vorlesungen und Projekte, an denen wir gemeinsam gearbeitet haben. Mein Auslandssemester in Spanien war auch eine sehr willkommene Abwechslung und ideal, um neue Erfahrungen zu sammeln und meine Fremdsprachenkenntnisse zu perfektionieren. Gerade mit meinem CFO, den ich auch im Rahmen meines Studiums kennengelernt und zu mir ins Team geholt habe, denke ich sehr gerne an diese Zeit zurück.

Welche schönen und weniger schönen Erinnerungen an das Tourismusstudium gibt es?

Im Studium gibt es, wie im Leben, immer wieder Ups und Downs. Wenn eine Prüfung daneben geht, ist das natürlich nicht die schönste Erinnerung. Aber in Summe überwiegen auf alle Fälle die positiven Erinnerungen und Erlebnisse. Ein Highlight war definitiv der positive Abschluss meiner Master-Prüfung. Das war für mich der Lohn für all die langen Lernnächte mit übermäßigem Red Bull-Konsum.

Wie wichtig war das Tourismusstudium für Deine Karriere?

Durch das Studium konnte ich mir eine ausgezeichnete Basis an Wissen im Bereich BWL mit Fokus auf die Transportwirtschaft aneignen, die mir in meinem jetzigen Beruf in der Airlinebranche eindeutig weiterhilft. Auch das Thema interkulturelle Kompetenz ist wichtig in meinem aktuellen Job bei LAUDA, wenn man an unser umfangreiches Streckennetz mit über 100 Destinationen in den verschiedensten Ländern denkt.

Was hast Du im Rahmen des Tourismusstudiums gelernt, was Dich im Job weitergebracht hat?

Die gute Mischung aus theoretischem und sehr praxisnahem Wissen hat mir ungemein geholfen. Natürlich lernt man im Berufsleben dann noch extrem viel dazu, speziell die branchenspezifischen Dinge. Die Basis konnte ich aus meiner Studienzeit aber sehr gut mitnehmen. Während meines Tourismusstudiums habe ich zudem bereits nebenbei in der Passagierabfertigung am Flughafen Wien gearbeitet und hier das Business wirklich von der Pieke auf gelernt. Frühdienste von halb 4 bis 8 Uhr vor meinen Vorlesungen waren in dieser Zeit Normalität und eine perfekte Vorbereitung auf die späteren intensiven Arbeitstage.

Was motiviert Dich bei Deinem Job?

Als wir das Projekt Laudamotion gestartet haben, war es unser erklärtes Ziel, für mehr Wettbewerb in der europäischen Luftverkehrsbranche zu sorgen. Dass uns dies bereits in unserem ersten Jahr mit über 4 Mio. transportierten Passagieren und über 100 angebotenen Routen gelungen ist, freut mich natürlich sehr. Mich motivieren auch unsere weiteren Wachstumspläne, die den Markt in Österreich und Deutschland verändern und zusätzliche Angebote schaffen sollen. Auch der Tourismus, vor allem hier in Wien und Umgebung, profitiert maßgeblich von unserem Angebot, was sich auch in den Tourismusstatistiken eindeutig widerspiegelt und uns in unserem Handeln bestätigt.

Wie lässt sich der Fachkräftemangel im Tourismus beseitigen?

Die Berufsfelder im Tourismus müssen gefördert werden. Der Tourismus ist eine extrem spannende Branche, die auch sehr international ist, was speziell für junge Leute interessant ist. Das Potential und Interesse seitens der Jugend ist sicherlich da, aber man muss den Beruf attraktiver gestalten, um noch mehr Interessenten anzulocken. Gepaart mit einer fundierten Ausbildung ist das die Voraussetzung um den Fachkräftemangel im Tourismus zu beseitigen.

Welche Kompetenzen brauchen Nachwuchsführungskräfte im Tourismus?

Im Tourismus ist Vielseitigkeit gefragt. Einerseits muss man gut und gerne mit Menschen zusammenarbeiten, den Gast im Fokus haben und Fremdsprachenkenntnisse sind auch ein „Must-Have“. Im Tourismus sind eigentlich ProjektmanagerInnen gefragt, die extrem schnell auf die aktuelle Situation reagieren können und rasch Entscheidungen treffen müssen. Aber genau das macht diese Branche ja auch so spannend.

Welchen Tipp/Rat würdest Du derzeitigen StudentInnen mit auf den Weg geben?

Das wichtigste ist, dass man selbst die Branche und Spezialisierung findet, die einen am meisten interessiert. Im Rahmen von Praktika kann man viel ausprobieren, was ich jedem wirklich empfehlen würde. Aber generell: Genießt die Studienzeit, knüpft schon jetzt Kontakte und konzentriert euch auf die spannenden Studieninhalte – diese tolle Zeit vergesst ihr sicher nie! Im Anschluss lohnt sich ein Blick auf unsere Homepage. Wir bei Laudamotion suchen ständig Management-Nachwuchs, den wir im Rahmen von Graduate Programmen perfekt auf die Airlinebranche vorbereiten.

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