ASA

„Jeder der mitspielen will, darf mitspielen!“ Tolles Wissen über Afrika

Print-Ausgabe 12. Juni 2026

Guido Bürger
„Das Format ‚ASA Exclusive‘ ist sehr gut angekommen“, berichtet ASA-Präsident Guido Bürger (Foto: © Guido Bürger, Bürger International)

Die ASA will mehr Expedient:innen und Produktmanager:innen in Österreichs Touristik für sich begeistern – die Erfahrung der ASA über den Kontinent ist grandios

Als die 1988 gegründete ASA (Arbeitsgemeinschaft Südliches und Östliches Afrika) auf ihrer vorjährigen Jahresmitgliederversammlung einen neuen Vorstand wählte, wurde Guido Bürger (Tourism Marketing & Consulting Bürger International) in seinem Amt als Präsident bestätigt. Guido Bürger kennt Afrika wie seine Westentasche, war er doch jahrelang als Market Development Representative für das Kenya Tourism Board zum Teil sogar für Gesamt-Kontinentaleuropa verantwortlich. T.A.I. sprach mit dem ASA-Präsidenten über dessen Österreich-Pläne, wo die ASA noch intensiver mit Expedient:innen und Produktmanager:innen kooperieren will.

Die ASA hat das Ziel, den Tourismus in die Länder des südlichen und östlichen Afrikas zu fördern. Wobei die territoriale Begrenzung nicht mehr ganz stimmt, denn mit Sierra Leone – das Land liegt zwischen Guinea und Liberia am Atlantik – wurde vor zwei Jahren erstmals auch ein westafrikanischer Staat in die Arbeitsgemeinschaft aufgenommen. Guido Bürger: „Das Land hat mit Mrs. Nabeela Farida Tunis eine überaus engagierte Tourismusministerin.“ Insgesamt kommt die ASA auf rund 130 Mitglieder, die sich aus deutschen und österreichischen Reiseveranstaltern für Afrika, Repräsentant:innen, Tourism Boards, Fluglinien und Leistungsträgern aus den Destinationen, wie Hotels oder DMCs (Destination Management Companies), zusammensetzen.

Die Ansprache der Agents und Produktmanager:innen erfolgt vor allem über die zahlreichen ASA-Events. So war Ende April dieses Jahres nach der Premiere im Vorjahr (München und Hamburg) die neue Plattform für hochwertige Afrika-Produkte, das „ASA Exclusive“, neben Stuttgart auch im Anantara Palais Hansen Vienna Hotel zu Gast. „Das Format ist sehr gut angekommen“, betont Bürger, „wir waren sehr zufrieden mit der Resonanz der Teilnehmenden. Gerade der Luxusbereich verzeichnet eine steigende Nachfrage, wobei der Veranstaltungsort der ASA Exclusives nicht zwingend luxuriös sein muss, solange eine außergewöhnliche Atmosphäre mit Afrika-Flair im Vordergrund steht.“ Bei „ASA Exclusive“ handelt es sich um ein abendliches Format, jeder Partner hat 20 Minuten Zeit für seine Präsentation.

Die klassischen „ASA Roadshows“ sind im Gegensatz dazu mit rund 15 Partner:innen deutlich größer und auch ganztägig. Während am Vormittag Präsentationen auf dem Programm stehen, ist der Nachmittag auf dem Rotationsprinzip aufgebaut (alle 15 Minuten wird gewechselt). Allerdings tourt die Roadshow (im Oktober 2025 machte sie in Salzburg und Innsbruck Station) heuer im November ausschließlich durch Deutschland, 2027 ist wahrscheinlich Wien an der Reihe.

© Diamir Erlebnisreisen

Regelmäßig lädt die ASA zudem zu Fam-Trips ein, um die Vielfalt Afrikas näherzubringen. Guido Bürger: „Dabei legen wir besonderen Fokus auf verschiedene Reisearten – vom Campingabenteuer bis hin zum luxuriösen Trip.“

Kernevent ist der Mega-Fam Trip mit anschließendem Workshopformat „ASA goes Africa“, der heuer nach Ostafrika führt und Ende Oktober im kenianischen Mombasa stattfinden wird. Rund 70 Reisebüros werden daran teilnehmen. Davor organisieren sieben bis acht Reiseveranstalter die rund eine Woche dauernden Inforeisen für Gruppen von sechs bis 12 Teilnehmer:innen.

Abgerundet wird dies durch die zahlreichen ASA-Webinare, die jedes Jahr von April bis Dezember abgehalten werden. Laut Guido Bürger stehen im Schnitt pro Monat zwei derartige Onlineschulungen auf dem Programm, insgesamt sind es rund 15. „Wir vermitteln dabei Destinationswissen und Insights zu beratungsintensiven Themen“, so Guido Bürger. Zuletzt waren Tansania, Südafrika, Namibia an der Reihe, alle über YouTube im Nachhinein anzusehen.

Laut Guido Bürger gibt es in Österreich ca. 60 bis 70 Veranstalter, die „intensiv mit Afrika arbeiten.“ Die ASA verzeichnet „durchwegs positives Feedback aus der österreichischen Reiseindustrie. Der Kuchen ist groß genug – die Synergie- und Netzwerkeffekte für Verbandsmitglieder sind enorm.“ Prinzipiell ist die Arbeitsgemeinschaft ASA „für alle offen, die professionell mit Afrika arbeiten. Jeder der mitspielen will, darf mitspielen.“ Fest steht, dass die ASA durch ihre Netzwerkstruktur ein vielfältiges Wissen über die einzelnen Destinationen und wertvolle Kontakte bündelt. Jeder ist eingeladen, „diesen Wissenspool anzuzapfen.“

© Diamir Erlebnisreisen

Kommentar schreiben

Bitte die Netiquette einhalten. * Pflichtfelder

Nach oben