Print-Ausgabe 15. Mai 2026

Austrian Airlines bietet im Sommer ab Wien erstmals seit Jahren eine Nonstop-Verbindung auf die drittgrößte griechische Insel – Lesbos kann sich in der Tat sehen lassen
Vor ein paar Jahren ist die drittgrößte griechische Insel Lesbos durch Flüchtlingsströme aus der nahen Türkei in die Schlagzeilen geraten: Bis zu 20.000 Menschen haben sich in einem Lager gedrängt. Doch das hat sich längst geändert. Nur noch ein paar hundert leben heute noch hier. Jetzt öffnet sich das in der nordöstlichen Ägäis gelegene Lesbos stärker als je zuvor dem Tourismus und wird ab 15. Juni 2026 mit Austrian Airlines direkt ab Wien angeflogen (zuletzt flog ab Wien Eurowings im Sommer 2018 dorthin). T.A.I. war durch Manfred Ruthner vor kurzem vor Ort.
Die Insel präsentiert sich mit fruchtbaren Naturlandschaften, Olivenhainen und einladenden Stränden, Salzverdunstungsbecken mit Flamingos, mittelalterlichen Burgen und romantischen Dörfern. Beim Landeanflug blickt man auf grüne Hügelketten, die aus dem tiefblauen Wasser der Ägäis ragen. Der Flughafen liegt wenige Kilometer südlich der Hauptstadt Mytilini. Die Bauten der Stadt scharen sich rund um den großen Hafen, der in seinem Halbrund Fischerbooten, Seglern und Fähren Schutz bietet.
Beim Flanieren entlang der Uferpromenade wird man zum Entdecker. Man staunt über die prächtigen Herrenhäuser, rund 100 Jahre alt, aus der Blütezeit des Handels stammend, der über den Hafen von Mytilini abgewickelt wurde. Eines dieser Häuser kann man besichtigen: Man betritt prunkvolle Räume, in denen die Zeit stehen geblieben scheint. Im Esszimmer ist der Tisch mit Silberbesteck und feinem Porzellan gedeckt. Seidene Tapeten und Vorhänge, Gemälde und historische Fotos an den Wänden zeugen von den wirtschaftlichen Leistungen der Besitzer.
Eines der schönsten und originellsten religiösen Denkmäler von Lesbos befindet sich in Petra. Die Kirche Mariä Himmelfahrt („Panagia Glykofiloussa“) ist auf einem 40 Meter hohen Felsen erbaut, der Aufstieg zur dreischiffigen Basilika erfolgt über 114 Stufen, die in den Stein gehauen sind. Die Kirche erinnert an eine uneinnehmbare Festung und bietet einen atemberaubenden Panoramablick. Im Inneren sind seltene byzantinische Ikonen erhalten.
Molyvos, eine mittelalterliche Stadt, ist an einen Hang gebaut und von einer venezianischen Burg gekrönt. Der Spaziergang durch enge Kopfsteinpflasterstraßen, vorbei an Steinhäusern und Villen im anatolischen Stil mit bunten Türen und Fenstern, führt hinunter zum Hafen, wo im Restaurant „The Octopus“ neben Tintenfischen auch andere Köstlichkeiten aus der regionalen Küche angeboten werden. Als Aperitif wird wie überall auf Lesbos ein Glas mit kühlem Ouzo gereicht.
Vor 20 Millionen Jahren waren Vulkane auf Lesbos aktiv. Diese sind beim Wandern im Versteinerten Wald auf dem westlichen Zipfel der Insel zu erkennen – eine monumentale Sammlung, die mit ihren Relikten den Besucher:innen eine Zeitreise durch Jahrmillionen ermöglicht. Von der vulkanischen Tätigkeit sind Thermalquellen geblieben. Bei Polichnitos sprudeln die heißesten Quellen Europas mit einer Temperatur zwischen 60 °C und 95 °C aus dem Boden.
Lesbos ist ideal für Individualisten und Familien. Es herrscht ein günstiges Preis-Leistungs-Verhältnis. Hotelketten gibt es keine, dafür etliche Familienbetriebe und Privatpensionen. Die Anreise ab Wien erfolgt mit Austrian Airlines (Mo., 15. Juni bis 28. September, Flugzeit ca. 2 Stunden, Hin- und Rückflug ab 167 Euro).
Michaela Rafalias, Key Account Manager Austrian Airlines Lufthansa Group Leisure Sales Austria: „Schon im vergangenen Jahr gab es Anfragen für Lesbos, das war auch einer der Gründe, warum wir diese Destination in unser Portfolio aufgenommen haben.“ Und: „Obwohl Lesbos eher als Insel für Individualreisende gilt, bieten wir jedem österreichischen Vertriebspartner von Austrian Airlines eine Touroperator-Fare. Das heißt, zum Tarif kann ein Hotel oder Bodenprodukt dazu pauschalisiert werden. Das hat den Vorteil, dass das Ticket nicht sofort ausgestellt werden muss.“ Wer Lesbos schon jetzt in seiner vollen Pracht sehen möchte, sollte sich die Website www.greece-moments.com/lesvos-highlights ansehen.
Erstellt am: 15. Mai 2026
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