Print-Ausgabe 13. Februar 2026

„GoQueer“-Mitbegründer Anthony Cifone hat Anfang Februar die Trends für 2026 veröffentlicht
Der Mitbegründer der Reise- und Community-Plattform „GoQueer“ hat die aktuellsten Trends für heuer festgehalten – die Zielgruppe wächst
In der Reiseindustrie wurde die LGBTQ+ Community (ein Sammelbegriff für Menschen, die nicht der klassischen heterosexuellen bzw. cisgeschlechtlichen Norm entsprechen) als stark wachsendes Segment erkannt. Prognosen zufolge wird sie bis 2030 ein Volumen von 568 Mrd. US-Dollar erreichen. Queere Reisende geben zudem um 23 % mehr für uns auf Reisen aus, als die Gesamtbevölkerung. Anthony Cifone, Mitbegründer des vor fünf Jahren erstmals erschienenen LGBTQ+-Reisenewsletters „GoQueer“ in den USA, hat Anfang Februar die wichtigsten Trends für 2026 veröffentlicht.
„Die LGBTQ+-Reiselandschaft hat sich weit über die Suche nach einem ‚sicheren‘ Urlaubsort hinaus entwickelt“, so Cifone, auch wenn das Interesse an aufstrebenden Reisezielen, wie Malta oder Thailand, die den rechtlichen Schutz für diese Personen kürzlich gestärkt haben, wächst. „Wir erobern uns unseren Platz auch an Orten, die einst tabu schienen, und fordern von der Reisebranche, uns als starke Marktmacht anzuerkennen, die wir sind.“
So werden zunehmend auch Länder besucht, in denen Homosexualität entweder offiziell illegal oder allgemein nicht akzeptiert ist, wie auf den Malediven, in den VAE (Vereinigte Arabische Emirate), in Ägypten, Marokko, Kenia oder Jordanien. Der Grund: Länder wenden ihre Gesetze tendenziell stärker auf Einheimische als auf ausländische Touristen an, es gibt dort oft eine lebendige, unauffällige queere Szene.
Der letztgenannte Trend spiegelt auch den Generationenwechsel wider: Für viele „Millennials“ und die „Generation Z“ ist Meiden von Reisezielen keine Alternative mehr, insbesondere, wenn sie bereits Erfahrung mit Reisen durch weniger freundliche Regionen haben.
Zu den weiteren Trends zählen Gruppenreisen mit Fokus auf Gemeinschaft. LGBTQ+-Reisende sind die treibende Kraft dahinter. Sie bevorzugen mittlerweile auch queere Unternehmen. Wobei Zertifizierungen wie die IGLTA (International LGBTQ+ Travel Association)-Mitgliedschaft, zu aussagekräftigen Indikatoren werden.
Erstellt am: 13. Februar 2026
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