Print-Ausgabe 15. Mai 2026

Die Kärnten Werbung erhält neue Schwerpunkte, die Zahl der Organisationen wird verkleinert und die Orts- sowie Nächtigungstaxe durch die Aufenthaltsabgabe ersetzt
Die Kärnten Werbung erhält ab 2027 neue Aufgaben in Form von drei weiteren Schwerpunkten: die landesweit koordinierte Verkaufsförderung, der Aufbau eines einheitlichen Gästeinformationssystems mit zentraler Website sowie der Ausbau von Services für Tourismusbetriebe. Neben den neuen Schwerpunkten übernimmt die Kärnten Werbung weiterhin zentrale strategische und koordinierende Funktionen für den Tourismusstandort. „Wir bündeln unsere Kräfte dort, wo sie die größte Wirkung zeigen“, betonte der Geschäftsführer der Kärnten Werbung, Klaus Ehrenbrandtner.
Basis bildet die „Tourismusreform“, die im Oktober vorigen Jahres auf den Weg gebracht und heuer beschlossen wurde. Sie sieht vor allem drei Punkte vor. Der erste besteht in der Zusammenlegung von derzeit 125 Einheiten zu künftig 10 Tourismusorganisationen (Kärnten Werbung plus 9 mehrgemeindige TVBs), die geografisch den aktuellen Tourismusregionen entsprechen.
Der zweite Punkt betrifft die Strukturreform und damit die Kärnten Werbung selbst, die Ende April im Rahmen eines Mediengesprächs erläutert wurde. Im Zusammenhang mit der koordinierten Verkaufsförderung werden etwa im Juni über 50 Vertreter:innen internationaler Reiseveranstalter eingeladen. Beim landesweiten Gästeinformationssystem geht es u. a. um KI (Künstliche Intelligenz)-basierte Suche und beim Ausbau der Services für Tourismusbetriebe sind verstärkte Angebote in den Bereichen Weiterbildung, Sichtbarkeit und Vernetzung vorgesehen.
Dritter Punkt der „Tourismusreform“ betrifft die Abgaben. Geplant ist die Zusammenführung der Orts- (derzeit 0,36 bis 2,00 Euro je nach Gemeinde) und Nächtigungstaxe (0,50 Euro) zur „Aufenthaltsabgabe“, die künftig landesweit 4,50 Euro betragen wird (für Camping 4,00 Euro). Sie wird ab 1. November eingehoben, wodurch pro Jahr rund 50 Mio. Euro zusammenkommen sollen. Für Klaus Ehrenbrandtner werden damit „um 20 Mio. Euro mehr“ als bisher zur Verfügung stehen, „damit man wirklich auch in die Zukunft investieren kann.“ Gedacht ist u. a. an ein Gratis-Öffi-Ticket für alle Gäste. Die „Aufenthaltsabgabe“ wird jährlich basierend auf dem VPI (Verbraucherpreisindex) erhöht. Und noch etwas wird mit der Abgabenreform umgesetzt: die verpflichtende elektronische Gästemeldung.
Erstellt am: 15. Mai 2026