BÖTM Top Seminar 2019

Shooting-Star unter Tirols TVBs als Musterbeispiel für „Best Cases“

Print-Ausgabe 23. August 2019

Anderer Titel

@ Gerdl / TVB Kitzbüheler Alpen

Mit St. Johann in Tirol hat der BÖTM zu seinem 60. Geburtstag für sein Top Seminar einen TVB als Austragungsort gewählt, der seit Jahren erfolgreich unterwegs ist

Österreichs Kur- und Tourismusmanager treffen sich Anfang Oktober (2. bis 4.10.) zum diesjährigen „Top Seminar“ des BÖTM (Bundesverband Österreichischer Tourismusmanager) in St. Johann in Tirol. Damit wurde zum 60. Jubiläum des BÖTM von Präsident Josef Schirgi (TVB Serfaus-Fiss-Ladis) ein überaus interessanter Austragungsort gewählt: Seit vier Jahren entwickelt sich der TVB Kitzbüheler Alpen – St. Johann (er umfasst auch die Orte Oberndorf, Kirchdorf sowie Erpfendorf, wo mit dem 5-Sterne-­Hotel Lärchenhof von Martin Unterrainer einer der erfolgreichsten österreichischen Resorthotels zu Hause ist) deutlich besser als der Durchschnitt aller 34 Tiroler TVBs und hat gegenüber dem Tiefststand von 2014 bei den Ganzjahresnächtigungen um 18,7 Prozent zugelegt (Tirol-Schnitt 11,4 Prozent).

Wobei für TVB-Geschäftsführer Gernot Riedel und seine Stellvertreterin Martina Foidl das reine Zählen von Übernachtungen „eine relativ geringe Aussagekraft über Erfolg oder Misserfolg“ hat, wie beide heuer im Frühjahr anlässlich der Präsentation des Mehrjahresvergleiches durch die Tirol Tourism Research (TTR) betonten. Die TTR-Analyse untermauerte die starke Entwicklung von St. Johann: Während im Zeitraum 2016 bis 2018 die Anzahl der Gästebetten um rund 300 auf ca. 7.500 rückläufig war, stiegen die Vollbelegstage um 7,2 Prozent von 125 auf 134, der Umsatz pro Bett schoss um knapp 30 Prozent von 6.700 auf 8.692 Euro nach oben.

Mit dazu beigetragen haben Investitionen der Hotellerie, darunter der 20 Mio. Euro teure Ausbau des lti Hotels Kaiserfels zu einem 4-Sterne Superior Haus mit 131 Zimmern durch den deutschen Touristiker Jürgen Marbach, das 85 Zimmer große COOEE Alpin Hotel von Rainer Schönfelder (er ist einer der Vortragenden beim BÖTM Top-Seminar), das 100 Zimmer große Explorer Hotel, das SportArt Hotel („Pinselfabrik“, 50 Betten) oder die Komplettrenovierung des Hotel Post, wo das BÖTM Top-Seminar stattfinden wird.

Die Investitionen gehen weiter, wofür nicht nur die Bergbahnen mit dem schwedischen Mehrheitseigentümer SkiStar sorgen (nach 17 Mio. Euro in einer ersten Phase wird 2020 das nächste Liftprojekt realisiert), sondern erneut Jürgen Marbach, der im Bereich der Talstation der Bergbahn ein Hotel mit 170 Zimmern realisieren will. In Oberndorf soll ein 4-Sterne-Aparthotel mit 30 Wohnungen entstehen.

Oberstes Ziel bleiben für Gernot Riedl „Qualität und mehr Wertschöpfung“. Der bisherige Sommer (rund 500.000 Euro wurden für seine Bewerbung investiert) und auch das Gesamtjahr gehen in die richtige Richtung. Riedl: „In Summe werden wir wohl wieder über der Nächtigungsmillion bleiben, bei nahezu unveränderter Bettenanzahl.“ Auch das Interesse im Internet an der Region steigt: Bei den Online-Zugriffen im Mai und Juni gab es im Vergleich zum Vorjahr einen Zuwachs von 31 Prozent.

Um fit für die Zukunft zu bleiben, verordnet sich der TVB Kitzbüheler Alpen – St. Johann (Jahresbudget 2018 rund 5,127 Mio. Euro) einen Relaunch: Organisation und Struktur werden in den nächsten sechs Monaten auf neue Beine gestellt.

Für die TeilnehmerInnen am BÖTM Top Seminar 2019 ergibt sich damit ein überaus interessantes Umfeld. Neben den „Best Cases“ aus den eigenen Reihen – darunter auch jene des Gastgeber-TVB – geht es unter dem Titel „DMO 4.0“ (Destination Management Organisation) auch darum, welche Rolle Tourismusregionen in Zukunft einnehmen werden und welche Wege sie in ihrer Positionierung einschlagen sollten. Die Frage, wie es um die Einbindung der DMOs im neuen Masterplan für Tourismus des BMNT (Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus) steht, wird Sektionschefin Ulrike Rauch-­Keschmann näher beleuchten.

Ein heißes Eisen steht mit dem Themenkreis „Fachkräftemangel“ am Programm. Wie die junge Generation Z (Geburtsjahre ab 1997) tickt bzw. wie man sie am besten erreichen kann, wird Deutschlands jüngster Unternehmer Charles Bahr in seiner Keynote abhandeln. Der erst 17-jährige berät mit seinem zehnköpfigen Team bekannte Markengrößen.

In einer Podiumsdiskussion widmet man sich dem Thema „Smarte Tourismus Daten“ und zeigt die Zukunft des Tourismusmarketings auf. Weitere Referenten sind u. a. Florian Größwand (Leiter Partner Management Österreich Werbung) und der Hotelbetriebswirt Mirco Hitzigrath von Upstalsboom (Betreiber von rund 70 Hotels und Ferienwohnanlagen an der Nord- und Ostsee). Auf dem Tagungsprogramm stehen zudem verschiedene Praxisausflüge und Besichtigungen. Weitere Informationen zum BÖTM Top-Seminar 2019 unter www.boetm.at 

Gernot Riedel
25. 8. 2019
Ein Dankeschön!
Herzlichen Dank für diese sehr erfreuliche und positive Berichterstattung über die Entwicklung unserer Region St.Johann in Tirol! Dieses Kompliment geht an alle, die ihren Beitrag dazu geleistet haben - Gemeinden, Betriebe, Bergbahn, Unternehmer und mein Team im Tourismusverband - dies motiviert uns, den eingeschlagenen Weg weiter fortzusetzen!

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