Print-Ausgabe 12. Juni 2026

Deshalb lohnt sich der Schwerpunkt Radfahren doppelt – von flachen Genussrouten am See bis zu sportlichen Alpine-Touren ist in Österreich alles möglich
In einigen europäischen Ländern wird seit 1998 am 3. Juni der Europäische Tag des Rades begangen. Er wurde seinerzeit eingeführt, um auf die zunehmende Belastung durch Automobilverkehr hinzuweisen und das Fahrrad mehr in den Fokus des täglichen Gebrauchs zu rücken. Doch das ist nur eine Seite der Medaille, denn Radurlaub prägt laut Astrid Steharnig-Staudinger, Geschäftsführerin der Österreich Werbung (ÖW), „den österreichischen Tourismus in den wärmeren Monaten stark.“ Für rund 26 % der Sommergäste von Mai bis Oktober ist demnach Radfahren Teil des Österreich-Besuchs.
Sie bleiben zudem länger und kommen gerne wieder: Acht von zehn Radurlauber:innen sind Stammgäste, beim durchschnittlichen Sommergast sind es 65 %. Auch für jüngere Zielgruppen öffnet sich diese Sportart, denn diese werden allen voran von Mountainbike- und Rennradurlauben angesprochen. Österreich hat aber laut Astrid Steharnig-Staudinger noch andere Möglichkeiten für Radurlauber:innen zu bieten, denn „unsere Landschaft ist nicht nur Kulisse, sondern ein zentraler Teil des Erlebnisses.“
Die Angebote aller neun Bundesländer sprechen für sich. Sie bieten fahrradfahrenden Urlauber:innen ein dichtes Netz aus beschilderten Radwegen, bundeslandeigenen Radrouting-Apps, „Bett+Bike“-Unterkünften und Pauschalangeboten mit Leihrädern, Gepäcktransport und geführten Touren.
So punktet etwa Tirol mit dem Innradweg oder der grenzüberschreitenden Rad-Route „Via Claudia Augusta“, – sie gilt als leichtester Alpenübergang –, Kärnten punktet mit dem Drauradweg, dem Alpe-Adria-Radweg sowie Radwegen um Kärntner Seen, das Burgenland mit 3.300 km Strecken, NÖ und OÖ mit dem Donauradweg. Beide Bundesländer haben darüber hinaus viel zu bieten. OÖ etwa setzt mit dem „Velorama Mühlviertel“ auf 21 spezialisierte Radgastgeber, 108 Rennrad- und Graveltouren mit mehr als 9.000 Touren-km, die Mitteleuropas größte Gravel- und Rennradregion darstellen. Sogar Wien punktet mit Radwegen rund um den Wienerwald sowie den City-Bike-Strecken bei Radurlauber:innen – um nur einige Angebote zu nennen. Der große Vorteil: Die Bundesland-Apps und das einheitlich beschilderte Netz ermöglichen eine nahtlose Planung – von Genussrouten am See bis zu sportlichen Alpine-Touren.
Erstellt am: 12. Juni 2026
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