Print-Ausgabe 17. April 2026

Tobias Pürcher geht es vor allem darum, Innovation und Qualität in touristischen Angeboten zu stärken (Foto: © 5schaetze.at)
Events werden bewusster, wirkungsvoller und messbarer – die Tourismussparte der Salzburg AG geht mit gutem Beispiel voran
Sie sind etwas anders als die klassischen MICE (Meetings, Incentives, Conferences, Exhibitions)-Betriebe: jene, die sich für den Bereich Locations & Events entschieden haben. Auf den ersten Blick sind sie – also die MICE-Betriebe und jene Locations, die sich auf Events spezialisiert haben – ein und dasselbe, doch auch bei näherer Betrachtung zeigen sich deutliche Unterschiede. Während Locations & Events stärker auf Charakter, Erlebnis und Flexibilität setzen, handelt es sich bei den klassischen MICE-Betrieben meist um standardisierte Anbieter, die vor allem auf Konferenz-, Meeting- und Veranstaltungsprozesse ausgerichtet sind. Klassische MICE-Anbieter wie Tagungshotels oder Kongresszentren bieten aber im Gegensatz zu Locations & Events oft mehr Struktur, dedizierte Meetingflächen und spezialisierte Business-Services.
Atmosphäre, Emotion und Einzigartigkeit (z. B. Special Events mit Charakter) gehören also zu den Charakteristika der Locations. Deren Raumkonzept ist deshalb auch flexibel, modular und oft unkonventionell ausgerichtet. Beispiele dafür sind Natur, Industrie oder Pop-ups. Und während klassische MICE-Betriebe auf Komplettpakete setzen – mit Catering, Zimmer und Sales-Support – stehen bei Locations & Events als Dienstleistungsschwerpunkte Erlebnisdesign und Inszenierung im Vordergrund, die oft ohne Übernachtung angeboten werden.
Ein Anbieter, der dies besonders beherzigt, ist die Salzburg AG Tourismus GmbH. Sie steht unter Leitung von Tobias Pürcher und hat ihre Ausflugsziele bzw. Event-Locations unter dem Titel „5 Schätze“ zusammengefasst: Die SchafbergBahn – ihres Zeichens die steilste Zahnradbahn Österreichs –, die WolfgangseeSchifffahrt, deren Flotte aus vier modernen Schiffen und einem Nostalgieschiff besteht, die FestungsBahn – eine der ältesten Standseilbahnen Österreichs – auf die Festung Hohensalzburg, dem MönchsbergAufzug, der die Gäste in wenigen Sekunden von der Altstadt in die grüne Oase des Mönchsbergs bringt, und das interaktive Erlebnismuseum WasserSpiegel.
Vor allem der Wolfgangsee und der Schafberg – zwei der „5 Schätze“ – wo Mitte vorigen Monats im in der Talstation der SchafbergBahn angesiedelten „ErlebnisQuartier“ der Startschuss für den noch bis Ende April laufenden Genussfrühling „Salz in der Suppe 2026“ fiel, haben es Tobias Pürcher angetan: „Wir verbinden Bahnhof, See, Berg und Kulinarik – also genau die Orte, wo Menschen zusammenfinden.“
Die Tourismussparte der Salzburg AG – letztere steht im Eigentum des Landes und der Stadt Salzburg sowie OÖs und zeichnet primär für Energie, Verkehr & Telekommunikation verantwortlich – gilt als wichtiger Wirtschaftsfaktor für die gesamte Region. Tobias Pürcher geht es vor allem darum, „Innovation und Qualität in unseren touristischen Angeboten weiter zu stärken.“ Der Fokus liegt heuer vor allem in der stärkeren Vernetzung zwischen den Betrieben, der noch konsequenteren Ausrichtung auf Qualität & Erlebnis, dem Vorantreiben der Digitalisierung dort wo sie echten Mehrwert schafft, und mehr Raum für Zusammenarbeit, Innovationskraft und Eigenverantwortung zu schaffen. Hybridformate sollen professioneller und interaktiver umgesetzt werden.
Den aktuellen Trends der Locations & Events zufolge weichen Massenveranstaltungen kleineren, gezielteren Formaten. Events sollen demnach nicht mehr nur groß oder spektakulär sein, sondern bewusst, wirkungsvoll und messbar. Der Fokus liegt auf echten Verbindungen („authentic connections“). Events werden als „Geschichte“ mit Anfang, Höhepunkt und starkem Ende organisiert.
Erstellt am: 17. April 2026
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