Print-Ausgabe 15. Jänner 2026

Laut Ministerin Olga Kefalogianni war 2025 ein weiteres Rekordjahr im griechischen Tourismus
Die Branche steuert je nach Berechnung direkt bis zu einem Fünftel zum BIP bei – das für heuer angekündigte „Weißbuch“ legt die langfristige Strategie fest
Die lange Zeit angeschlagene griechische Wirtschaft zeigt starke Lebenszeichen. 2025 gab es laut Tourismusministerin Olga Kefalogianni ein weiteres Rekordjahr im Tourismus und „die Indikatoren für 2026 sind bereits jetzt besonders ermutigend.“ Ein Wermutstropfen ist das globale Umfeld, von dem vieles abhängt, wobei der griechische Bevölkerungsrückgang, die Wasserknappheit und steigende Lebenshaltungskosten zusätzliche Herausforderungen darstellen.
Insgesamt begann das Jahr 2026 für Griechenland aber positiv, wie Finanzminister Kyriakos Pierrakakis betonte. Er leitet seit Dezember die „Eurogruppe“, ein informelles Treffen der Finanzminister der Eurozone, und trat damit die Nachfolge des bisherigen „Eurogruppen“-Präsidenten Paschal Donohoe (Irland) an, der im November 2025 von dem Posten zurückgetreten war.
Griechenland prognostiziert für heuer ein BIP (Bruttoinlandsprodukt)-Wachstum von 2 %, wobei dem Tourismus eine tragende Rolle zukommt. Er steuert – je nach Berechnung von internationalen Organisationen, wie UN Tourism, sowie Branchenverbänden, wie der Verband Griechischer Tourismusunternehmen SETE (die Abkürzung leitet sich aus dem Griechischen ab: Σύνδεσμος Ελληνικών Τουριστικών Επιχειρήσεων) – zwischen 13 und 20 % direkt zum BIP bei. Inklusive indirekter Effekte werden teils Werte von rund 25 bis über 30 % genannt. Der Tourismus gilt somit als zentraler Wachstumstreiber der griechischen Wirtschaft.
Im Jahr 2024 besuchten 40,7 Gäste Menschen Griechenland (+12,8 %). Bis inklusive September 2025 gab es ein weiteres Plus von +4 %, wie aus den Ende November veröffentlichten Daten der „Bank of Greece“ hervorgeht. Die Tourismuseinnahmen legten gar um 9 % zu und sollten für das Gesamtjahr 2025 auf 22,5 Mrd. Euro steigen.
Um den Erfolg des Tourismus zu prolongieren, kündigte Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis einen langfristigen Fahrplan für den Zeitraum 2030–2035 in Form eines Weißbuchs an, das 2026 veröffentlicht werden soll. U.a. geht es darin um die Verlängerung der Saison, um die Erschließung neuer Reiseziele sowie die Beschleunigung innovativer und nachhaltiger Initiativen. Das Weißbuch wird mit der bevorstehenden Tourismusstrategie der EU abgestimmt.
Erstellt am: 15. Jänner 2026
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