Print-Ausgabe 17. Juli 2026

Das Thailändische Fremdenverkehrsamt lud T.A.I. zu einer Pressereise ein, um Bangkok, das Leben in ländlichen Gemeinden und den TTM Plus 2026 kennenzulernen
Der Suvarnabhumi Airport (BKK), also der internationale Flughafen von Bangkok, wird seinem Namen voll gerecht: Denn „suvarnabhumi“ bedeutet soviel wie „Goldene Halbinsel“ oder „goldenes Land“. Den Namen hatte der vor zehn Jahren im Greisenalter verstorbene König Bhumibol für den im Herbst 2006 in Betrieb gegangenen Airport gewählt, weil er das Wort „Bhūmi“ enthält und sich auf das „buddhistische goldene Königreich“ bezieht. So viel zur Vorgeschichte dieser in mehrfacher Hinsicht einzigartigen Reise.
Bereits beim Transfer vom Flughafen ins Zentrum der 10-Millionen-Metropole Bangkok wurde das enorme Verkehrsaufkommen deutlich spürbar. Das „Chatrium Grand Bangkok“, ein 5-Sterne-Palast, wirkte dann wie eine Oase im Großstadtgetriebe. Die Poolanlage auf der Terrasse der 7. Etage – umgeben von Liegen unter schattenspendenden Palmen – bot einen ruhigen Rückzugsort fern vom Großstadtlärm.
Zum Ausruhen blieb aber nur wenig Zeit. Denn weiter ging es in das im Dezember 2025 eröffnete Museum für zeitgenössische Kunst und Kultur: Das „Dib International Contemporary Art Museum Bangkok“. Es bietet einen ersten Einblick in das moderne Bangkok. In einem renovierten Stahllagerhaus aus den 1980er Jahren werden Ausstellungen, Performances und Werke zeitgenössischer thailändischer Künstler gezeigt.

Voller Leben präsentierte sich der „Lumpini-Park“, Bangkoks größte „grüne Lunge” im Herzen der Stadt. Der Park erstreckt sich im Stadtteil „Silom“ über einen halben Quadratkilometer und besticht durch schattige Spazierwege sowie eine artenreiche Flora und Fauna. Am Ufer des zentralen Sees fühlen sich auch etwa zwei Meter lange Asiatische Wasserwarane wohl. Ein Besuch am späten Nachmittag fiel mit der täglichen Fitness-Stunde um 18:00 Uhr zusammen: Hunderte Menschen aller Altersgruppen folgen den auf einem Großbildschirm gezeigten Bewegungsabläufen. Der multifunktionale Stadtpark bietet also eine ruhige Kulisse für Freizeitaktivitäten im Freien.
Als Erweiterung wurde der angrenzende „Dusit Central Park“ angelegt – eine höher gelegene Grünfläche, durchzogen von Bachläufen und kleinen Wasserfällen. Vom höchsten Punkt aus überblickt man den angrenzenden „Lumpini-Park“, der von einer beeindruckenden Skyline hochaufragender Wolkenkratzer eingerahmt wird. Der Abend klang dann mit einem Dinner im Restaurant „Tham-Me Bangkok“ aus, wo man ausschließlich mit frischen, regionalen Zutaten verwöhnt wurde. Das Restaurant befindet sich an der „Banthat Thong Road“, einer der derzeit beliebtesten Food-Meilen Bangkoks mit zahlreichen innovativen Restaurants und Cafés.
Auf dem Weg nach Pattaya wurde am nächsten Tag die Hauptroute verlassen und das Dorf Takian Tia angesteuert. Hier erhielten Besucher authentische Einblicke in das Leben der Kokosnussbauern, ihre traditionellen Handwerkstechniken, sowie deren lokale Produkte. Das Dorf wurde als Kultur- und Reiseziel entwickelt und bietet vielfältige Aktivitäten. Bei einer geführten Radtour erlebten Gäste etwa, wie Kokosnüsse geerntet werden oder wie aus getrockneten Palmblättern Besen entstehen.

In einzelnen Familienbetrieben wurde die Kokosnuss zu speziellen Produkten verarbeitet: kaltgepresstes Kokosnussöl, Körperlotionen, Seifen und Lippenbalsam. Gäste wurden eingeladen, sich selbst handwerklich zu betätigen – etwa beim Bemalen von Kokosnussschalen oder beim Batiken von Stofftaschen mit Blütenabdrücken. Lokale Spezialitäten wie Kokoseis oder Bananenkrapfen stillten den Gusto auf Süßes. Zum Abschluss bereitete die Gemeinschaft gemeinsam eine Mahlzeit auf Kokosnussbasis zu. Diese authentische Erfahrung zeigte, wie Tourismusaktivitäten traditionelle thailändische Lebensweise und lokales Wissen bewahren.

Schließlich folgte das Einchecken im „Sea Sand Sun Resort“ in der Nähe von Pattaya, dem offiziellen Hotel der „Thailand Travel Mart Plus 2026“ (TTM Plus 2026). Die luxuriöse Anlage liegt inmitten eines tropischen Gartens mit Bachlauf, Poolvillen und Strandrestaurant – ideal für ein Dinner bei Sonnenuntergang mit thailändischem Buffet.

Am nächsten Vormittag stand eine Erkundung der Unterwasserwelt auf dem Programm. Vom „Sealyn Samaesarn Pier“ startete ein Ausflug mit einem überdachten Holzboot zu den unberührten Gewässern des Golfs von Thailand. Kurz vor der Insel Samaesarn wurde geankert und mit dem Beiboot zu den Korallenbänken gefahren. Der Guide demonstrierte die Wirkung von Fütterung: Kaum verteilt er Futter im Wasser, wird man von Dutzenden bunten Fischen umschwärmt – ein faszinierendes Naturschauspiel, das man im klaren, warmen Wasser treibend genießt. Zurück an Deck wurde das Mittagessen serviert – ein genussvolles Mahl bei angenehmer Brise. Danach ging es direkt zum „NICE Convention Center Pattaya“ zur Teilnahme an der „Thailand Travel Mart Plus 2026.“

Bis Anfang Juni 2026 verzeichnete Thailand 55.375 Ankünfte aus Österreich – ein Rückgang von 3,4 % gegenüber dem Vorjahr, hauptsächlich aufgrund von Umsteigeproblemen im Nahen Osten. Direktflüge Wien–Bangkok von Austrian Airlines (täglich mit Boeing 777-200) und EVA Air (viermal pro Woche mit Boeing 787-10) verbessern die Anbindung.
Für Franz Vtelensky, Brokertravel (das Klosterneuburger Reisebüro organisiert regelmäßig Studienreisen sowie Gruppenreisen nach Thailand und arbeitet dabei mit Hotelpartnern und der TAT zusammen), der als österreichischer Einkäufer auf der TTM Plus 2026 präsent war, „ist es jetzt bei rückläufigen Buchungen besonders wichtig, einzigartige Pakete zu schnüren. Ich kenne Südostasien seit 40 Jahren, aber Thailand bleibt unübertroffen – durch Kulinarik, Gastfreundschaft und Hotelqualität bei ausgezeichnetem Preis-Leistungs-Verhältnis.“ Sein Tipp für Bangkok: „Ein Hotel am Flussufer, wo man nach anstrengenden Besichtigungen den Tag entspannt direkt am Wasser ausklingen lassen kann.”
Bis Anfang Juni 2026 verzeichnete Thailand mehr als 14 Mio. internationale Besucher und erzielte Tourismuseinnahmen von etwa 679 Mrd. Baht(rund 17,69 Mrd. Euro). Darauf aufbauend verfolgt die TAT (Tourism Authority of Thailand) einen qualitätsorientierten Ansatz: Sie möchte das Vertrauen stärken und die prognostizierten Tourismuseinnahmen von 2,65 Billionen Baht (ca. 68 Mrd. Euro) unterstützen – mit erwarteten 33 Mio. internationalen Ankünften für 2026.
Unter dem Leitgedanken „Healing is the New Luxury” positioniert die TAT Thailand als Reiseziel, an dem Natur, Kultur, thailändische Gastfreundschaft, Gastronomie, Wellness und der Kontakt zur lokalen Bevölkerung das Wohlbefinden fördern. Diese Botschaft unterstützt die „Value over Volume”-Strategie, indem sie Reisende anspricht, die Ausgeglichenheit, Erholung und innere Ruhe suchen. Wellness bleibt ein zentraler Wachstumsbereich, der auf Prävention und Lebensqualität ausgeweitet wird. Thailands Wellness-Wirtschaft erreichte 2024 ein Volumen von 42,7 Milliarden US-Dollar mit anhaltendem Wachstumspotenzial.
Zum Abschluss führte Chanyuth Sawetsuwan, Direktor der TAT Frankfurt, seine Gäste in den touristisch noch kaum erschlossenen Teil Zentral-Thailands nach „Chantaburi“. Das 300 Jahre alte Flussufer-Viertel besticht durch seine Mischung aus thailändischer, chinesischer und europäischer Architektur. Die Reise endete mit einer Übernachtung im luxuriösen Hotel Paradee auf der Insel Koh Samét – in einer Poolvilla direkt am Strand. Ein traumhafter Sonnenaufgang sorgte für einen stimmungsvollen Abschied von Thailand.
Erstellt am: 17. Juli 2026