Kroatien
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Starke Performance 2025 für die „Republika Hrvatska“! Kein Rückgang aus Österreich

T.A.I. 24 TOP News

Allen Unkenrufen zum Trotz – sie kritisieren vor allem den Anstieg der Tourismuspreise – konnte Kroatien auch 2025 sowohl bei den internationalen Ankünften und Übernachtungen als auch bezüglich der finanziellen Performance neue Rekorde erzielen. Während es aber vor allem aus Mitteleuropa Rückgänge gab – laut Statistik des kroatischen Zentralen Statistikamtes (CBS) auch aus Österreich, nicht aber beim „e-visitor-System“, dem gesetzlich vorgeschriebenen Meldesystem für Gäste in Kroatien, mit dem die Kroatische Zentrale für Tourismus arbeitet – sprechen die Ergebnisse eine deutliche Sprache: „Die Zahlen für 2025 unterstreichen, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, betonte dieser Tage der Direktor der Kroatischen Zentrale für Tourismus in Österreich, Branimir Tončinić.

Laut den Daten des Zentralen Statistikamtes (CBS) wurden im Vorjahr insgesamt 20,7 Mio. Ankünfte (+2,2 %) und 94,8 Mio. Übernachtungen (+1,2 %) registriert. Sowohl ausländische Gäste kamen und blieben häufiger (17,6 Mio. Ankünfte, +1,4 %, 85,6 Mio. Nächtigungen, +0,8 %), als auch Kroatiens Inlandsgäste, dem zweitstärksten Quellmarkt. Und laut der Kroatischen Nationalbank (HNB - Hrvatska narodna banka) beliefen sich die Gesamteinnahmen aus dem Ausland auf 15,298 Mrd. Euro (+1,9 %).

Österreich internationales Herkunftsland Nummer 3

Nach Deutschland (3,07 Mio. Ankünfte, 21,1 Mio. Nächtigungen) und Slowenien (1,57 Ankünfte, 7,9 Mio. Übernachtungen) ist Österreich das drittstärkste ausländische Herkunftsland. Doch während die Deutschen (laut CBS -4,2 % bzw. -5,5 %) und die Österreicher:innen (gemäß CBS -0,6 % bzw. -1,1%) Rückgänge verbuchten, kamen die Slowen:innen häufiger (nach dem CBS +4,0 % und +3,3 %). Zum Teil starke Zuwächse gab es aus UK, Frankreich, Spanien, Schweden, Kanada sowie den USA.

Anders als das CBS zeigen die Zahlen des „e-visitor“-Systems für den österreichischen Markt 2025 ein erfreuliches Bild: Die Ankünfte aus Österreich stiegen um +1,57 %, die Nächtigungen um +0,14 %, was also ein leichtes Plus und keinen Rückgang ergibt. Diese Auswertung erklärt auch die positive Einschätzung des österreichischen Marktes von Branimir Tončinić.

Regional betrachtet bleibt die Adria-Region Kroatiens das dominierende Reiseziel, während Nordkroatien das stärkste Wachstum aller Regionen verzeichnete. Auf Kreisebene liegt Istrien mit fast einem Drittel aller Übernachtungen in Kroatien an erster Stelle.

Interessant ist, dass die Zahl der Unterkünfte und der angebotenen Betten gegenüber 2024 leicht zurückging (-1,4 % bzw. -1,6 %), jene der Hotels aber einen Kapazitätsanstieg verzeichnete.

Längere Saison, Mahnung an der Preisfront

Laut der Kroatischen Nationalbank dürfte auch die Saisonverlängerung Wirkung zeigen, denn besonders erfreuliche Daten stammen aus dem vierten Quartal (Oktober bis Dezember): Die Wachstumsrate erreichte dabei +3,8 % mehr als im gleichen Zeitraum 2024. Dieses Ergebnis deutet darauf hin, dass die Abhängigkeit von den Sommermonaten – diese dominieren aber weiterhin, und zwar extrem – geringer wird.

Trotz dieser zweifelsohne erfolgreichen Entwicklung mahnt Tourismusminister Tonči Glavina „ein hohes Maß an Verantwortung im Jahr 2026“ ein, vor allem bei der Preispolitik: „Der Schlüssel zum Überleben liegt darin, die Wettbewerbsfähigkeit und Qualität des Angebots im Verhältnis zum Preis zu erhalten.“

Interessant ist ergänzend dazu folgender weiterführender Bericht:
Kroatischen Zentrale für Tourismus

Jahr der Rekorde! Österreich als Auslandsmarkt Nummer 3 in Kroatien über dem Vorjahr

11. Dezember 2025 | International

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