Übernachtungen & Top-Quellmärkte

Mit Natur, Wellness und Luxus! Länder Nordeuropas auf Höhenflug

Print-Ausgabe 17. April 2026

Nordeuropa

Die Region Nordeuropa konnte im Vorjahr mehr als 90 Mio. Übernachtungen von internationalen Gästen verzeichnen

Die Region vom Baltikum bis an die Arktis, von Dänemark bis ans Nordkap verzeichnete im Vorjahr einen Höhepunkt bei internationalen Gästen

Nordeuropa – also Dänemark, Schweden, Norwegen, Finnland, Island, Estland, Litauen und Lettland sowie Grönland – spielt 2026 im internationalen Tourismus als Natur, Wellness und „mindful luxury“ Region eine bedeutende Rolle. Das war auch im Vorjahr so, als die sich vom Baltikum bis an die Arktis erstreckende Region mit mehr als 90 Mio. Übernachtungen internationaler Gäste einen absoluten Hype verzeichnete.

Wie viel es genau waren, steht noch nicht fest, denn Litauen hat bislang nur Zahlen für 2024 veröffentlicht und Dänemark (dieses Land kommt auf nahezu 40 % aller Nächtigungen der genannten Länder Nordeuropas) nur jene der Übernachtungen internationaler Gäste. An der Spitze der Übernachtungen internationaler Gäste steht also Dänemark mit 35,3 Mio. (+3,1 %). Auf Platz 2 folgt bereits Schweden mit 18,622 Mio. internationalen Nächtigungen (+10,8 %) bei 8,755 Mio. ausländischen Gästen (+2,6 %). Dahinter kommt Norwegen, das es auf 14,17 Mio. internationale Übernachtungen brachte (14 %), wobei für die 7,2 Mio. ausländischen Gäste keine Prozentzahl der Veränderung bekannt gegeben wurde.

Die weiteren Länder mit Finnland, Island und dem Baltikum folgen mit großem Abstand, während Grönland mit 300.000 Nächten gar auf nur ein Zehntel der Übernachtungen von Litauen und Lettland kommt. Stärkstes Land dieser drei Staaten ist Estland mit rund 3,8 Mio. Nächtigungen.

Wobei sich am Beispiel Estland deutlich die Unterschiede der jeweils drei führenden Quellmärkte zeigen: Während es dort Finnland, Lettland und Deutschland ist, sind es in Litauen die Polen, die Deutschen und die Weißrussen. Lettland wiederum zählt als drei Top-Märkte die Litauer, die Esten und die Deutschen. Letztere dominieren das Incoming Dänemarks, Schwedens und Norwegens, während die USA in Island die Nase vorne haben. In Grönland sind es logischerweise die Dänen (es gilt als gleichberechtigter Teil des Königreiches Dänemark), während die USA dort an zweiter Stelle rangieren.

Österreich findet sich als kleines Herkunftsland logischer Weise nicht unter den Top-Quellmärkten, wobei aber für österreichische Reisebüros und -veranstalter vor allem jene Nordeuropa-Ziele interessant sind, die sich gut in Rund- und Studienreisen verpacken lassen, mit Fokus auf Natur, Mitternachtssonne, „slow travel“ und deutschsprachige Endkunden.

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