Lufthansa Group - Ergebnisse 2016

Schwache Kranich-Margen! Austrian bleibt unter den Erwartungen

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Lufthansa-CEO Carsten Spohr veröffentlicht heute den Geschäftsbericht 2016 des Konzerns. Daraus geht hervor, dass der Umsatz des Unternehmens im Vorjahr um 1,2 Prozent auf 31,66 Mrd. Euro rückläufig war, getrieben vor allem von den Verkehrserlösen, die um 3,3 Prozent auf 24,66 Mrd. Euro sanken. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT), also das operative Ergebnis, kletterte hingegen um 35,7 Prozent auf 2,275 nach oben.

Treiber der positiven Entwicklung war das Geschäftsfeld „Passage Airline Gruppe“, zu der neben Lufthansa auch Swiss, Austrian Airlines und Eurowings zählen (seit heuer auch Brussels). Dessen EBIT stieg um 43 Prozent auf 2,095 Mrd. Euro, während die Frachtsparte („Logistik“) ein negatives EBIT aufweist und die operativen Gewinne von Catering um -29,4 Prozent auf 60 Mio. Euro sowie Technik um -8,5 Prozent auf 410 Mio. Euro zurückfielen.

Verbesserter Kranich

Innerhalb der „Passage Airline Gruppe“ bot sich ein recht unterschiedliches Bild. Am besten entwickelte sich Lufthansa selbst, die zwar – dem internationalen Trend entsprechend rückläufige Umsätze hinnehmen musste, ihr bereinigtes EBIT aber auf 1,135 Mrd. Euro mehr um mehr als ein Viertel verbesserte und die Gewinn-Marge auf 7,4 Prozent anheben konnte – ein im internationalen Vergleich nicht berauschender Wert.

Starke Swiss

Swiss liegt weiterhin deutlich darüber, obwohl ihre operative Marge von 10,2 Prozent in 2015 für 2016 nur noch bei 9,3 Prozent absackte. Mit 80,2 Prozent weist Swiss aber weiterhin die höchsten Auslastungswerte der „Passage Airline Gruppe“ auf, wobei auch dieser Wert rückläufig war.

Schwache Austrian-Marge

Austrian Airlines konnte sowohl Umsatz als auch EBIT steigern, doch mit einer operativen Marge von 2,7 Prozent lieferte sie ein mageres Ergebnis. Die Auslastung war mit -1,9 Punkten auf 76,1 Prozent rückläufig und die schlechteste der Gruppe.

Hohe Eurowings-Anlaufkosten

Bezüglich Ergebnis (-91 Mio. Euro) und damit negativer operativer Marge bildet die im Aufbau befindliche Billig-Airline Eurowings das Schlusslicht. Mehr als die Hälfte des Ergebnisrückganges gehen allerdings auf einmalige Anlauf- und Einmalkosten zurück.

Für heuer gibt sich Lufthansa-CEO Carsten Spohr eher zurückhaltend. Er geht von einem bereinigten EBIT leicht unter dem Vorjahr – also 2016 – aus.

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Erstellt am: 16. März 2017

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