Airberlin-Sanierung

1,8 Mrd. Euro Deal! 40 Airberlin Jets im Wetlease für Austrian & Eurowings

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Die Würfel rund um den Lufthansa-Airberlin-Deal sind heute Abend gefallen. Der Kranich-Konzern übernimmt mit Sommerflugplan 2017 im Wetlease 40 Airbus Jets der A320-Familie. 35 davon werden bei Eurowings eingesetzt, fünf bei Austrian Airlines.

Der Deal ist grob geschätzt rund 300 Mio. Euro pro Jahr wert und soll sich vorerst über sechs Jahre erstrecken (in Summe also ca. 1,8 Mrd. Euro). Die Maschinen werden laut Lufthansa CEO Carsten Spohr und Airberlin CEO Stefan Pichler vom Lufthansa-Konzern in Form eines Wetlease (ACMI - Aircraft, Crew, Maintenance and Insurance) übernommen, also inklusive der Crews von Airberlin. Diese reduziert ihr Netzwerk auf Flüge von und in die Drehkreuze Berlin und Düsseldorf, wofür eine Flotte von 75 Flugzeugen (inklusive der 18 Q400 für die Kurz- und Mittelstrecke sowie 17 Langstecken-Jets Airbus A330-200) ausreicht.

Noch nicht finalisiert ist die Entscheidung über das Touristikgeschäft der Airberlin, zu dem auch die Österreich-Tochter FlyNIKI mit ihren 18 Airbus A319, A320 und A321 gehört. Geplant ist die Zusammenfassung in einen eigenen Geschäftsbereich, für den eine Kooperation mit TUIfly im Gespräch ist. Zwischen Airberlin und TUIfly besteht seit 2009/2010 ein Wetlease-Abkommen, in dessen Rahmen 14 Boeing 737-700 von TUIfly im Wet-Lease für Air Berlin betrieben werden. Dieser Wet-Lease Vertrag hat eine Laufzeit bis 2019.

Zurück zum Lufthansa-Deal: die Flotte von Eurowings wächst dadurch von derzeit 90 auf künftig 125 Flugzeuge. Die von Airberlin angemieteten Jets werden in den Farben der Eurowings fliegen. Die Flugzeuge sollen ihre Heimatbasis an insgesamt sieben deutschen Flughäfen sowie in Wien und im künftigen Eurowings-Hub Palma de Mallorca haben.

Weitere fünf Airbus A320 werden von Austrian Airlines im Rahmen der „Next-Level-Austrian“-Strategie angemietet. Diese werden am Heimatflughafen Wien stationiert. Die Einflottung wird gestaffelt erfolgen. Details über die „Next-Level-Austrian“-Strategie werden am Donnerstag, dem 29. September, von Austrian CEO Kay Kratky, CCO Andreas Otto und CFO Heinz Lachinger im Rahmen eines Mediengesprächs bekannt gegeben. T.A.I. wird berichten.

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Erstellt am: 28. September 2016

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