Standpunkt

Kein Licht im Dunkel

Print-Ausgabe 14. Dezember 2018

Weihnachten ist „Licht ins Dunkel“-Zeit. Nur leider nicht dort, wo hohes öffentliches Interesse bestünde, Licht ins Dunkel behördlicher Maßnahmen zu bringen: Das Deutsche Luftfahrtbundesamt (LBA) hat Air Cairo und FlyEgypt mit Landeverboten belegt. Aussendung gab’s dazu bislang keine. Was insofern nicht verwundert, als die letzte Pressemeldung des LBA eineinhalb Jahre zurückliegt. Und auch sonst wird nix verraten: „Wir äußern uns nicht zu laufenden Verfahren“, lautete die stereotyp wiederholte LBA-­Antwort auf T.A.I.-Anfragen. Angeblich sind’s irgendwelche Catering-Dinge, die nicht passen. Aber eben nur angeblich. Nach Österreich und in alle anderen Länder Europas dürfen Air Cairo und FlyEgypt weiter fliegen: Beide stehen NICHT auf der schwarzen EU-Liste, die im November erneuert wurde und die auch für Deutschland gilt. Also gelten sollte.

Von „Licht ins Dunkel“ ist man auch hierzulande Lichtjahre entfernt. Das BMVIT (Verkehrsministerium) verwies T.A.I. bezüglich Air Cairo und FlyEgypt an AustroControl. Von dort kam die Antwort prompt zurück: „In dieser Sache ist das BMVIT zuständig.“ Zur Info: AustroControl gehört zu 100 Prozent der Republik, vertreten durch das BMVIT. Damit liegt über den kuriosen Erlaubnisverboten von Air Cairo und FlyEgypt weiterhin ein nebuloser Schleier. Zum Leidwesen der zigtausenden Betroffenen dies- und jenseits des Walserbergs, bedauert in diese Angelegenheit kein Licht ins Dunkel bringen zu können der

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Erstellt am: 14. Dezember 2018

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