Tourismuspolitik

Grünes Licht für MWSt.-Senkung! Ab November 2018 wieder 10%

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Die neue Bundesregierung hat in ihrem Arbeitsprogramm „Zusammen. Für unser Österreich. 2017 – 2022“ die Umsetzung einiger zentraler Anliegen der Tourismuswirtschaft vorgesehen. Das wichtigste betrifft die Rücknahme der MWSt.-Erhöhung auf Logis von derzeit 13 auf künftig wieder 10 Prozent.

Konkret ist dafür im Regierungsprogramm der Termin 1. November 2018 vorgesehen. Ab der Wintersaison 2018/2019 gelten somit wieder einheitlich 10 Prozent auf Verpflegung und Logis. Die mit Mai 2016 eigeführte Erhöhung auf 13 Prozent für Logisleistungen war heftig umstritten. Sie hat dem Bund zwar Mehreinnahmen von rund 140 Mio. Euro alleine im Zeitraum Mai 2016 bis März 2017 beschert, dies ging aber überwiegend zulasten der Betriebe: für die meisten von ihnen war in Durchreichen der höheren MWSt. und weiterer Kosten nicht möglich, die Erhöhung schlug somit beim Betriebsergebnis negativ durch (Analyse siehe diesen Link >>)..

Die ab 1. November 2018 wirksame Rücknahme der Erhöhung wird also zu einer spürbaren Entlastung des Beherbergungs-Bereiches führen. Es aber nicht die einzige geplante Maßnahme der Bundesregierung in Sachen Tourismus, dem ein eigenes Kapitel im Regierungsprogramm gewidmet ist und der darüber hinaus in zahlreichen weiteren Punkten Erwähnung findet. Die wichtigsten Vorhaben lauten:

  • Senkung der Umsatzsteuer auf Übernachtungen von 10 auf 13 Prozent (vorgesehen ab 1. November 2018);
  • Anpassung der Abschreibungsdauer an die tatsächlichen Nutzungsdauern (bei der Steuerreform 2015 wurde die AfA - Abschreibung für Abnutzung anstatt gesenkt von 33 auf 40 Jahre erhöht);
  • Schaffung praxisgerechter Arbeitszeitregelungen (seit Jahren ein großes Anliegen des Tourismus);
  • Regionalisierung der Mangelberufsliste;
  • Abstimmung der Rot-Weiß-Rot-Karte auf die Bedürfnisse der Tourismuswirtschaft sowie Anpassung der Berufsbilder;
  • Umsetzung des bereits ausverhandelten Saisonverlängerungsmodells;
  • Erleichterte Betriebsanlagengenehmigungen für Beherbergungsbetriebe bis 30 Betten;
  • Erleichterungen bei der Betriebsübergabe und der familienhaften Mitarbeit;
  • Beschleunigung von Visaverfahren;
  • Erleichterungen für Schulskikurse und Wintersportwochen;
  • Nichtraucherschutz in Anlehnung an das „Berliner Modell“ – letzteres hat medial für hohe Wogen gesorgt. Kommentar siehe diesen Link >

Das Regierungsprogramm im vollen Wortlaut findet sich hier >>

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Erstellt am: 18. Dezember 2017

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