Tourismus Statistik

Winterbilanz durchwachsen! Aufwand je Nächtigung rückläufig

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In den ersten fünf Monaten der Wintersaison 2015/16 erwirtschaftete der österreichische Tourismus vorläufigen Berechnungen des WIFO zufolge mit 12,04 Mrd. Euro einen Umsatzzuwachs von 6,7 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2014/15. Doch von diesen Zahlen darf man sich nicht täuschen lassen. Den Schalttag im Februar und den frühe Ostertermin im März 2016 berücksichtigt, schmilzt der Zuwachs auf nominell 3,1 Prozent zusammen. Bezieht man noch die Inflation mit ein, verbleibt lediglich ein Umsatz-Plus von 2 Prozent übrig.

Dem steht allerdings ein deutliches Nächtigungs-Wachstum gegenüber. Unbereinigt legte das Übernachtungsvolumen zwischen November 2015 und März 2016 um 6,6 Prozent auf 65,84 Millionen Übernachtungen zu. Bereinigt um den erwähnten Schalttageffekt und den Ostereffekt sind es plus 2,9 Prozent.

Stellt man dem touristischen Umsatz die Übernachtungen gegenüber, ergibt sich der Qualitätsindikator „realer Aufwand je Nächtigung". Der weist für die bisherige Wintersaison allerdings ein Minus von -0,9 Prozent aus, hat sich also rückläufig entwickelt. Bis Ende Jänner waren es noch -0,8 Prozent.

Zu bedenken ist noch, dass laut Susanne Markytan vom WIFO die erfassten Aufwendungen je Nächtigung auch jene von Tagesgästen umfassen. „Ein sinkender Wert des Indikators ‚Aufwand je Nächtigung‘ kann daher auch auf eine geringere Zahl bzw. geringere Ausgaben von Tagesgästen hinweisen“, so Markytan.

Aufgrund der prekären Schneelage sowie der Grenzkontrollen zwischen Österreich und Deutschland dürfte die Zahl der Tagesbesucher gesunken sein. Markytan: „Der Indikator Aufwendungen je Nächtigung würde somit selbst bei gleichbleibenden Ausgaben der nächtigenden Touristen sinken.“ Ob dies tatsächlich der Fall war, wird sich erst bei der detaillierten Analyse herausstellen.

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Erstellt am: 02. Mai 2016

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