Alpen Tourismus

Neuer Präsident, gleiche Ziele! AlpNet stellt Weichen für die Zukunft

Print-Ausgabe 8. Februar 2019

An der Spitze steht künftig Damian Constantin von Valais/Wallis Promotion – mit
Salzburg ist seit dem Vorjahr ein zweites österreichisches Bundesland AlpNet-Mitglied 

Einen neuen Vorstand erhalten hat das alpenweite Tourismusnetzwerk „AlpNet“ (die Organisation repräsentiert rund 70 Prozent der Übernachtungen im Alpenraum). Gründungs-Präsident Josef Margreiter (r.), langjähriger Chef der Tirol Werbung, wechselte wie berichtet mit Jahresbeginn in die Tirol Holding, wodurch er nicht mehr für die Präsidentschaft zur Verfügung stehen kann. Zu seinem Nachfolger an der AlpNet-Spitze wurde deren bisheriger Vizepräsident Damian Constantin (l.), Direktor von Valais/Wallis Promotion, gewählt. Als Vizepräsidenten fungieren künftig die Direktoren von Allgäu Tourismus, Bernhard Joachim, und Trentino Marketing, Maurizio Rossini. Das Generalsekretariat mit Sitz in Tirol liegt weiterhin in Händen von Bettina Haas.

Erfreulich ist, dass zu den zehn Mitglieds-Destinationen mit dem Salzburger Land Tourismus seit Anfang 2018 nun auch eine zweite LTO (Landestourismus Organisation) aus Österreich zu Alp­Net angehört. Lange Zeit gab es diesbezüglich ein Solo der Tirol Werbung.

Die Schweiz ist mit vier Destinationen vertreten (BE! Tourism, Graubünden Ferien, Luzern-Vierwaldstättersee sowie Valais/Wallis Promotion), aus Italien kommen zwei Mitglieder (IDM Südtirol und Trentino Turismo), Frankreich und Deutschland sind mit je einer dabei: Auvergne Rhône-Alpes Tourisme und (ebenfalls seit Anfang 2018) Allgäu Tourismus.

Anfängliches Highlight von Alp­Net war die von 2011 bis 2016 im jährlichen Rhythmus abgehaltene Netzwerkveranstaltung theALPS. Ob und wann es ein solches Event wieder geben wird, steht allerdings noch nicht fest. „Für die nächste theALPS haben wir uns bewusst kein Zeitlimit gesetzt“, so Bettina Haas.

Ungeachtet dessen, treffen sich die AlpNet-Partner mindestens drei- bis viermal im Jahr. Der Fokus von AlpNet liegt derzeit auf den Bereichen Wintersport, Alpensommer, Nachhaltigkeit und Wertschöpfung sowie dem Thema neue Märkte für den Urlaub in den Alpen. Geplant sind gemeinsame Studien, beispielsweise über das Potenzial der Alpengastronomie, sowie eine Intensivierung des Erfahrungsaustauschs, auch auf operativer Ebene.

AlpNet repräsentiert rund 70 Prozent der auf 386 Millionen pro Jahr geschätzten Übernachtungen im Alpenraum, der sich über 1.200 Kilometer Länge und 250 Kilometer Breite sowie sieben Länder erstreckt. Dem Tourismus kommt eine wichtige Rolle zu. Laut CIPRA (Commission International pour la Protection des Alpes) sorgen die knapp 100 Millionen Nächtigungsgäste für eine touristische Wertschöpfung von rund 50 Mrd. Euro.

Von „Overtourism“ kann trotzdem nicht die Rede sein: Insgesamt fußt das Einkommen nur in etwa 10 Prozent der Alpengemeinden direkt auf Tourismus und nahezu die Hälfte aller Gästebetten ist auf 5 Prozent der Gemeinden konzentriert. Rund 37 Prozent der Gemeinden besitzen sogar keine einzige Übernachtungsmöglichkeit.

AlpNet und theALPS

Erste Versuche, ein Alpen-Netzwerk der Tourismusorganisationen zu schaffen, gab es durch den langjährigen Chef der Tirol Werbung Josef Margreiter bereits im Jahr 2000 auf der ITB in Berlin. Es dauerte dann zehn Jahre, bis es in Innsbruck mit dem „Prolog“ (Lobbying-Veranstaltung) von theALPS soweit war: Im darauffolgenden Frühjahr ging die erste Netzwerkveranstaltung theALPS inklusive Symposium, Award und Handelsraum über die Bühne. 2012 erfolgte die Gründung des Trägervereins Alp­Net. Ab 2013 ging theALPS auf Wanderschaft (Chamonix Mont-Blanc, Arosa und Moena im Val die Fassa), bis sie 2016 (vorerst letzte Veranstaltung) mit den Austragungsorten Innsbruck und Sölden wieder nach Tirol zurückkehrte. 

Artikel teilen per Mail verschicken ausdrucken

Erstellt am: 08. Februar 2019

Kommentar schreiben

Bitte die Netiquette einhalten. * Pflichtfelder

Nach oben