Print-Ausgabe 13. Februar 2026

„Im Vorjahr hatten wir bei Robinson das beste Jahr der Geschichte, mit mehr Kunden und einem neuen Club in Österreich“, berichtet Bernd Mäser
Mr. Robinson und Mr. TUI Magic Life, Bernd Mäser, weilte vor kurzem in Wien – T.A.I. nutzte die Gelegenheit und traf ihn zu einem Interview
Sie betreiben mehr als 460 Hotels weltweit, mit 12 Kernmarken die alle Bereiche der Ferienhotellerie von preisbewusst (wie Aqi oder TUI Suneo) bis Luxus (wie Royalton und the Mora) umfassen: die TUI Hotels & Resorts. Mit ihren globalen Brands vom Schlage einer RIU-Kette (rund 100 Hotels in 22 Ländern), TUI Blue (über 100 Häuser in 19 Ländern), den Robinson Clubs oder TUI Magic Life zählen sie zu den Matchwinnern des Konzerns: Im Geschäftsjahr 2024/2025 sorgten sie mit einem bereinigten EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) von 735 Mio. Euro (+13,5 %) für 50,4 % des Gewinns der gesamten TUI Group.
Konkret umfasste das Segment „Hotels & Resorts“ im letzten Geschäftsjahr 463 Hotels mit zusammen 337.699 Betten. Rund 45 % wurden im Rahmen von Managementverträgen betrieben, ein knappes Drittel (31 %) befand sich im Eigentum der jeweiligen Hotelgesellschaft, 18 % der Anlagen wurden über Franchisevereinbarungen geführt, und 6 % waren gepachtet.
Innerhalb der TUI-Hotelorganisation fungiert Bernd Mäser als Managing Director bzw. Sprecher der Geschäftsführung der Marken Robinson und TUI Magic Life. Zusammen mit Artur Gerber zeichnet er zudem als Geschäftsführer für die TUI Hotel Betriebsgesellschaft mbH verantwortlich. Bernd Mäser weilte vor kurzem in Wien. T.A.I. traf ihn zu einem Interview.
T.A.I.: Wann waren Sie das letzte Mal in Wien?
Bernd Mäser: „Ich bin schon lange nicht mehr in Wien gewesen, seit ich vor 10 Jahren bei der TUI war. Davor war ich öfters in Wien, vor allem bei der LFPI Gruppe, bei der ich Deutschland-Geschäftsführer war und deren Hotelgeschäft in Deutschland aufgebaut habe. Normalerweise bin ich um diesen Zeitraum herum – also im Jänner und Februar – in fernen Ländern unterwegs, um dort unser Hotelportfolio zu erweitern.“
T.A.I.: Wie viele Hotelmarken gibt es denn derzeit bei der TUI?
Bernd Mäser: „Die TUI hat 12 Hotelmarken, wobei ich, gemeinsam mit Artur Gerber, für die sechs Eigentumsmarken zuständig bin, darunter natürlich auch Robinson. Wir haben derzeit 26 Robinson Clubs in 15 Ländern, darunter vier auf der Fernstrecke sowie jenen auf den Kapverden, die wir aber zur Mittelstrecke dazuzählen. Zumindest drei in der Ferne kommen in den nächsten Jahren dazu, ab 2028 in Sansibar sowie der Salalah Region im Oman und 2029 im Meifan Sailing Port im Yangtze-River-Delta in China.“
T.A.I.: Wie sieht es bei TUI Magic Life aus?
Bernd Mäser: „Da haben wir aktuell 16 Clubs in sechs Ländern, sechs in der Türkei. Ich bin seit 2020 auch für Magic Life zuständig, als Magic Life in die Robinson Club GmbH integriert wurde. Magic Life hat viele internationale Gäste, wobei sich die deutschsprachigen Länder und Großbritannien die Waage halten. Der Club ist also viel internationaler als Robinson, der aber auch einen internationalen Mix hat, vor allem in der Ferne. Wir holen dort, also in der Ferne, neue Kunden. Im Vorjahr hatten wir übrigens bei Robinson das beste Jahr der Geschichte, mit mehr Kunden und höheren Preisen. Die Auslastung stieg um weitere 2 Prozentpunkte und die Durchschnittsrate um 3,5 % auf 116 Euro. Es sind also nicht nur zusätzliche Clubs, die uns wachsen lassen.“
T.A.I.: Sie meinten bei „TUI Travel Talk“ anlässlich der Ferien-Messe Wien, dass man vor Wachstum keine Angst haben sollte. Wie ist das zu verstehen?
Bernd Mäser: „Wenn wir mehr Clubs bauen, haben wir automatisch mehr Gäste. Und wir haben ein tolles Angebot. Wir werden also nicht den nächsten Club z.B. in der Türkei errichten, sondern in anderen Regionen. Die Kund:innen gehen übrigens auch aus den Clubs hinaus, um die Destinationen kennenzulernen. Ein gutes Beispiel, dass man vor Wachstum keine Angst haben sollte, sind Griechenland und Zypern: Früher hatten wir dort zwei Anlagen (Kyllini auf den Westpeloponnes und Daidalos auf Kos), dann haben wir zwei weitere aufgemacht (Cyprus auf Zypern und Ierapetra auf Kreta) und es gab überhaupt keine Probleme mit der Menge.“
T.A.I.: Magic Life war ja ursprünglich ein österreichischer Club. Wie österreichisch ist er heute?
Bernd Mäser: „Der Treiber von TUI Magic Life als Quellmarkt ist und bleibt Österreich.“
T.A.I.: Wie entwickelt sich Robinson in Österreich?
Bernd Mäser: „Wir haben, seit Silvi Redo da ist, also seit 15. Jänner 2015, den Robinson-Umsatz vervier- bis verfünffacht.“

Silvi Redo und Bernd Mäser bei der Ferien-Messe Wien
Erstellt am: 13. Februar 2026
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