„Alpine Hospitality Summit“

„Longevity“ und Kraftakt! Zwei Themen bewegen Österreichs Hotellerie

Print-Ausgabe 15. Mai 2026

Thomas Reisenzahn und Marco Riederer
Thomas Reisenzahn (l.) und Marco Riederer (r.) konnten eine positive Bilanz zum bereits 5. „Alpine Hospitality Summit“ ziehen

Beim ersten Thema geht es darum, „Langlebigkeit“ der Gäste in seinen unterschiedlichen Formen ins Angebot einzubeziehen, bei letzterem um eine Wiederbelebung des März

Es war eine Premiere, die im fünften Jahr des „Alpine Hospitality Summit“ von der Prodinger Tourismusberatung, der Anfang Mai in Kitzbühel über die Bühne ging. Denn es wurde mit „Hospitality meets Longevity“ ein Thema herausgegriffen, das am Vortag des eigentlichen „Summit“ für extreme Resonanz gesorgt hatte. Damit standen erstmals auch zwei Locations im Fokus: Am ersten Tag des „Longevity“-Programms war es das Hotel Rasmushof am Fuße des Hahnenkamms, am zweiten Tag der „Alpine Hospitality Summit“ im Hotel Grand Tirolia Kitzbühel.

Für die Geschäftsführer der Prodinger Tourismusberatung, Thomas Reisenzahn und Marco Riederer, hatte sich diese erstmals angebotene Erstreckung über eineinhalb Tage ausgezahlt. „Wir hatten uns 80 Teilnehmer:innen für das Thema ‚Hospitality meets Longevity‘ als Ziel gesetzt“, meinte Marco Riederer gegenüber T.A.I. Geworden sind es um die 120 Gäste (der „Summit“ zählte dann über 300 Teilnehmer:innen). Der Grund: Das Thema zählt zu einem der wichtigsten für die österreichische Hotellerie. Die im Vorjahr präsentierte „Longevity“-Studie der Prodinger Tourismusberatung war die bisher erfolgreichste, die das Team rund um Thomas Reisenzahn und Marco Riederer bisher produziert hatte. Moderatorin des Events „Hospitality meets Longevity“ war die darauf spezialisierte Uta Gruenberger, die auch das Impulsreferat hielt. Insgesamt gab es drei Panel-Diskussionen, denen Referate der jeweils drei Spezialist:innen vorangingen.

Langlebigkeit als Fokusthema

Für Spannung sorgte „Panel 2“, das unter dem Titel „Best Practice Strategien zum Thema ‚Langlebigkeit‘“ von drei Hoteliers gestaltet wurde: Stefanie Rist (CEO vom Hotel Post in Bezau), Sepp Fegerl (Geschäftsführer und ärztlicher Leiter des VIAMAYR Medical Health Resorts im Maria Wörth) und der Südtiroler Hannes Illmer (5-Sterne Hotel Villa Eden in Meran), der seine Ehefrau Angelika (sie saß im Publikum) als „die Seele des Hauses“ bezeichnete.

Stefanie Rist, Hannes Illmer, Sepp Fegerl und Uta Gruenberger
V.l.: Stefanie Rist, Hannes Illmer, Sepp Fegerl und Uta Gruenberger

Marco Riederer: „Das Thema ‚Longevity‘ hat viele Aspekte. Am Ende ist es wichtig, dass sie den Gästen etwas vermitteln, wie zum Beispiel Stressreduktion.“ Es sei viel möglich, mit relativ kleinen Stellschrauben, wobei es bei „Longevity“ darum gehe, sie ins aktuelle Angebot einzubeziehen.

Branchenreport und große Sorgen rund um den März

Spannend wurde es dann beim eigentlichen „Alpine Hospitality Summit“, den wie immer ORF-Star Tarek Leitner moderierte. Spannend aus mehreren Gründen, allen voran dem „Branchenreport & Ausblick“, den Thomas Reisenzahn und Marco Riederer als ersten Programmpunkt lieferten. Während zwischen Dezember und Jänner Rekordwerte bei den Übernachtungen erzielt wurden, bereite der März immer größere Sorgen: „Es ist ein sehr wichtiger Monat“, betonte Thomas Reisenzahn, „es braucht einen Kraftakt, um diesen Monat zu reparieren.“ Wie Marco Riederer festhielt, hatte sich der März von allen Monaten gegenüber 2019 „am wenigsten entwickelt“.

Realer Wert an Umsätzen deutlich gesunken

Dazu kommen die Preissteigerungen der Hotellerie, die in Österreich laut Marco Riederer mit 51 % „überproportional sind“ (Periode 2022 bis 2024). Zum Vergleich: In Deutschland beliefen sich die Preissteigerungen auf 34 %, in Italien auf 30 %. Doch der Gesamtumsatz kletterte hierzulande in besagter Periode nur um +11,84 % nach oben. Die Mitarbeiterkosten stiegen um +21,7 % (die Einsparungen des Dienstgeberbeitrages brachten nur eine Ersparnis von -0,25 %), während die Energiepreise sogar um 44,1 % zulegten. Das operative Ergebnis sank dadurch um -2,1 %. Thomas Reisenzahn: „Der reale Wert an Umsätzen in der Hotellerie sank seit 2019 deutlich.“

Ausführlicher Bericht über den „Alpine Hospitality Summit“ und die weiteren Programmpunkte auf www.tai.at.

Alpine Hospitality Summit
Interessant sind ergänzend dazu folgende weiterführende Berichte:
Alpine Hospitality Summit 2026

Jubiläum für „‚Must-Attend“-Treffpunkt der alpinen Hotellerie

13. März 2026 | Hotellerie
Prodinger Tourismusberatung

Hotels werden zwar „reicher“, aber nicht automatisch profitabler

13. Februar 2026 | Hotellerie
Nach oben