Print-Ausgabe 13. März 2026

Hintergrund für den Hotelneubau-Boom ist laut Zoritsa Urosevic die globale Reisenachfrage
Global sind an die 16.000 projektierte Hotelneubauten bzw. vor der Eröffnung stehenden Objekte bekannt – die meisten davon entstehen in den USA und in China
Die weltweite Hotellerie verzeichnet derzeit einen Hotelbau-Boom: 15.922 Projekte mit 2,437 Mio. Zimmern befinden sich aktuell in der Pipeline. Heuer sollen 2.617 neue Hotels mit rund 389.000 Zimmern eröffnet werden und in diesem Tempo geht es auch 2027 weiter. Gemäß derzeitiger Prognose sollen im kommenden Jahr rund 2.630 weitere Hotels mit 384.000 Zimmern ihren Betrieb aufnehmen. Wobei sich das Tempo erhöht. Denn im Vorjahr wurden weltweit 2.371 neue Hotels mit knapp 326.000 Zimmern eröffnet. Das entspricht einem Zuwachs für 2026 von über +10 % gegenüber 2025 bei der Anzahl der zur Eröffnung anstehenden Hotels und von fast 20 % bei den Zimmern.
Die meisten Projekte gibt es in den USA, wo in den kommenden Jahren 6.146 Hotels mit 720.100 Zimmern entstehen sollen, rund 39 % aller weltweiten Vorhaben. Die Volksrepublik China folgt dahinter mit 23 % aller Projekte (3.608 Hotelvorhaben mit rund 654.000 Zimmern). Die stärkste Steigerung gegenüber dem Vorjahr hat Indien, dessen 906 Hotelprojekte ein Plus von +31 %. Noch kräftiger nehmen die geplanten Zimmer auf dem Subkontinent mit +35 % auf über 118.000 zu. Vor allem der Luxus- und der „Upper-Upscale“-Bereich wachsen mit +8 % und +9 % kräftig, während der „Upscale & Upper Midscale“-Sektor nur um 1 % zulegt.
Hintergrund für den Hotelneubau-Boom ist die globale Reisenachfrage, was sich laut Zoritsa Urosevic, die seit 2021 Executive Director der UN Tourism (World Tourism Organization) ist, in den veröffentlichten Zahlen widerspiegelt. Weltweit wurden demnach im Vorjahr 1,523 Mrd. internationale Ankünfte gezählt (+4,0 %). Europa kam als weltweit größte Reisezielregion auf 793 Millionen internationale Gäste, was dem globalen Plus entsprach. Westeuropa (+5 %) entwickelte sich dabei besonders positiv und auch Mittel- und Osteuropa erholten sich stark (+6 %). Die Exporterlöse aus dem Tourismus (einschließlich Einnahmen und Personenbeförderung) erreichten 2025 einen Rekordwert von 2.200 Mrd. US-Dollar (+5,0 %).
Der Ausblick für 2026 ist trotz schwieriger Rahmenbedingungen erfreulich, am Ende sollte ein Zuwachs um +3 % bis +4 % möglich sein. Diese positive Prognose wird durch den aktuellen Tourismusvertrauensindex der Vereinten Nationen und eine Umfrage unter Expert:innen bestätigt.
Erstellt am: 13. März 2026
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