Turkish Airlines

Überflieger vom Bosporus
Turkish legt heuer das Tempo vor

Print-Ausgabe 24. August 2018

Im ersten Halbjahr gab es 30 Prozent Umsatz- und 1.500 Prozent Gewinn-Wachstum – es ist das beste Ergebnis seit Gründung der Airline 1933

Bereits im Vorjahr zählte das Star Alliance-Mitglied Turkish Airlines unter den 30 umsatzstärksten Luftfahrtkonzernen der Welt zu jenen, die sich am stärksten entwickelten (siehe T.A.I. Airline-Analyse in der Ausgabe 2336 vom 10. August). Der beeindruckende Steigflug setzt sich heuer weiter fort. Laut den vor kurzem veröffentlichten Halbjahreszahlen kletterte der Umsatz zwischen Jänner und Juni 2018 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um rund 30 Prozent auf 6 Mrd. US-Dollar (ca. 5,13 Mrd. Euro). Der operative Gewinn verfünfzehnfachte sich von 15 Mio. auf heuer 258 Mio. US-Dollar (ca. 221 Mio. Euro). Turkish Airlines-CEO Bilal Ekşi: „Das Unternehmen ist eine der profitabelsten Fluggesellschaften der Branche.“

Gleichzeitig geht der Durchmarsch des im Vorjahr bereits 19. größten Airline-Konzerns der Welt Richtung Top-10 weiter. Bereits 2017 gab es mit 35 Prozent ein enormes Umsatz-Plus. Hält das Wachstum der ersten sechs Monate 2018 an, dürfte Turkish hochgerechnet auf das Gesamtjahr 2018 auf Platz 13 landen und dabei prominente Konkurrenten vom Schlage einer Singapore Airlines Group, Qantas Group oder Japan Airlines Group überholen. 2016 rangierte Turkish Airlines an 22. Stelle.

Bereits 2017 lieferte Turkish hervorragende Zahlen. Mit einer Umsatz-Rendite von 11,5 Prozent erwirtschaftete die Fluggesellschaft das achtbeste Ergebnis der Top-30; der Cashflow in Relation zum Umsatz zählte mit 20,0 Prozent zu den besten der Airline-Elite (Durchschnitt 16,3 Prozent). Das Passagierwachstum lag mit 9,3 Prozent ebenfalls deutlich über dem Branchen-Durchschnitt und die Auslastung stieg um 4,7 Punkte (zweitbeste Verbesserung der Top 30) auf 79,1 Prozent.

Im ersten Halbjahr 2018 profitierte Turkish Airlines laut Bilal Ekşi von einer „höheren Nachfrage und höheren Erträgen je Fluggast beziehungsweise Frachteinheit“, womit sie trotz gestiegener Treibstoffpreise das Ergebnis stark verbessern konnte. Die Gesamtauslastung kletterte um 4,3 Prozentpunkte auf 80,4 Prozent, was den höchsten Auslastungsgrad in der Geschichte von Turkish Airlines in einem ersten Halbjahr bedeutet. Die Zahl der beförderten Passagiere stieg um 18 Prozent auf mehr als 35 Millionen.

Derzeit fliegt Turkish Airlines 304 Ziele in 122 Ländern an, darunter 49 in der Türkei. Heuer neu hinzugekommen sind Flüge nach Freetown (Sierra Leone), Samarkand (Usbekistan), Krasnodar (Südrussland) und auf die Komoren.

In Österreich wird neben Wien auch ab Salzburg (täglich nach Istanbul) und Graz (viermal pro Woche nach Istanbul) geflogen. Ab Wien stehen im Sommer fünf tägliche Verbindungen nach Istanbul auf dem Programm, davon einmal zum Sabiha Gökçen Airport. Mittwochs und samstags gibt es ab Wien sogar sechs tägliche Istanbul-Flüge. Dazu geht es viermal pro Woche nach Ankara sowie je einmal nach Samsun-Çarşamba in der Schwarzmeerregion und nach Kayseri in Kappadokien.

Die Turkish Airlines-Flotte ist mit 6,7 Jahren Durchschnittsalter eine der jüngsten und modernsten der Welt (zum Vergleich: Lufthansa Konzern 11,4 Jahre), besteht aus derzeit 328 Flugzeugen, davon 100 Widebody-Jets. Bis 2023 soll die Flotte auf 500 Flugzeuge anwachsen. Heuer im Frühjahr wurden in diesem Zusammenhang bei Airbus 40 Langstreckenjets vom Typ A350 bestellt, bei Boeing ebenfalls 40 Stück von der 787 Dreamliner.

Bereits in die Flotte integriert wurde die erste von 92 bestellen A321neo Maschinen, die über eine Business Class von 20 Sitzen sowie 162 Economy-Plätze verfügen. Fallweise kam sie bereits auch auf Wien-Flügen zum Einsatz. 

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Erstellt am: 24. August 2018

Leitet „eine der profitablesten Fluggesellschaften der Branche“: Turkish Airlines CEO Bilal Ekşi

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