Flughafen Salzburg

Euro und Easy versorgen W.A. Mozart mit neuen Akkorden

Print-Ausgabe 30. Juni 2017

Während Airberlin und NIKI am Airport Salzburg stark rückläufig sind, legen Eurowings und Easyjet kräftig zu – Austrian Airlines als stabilisierender Faktor.

Einen Radikal-Umbruch verzeichnete in den zurückliegenden zwei Jahren der Salzburg Airport W.A. Mozart bei seinen Top-Airlines. Dominierte vor drei Jahren noch Airberlin das Geschehen, gefolgt von NIKI, ist das gemeinsame Passagieraufkommen der beiden seither um ein knappes Viertel von rund 716.600 auf knapp 549.000 zusammengeschrumpft – Tendenz weiter nach unten. Während Lufthansa und Austrian Airlines (sie übernahm im Vorjahr alle LH-Flüge ab SZG) ihr Niveau in etwa halten konnten, wäre ohne die dynamische Entwicklung der Easyjet die Gesamtzahl der Passagiere in Salzburg noch stärker rückläufig gewesen, als es 2016 mit -4,9 Prozent auf 1,739 Millionen der Fall war.

Diese und weitere Details zur vorjährigen und aktuellen Entwicklung von Österreichs zweitgrößtem Flughafen stellten in der Vorwoche Flughafen Aufsichtsrats-Chef Christian Stöckl (er ist Salzburgs LH-Stv.) und der heuer mit Jahresende in Pension gehende Geschäftsführer Roland
Hermann vor.

Hermann ist es zu verdanken, dass mit Eurowings bereits 2017 ein weiterer Carrier in die Top-Liga des Airports vorstoßen wird. Dank Stationierung eines Airbus A320 in Salzburg dürfte das Aufkommen der Low Cost Tochter aus dem Lufthansa-Konzern heuer zusammen mit den Flügen aus anderen Eurowings-Destinationen in die Mozartstadt rund 220.000 Passagiere erreichen. Für 2018 werden 250.000 EW-Fluggäste erwartet. Im laufenden Sommer stehen über 30 wöchentliche Rotationen der Eurowings ab Salzburg auf dem Programm. Zum Vergleich: Die EW-Vorgängerin Germanwings schaffte es im Vorjahr in Salzburg auf ein Volumen von rund 64.000 Fluggästen.

Eurowings wird damit heuer zur drittstärksten Kraft in Salzburg. NIKI bietet im laufenden Sommer nur noch 12 Flüge pro Woche an, rund ein Drittel des Vorjahres-Volumens. Airberlin konnte hingegen nach Schwierigkeiten in den ersten Monaten 2017 das Flugprogramm von/nach Salzburg laut Roland Hermann wieder stabilisieren. Weitere Wachstums-Impulse setzen neben Easyjet auch Ryanair (Vorjahr rund 104.500 Passagiere, +/- 0 Prozent) und British Airways (100.700, plus 13,4 Prozent) sowie Transavia (74.300 Passagiere, plus 7,9 Prozent).

Turkish Airlines (sie verkehrt im Sommer wieder täglich nach Istanbul) erweist sich als stabil. Angesichts der bekannten Probleme mit der Türkei ist der Rückgang um rund 9.000 Passagiere auf 73.150 moderat. Zum Vergleich: Das gesamte Türkei-Aufkommen am Flughafen Salzburg brach im Vorjahr um 36 Prozent von über 132.000 auf nur noch 84.800 Fluggäste ein.

Mit 61,1 Millionen Euro musste der Flughafen Salzburg im Vorjahr nur einen vergleichsweise geringen Rückgang von 3,5 Prozent hinnehmen, das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) kam bei 7,14 Millionen Euro zu liegen (-18,33 Prozent). Nach Steuern blieben 5,9 Millionen Euro übrig (6,4 Mio. waren es im Jahr davor). 

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Erstellt am: 30. Juni 2017

Präsentierten die Details zur aktuellen Entwicklung von Österreichs zweitgrößtem Flughafen: Aufsichtsrats-Chef Christian Stöckl und Geschäftsführer Roland Hermann

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