T.A.I.-Airline Statistik

Die Riesen werden noch größer, Umsätze zunehmend unter Druck

Print-Ausgabe 17. Juli 2016

Akbar Al Baker, CEO von Qatar Airways

Die gemessen am Umsatz Top 30 Airline-Konzerne der Welt haben im zu Ende gegangenen Geschäftsjahr 2015 bzw. 2015/2016 eine überdurchschnittliche Entwicklung verbucht. Das geht aus der von T.A.I. in den zurückliegenden Wochen vorgenommenen Analyse der Geschäftsberichte hervor. Während die 30 größten Unternehmen ihre Umsätze durchschnittlich um 4,7 Prozent erhöhen konnten, weist die IATA (International Air Transport Association) für die gesamte Branche (260 Airlines, die 83 Prozent des Weltluftverkehrs abwickeln) einen Umsatzrückgang um 4,4 Prozent aus. Der harte Preiskampf – verursacht durch die schwache Entwicklung der Weltwirtschaft bzw. politische Krisen und finanziert durch die großen Einsparungen bei den Treibstoffkosten – schlägt hier voll durch.

Von Umsatzrückgängen blieb auch ein Drittel der Top 30 Konzerne nicht verschont, doch der Rest verbuchte überraschend starke, teilweise sogar zweistellige Zuwächse. Diese waren einerseits durch Zukäufe bzw. Übernahmen verursacht (z. B. IAG – Aer Lingus, Aeroflot – Transaero), großteils aber durch eigenes Umsatz-Wachstum getragen (Ryanair, Qatar, Turkish Airlines, Etihad).

Ähnlich sieht es bei den Passagierzahlen aus, wobei hier ein wichtiger Unterschied zu machen ist: jener zwischen den 30 umsatzstärksten Airlines und den 30 passagiermäßig größten Konzernen (siehe untenstehende Tabelle). Fünf Passagier-Riesen – konkret sind dies Lion Air, die Air Asia Group, Gol, Garuda und SAS – schaffen es nicht in das Top-30 Umsatz-Ranking. SAS verfehlt dies knapp, die anderen vier aufgrund extrem niedriger Yields deutlich. An ihrer Stelle rücken Qatar, Korean Air, Etihad, Saudia und Thai Airways in die Liste der 30 umsatzstärksten Airline-Konzerne.

Laut IATA kletterten die Passagier-Zahlen branchenweit im Vorjahr um 7,4 Prozent auf 3,568 Milliarden. Die 30 passagiermäßig größten Konzerne (untenstehende Tabelle) legten in Summe unterdurchschnittlich um nur 7,1 Prozent auf 2,198 Milliarden zu und wickeln damit 61,6 Prozent des weltweiten Luftverkehrs ab.

Die 30 Umsatz-Riesen kamen auf 2,112 Milliarden Fluggäste (59,2 Prozent des Weltluftverkehrs) und konnten mit plus 7,7 Prozent ihren Anteil am Kuchen vergrößern.

Doch Umsatz und Passagiere sind nur eine Seite der Medaille. Viel wichtiger ist das, was unter dem Strich übrig bleibt. Diesbezüglich weisen die Top 30 Airline-Konzerne eine weit stärkere Performance auf, als der Rest der Branche. Deren operative Marge erreichte im Vorjahr laut IATA erfreuliche 8,3 Prozent und hat sich damit – nicht zuletzt dank der deutlichen Entlastung im Bereich der Treibstoff-Kosten – merklich verbessert (2014 lag die Marge bei 4,7 Prozent).

Wer die Best-Performer der Top-30 Airlinekonzerne sind, mehr dazu inklusive Detail-Tabellen unter: "Die Crème de la Crème der Airline-Superstars"

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Erstellt am: 17. Juni 2016

Foto: Veröffentlicht nach wie vor keine Geschäftszahlen: Akbar Al Baker, CEO von Qatar Airways

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