Oceania Cruises

Luxus zum moderaten Preis,
„Finest Cuisine at Sea“ inklusive

Print-Ausgabe 2. Dezember 2016

Mit ihren sechs Schiffen hat Oceania Cruises nun auch den deutschsprachigen Markt im Sturm erobert – ab sofort sind auch die Flüge ab/bis DACH inkludiert

Es war ein kühnes Unterfangen, als die Kreuzfahrtprofis Frank del Rio, Joe Watters und Bob Binder 2002, als die Welt noch das Trauma von 9/11 zu verarbeiten hatte, daran gingen, mit Oceania Cruises ein neues feines Kreuzfahrtunternehmen zu gründen. Doch gleichzeitig vereinfachte 9/11 ihren Start, denn durch die Pleite der Renaissance Cruises befanden sich schlagartig acht neuwertige Schiffe auf dem Markt, keines älter als Baujahr 1998: Jene der R-Klasse. Damit ging es Schlag auf Schlag: 2003 kam die Regatta, ein Jahr später die Insignia und 2005 die Nautica. Danach erfolgte die Übernahme der Regent Seven Seas Cruises, kamen zwei weitere Schiffe (O-Klasse), brachte man alles 2014 in die Norwegien Cruise Line ein und hievte Frank del Rio an deren Spitze, um 2016 mit der Sirena ein weiteres R-Klasse Schiff in Dienst zu stellen.

Die Kreuzfahrt-Jungs del Rio, Watters und Binder haben also einiges am Kasten und mit „ihren“ Oceania Cruises eine der feinsten Reedereien der Welt, die sich seit zwei Jahren mit Maik Schlüter (Business Development Manager DACH) anschickt, mit Caravelle Seereisen und deren Chef Manfred Jägersberger-Greul auch den österreichischen Markt kräftig aufzumischen.

Das ist bereits hervorragend gelungen, wie die beiden Anfang dieser Woche bei einem Pressegespräch in der Illy Caffè Österreich-Niederlassung bekannt gaben (Illy ist die an Bord exklusiv angebotene Kaffeemarke). „Der deutschsprachige Markt wächst in Europa am stärksten, die DACH-Region ist bereits nach UK unsere Nummer zwei in Europa“, so Maik Schlüter. Österreich und Deutschland legten dabei im selben Tempo zu. Die für 2017 erstmals in Deutsch aufgelegten Kataloge sowie die Anpassung der Geschäftsbedingungen an die deutschsprachigen Märkte unterstreichen die zunehmende Bedeutung der Region.

Auf den Oceania-Schiffen dominiert Internationalität (Schlüter: „Englisch ist wichtig, um sich an Bord wohlzufühlen), es herrscht eine elegant-legere Atmosphäre, wobei die Passagiere (Zielgruppe: Reiseerfahrene Gäste) hohen Komfort geboten bekommen. 85 Prozent sind Balkonkabinen. Durch die Kompaktheit der Schiffe werden viele „Boutique-Häfen“ abseits der touristischen Pfade angesteuert, es gibt lange Liegezeiten und Übernachtaufenthalte (Häfen werden dadurch zu anderen Zeiten, als jene der großen Schiffe, angelaufen). Mark Schlüter: „Im Vordergrund steht das Weltentdecken.“

Die „Finest Cuisine at Sea“ mit Jaques Pepín als Culinary Director ist von Oceania zur Trademark erhoben worden (keine festen Tischzeiten, alle fünf Spezialitäten-Restaurants sind inklusive, ebenso alle alkoholfreien Getränke; es gibt ein eigenes Oceania-Porzellan). Maik Schlüter: „Der Unterscheid ist: Wir haben nicht All Inklusive, sondern fast alles.“ Dazu gehört auch das Internet an Bord. Mit OLife Choice können Gäste zusätzlich wahlweise Annehmlichkeiten, wie kostenfreie Landausflüge, ein kostenfreies Getränkepaket oder Bordguthaben buchen (voll verprovisioniert).

Die Kabinen werden „Staterooms“ genannt (ein Begriff, der aus der Zeit der Mississippi-Dampfer stammt, als die Kabinen nicht nummeriert, sondern nach US-Bundesstatten benannt waren). Die Balkon-Kabinen (pardon Staterooms) sind in der O-Klasse 26 m² groß (in der R-Klasse etwas kleiner), die Penthouse Suiten 39 m² (in Österreich die beliebteste Kabine – oops, schon wieder!), die Oceania Suite kommt auf 92 m². Darüber rangiert die Vista Suite mit 139 m² inkl. eigenem Fitnessbereich und wer die Owner Suite bucht, findet auf 184 m² unter anderem einen eigenen Wintergarten, einen eigenen Wellness-Bereich sowie einen Flügel, der selbst spielt oder vom Butler bespielt wird.

Das gesamte Oceania-Angebot wurde in drei Katalogen zusammengefasst: jener für 2016/2017 konzentriert sich auf die Südhalbkugel, für 2017 steht die Nordhalbkugel auf dem Programm und als Dritten im Bunde gibt es einen Katalog für die Weltreise 2018, bei der es in 180 Tagen auf der Insignia einmal um den Globus geht (auch in Teilstrecken buchbar).

Neu für die DACH-Region sind die inkludierten Flüge ab/bis Abflughafen, meist direkt und zwar mit Partnern wie myAustrian, NIKI oder airberlin. Die Mittelmeer-Kreuzfahrten starten ab den Häfen in Rom, Barcelona und Venedig. Exkludiert sind die Transfers vom Airport zum Hafen, „weil viele unserer Kunden vorher anreisen und übernachten“, ergänzt Schlüter.
 
All dies beschert den Oceania-Schiffen eine extrem hohe Auslastung: „Wir bemühen uns 100 Prozent hinzukriegen und das gelingt uns fast immer“, strahlt Mike Schlüter. Für Kunden (60 Prozent sind Stammgäste) heißt das früh buchen. „Vor 14 Tagen haben wir die Buchungen für 2018 geöffnet, der Katalog ist noch in Druck und die Suiten gehen als erste weg.“ Aus dem kühnen Unterfangen von 2002 ist somit ein Erfolgsprodukt geworden, das auf Hoher See starke Akzente setzt. 

Viermal Klassik, zweimal modern

Die Oceania-Flotte besteht aus sechs Schiffen. Vier davon, die Regatta, Insignia, Nautica und Sirena, gehören der R-Klasse an (alle mit einer Bruttoraumzahl/BRZ von 30.277 bzw. maximal 680 Passagieren und 400 Crew-Mitgliedern), zwei der speziell für Oceania von der italienischen Fincantieri-Werft gebauten O-Klasse (66.000 BRZ, maximal 1.250 Passagiere und 800 Crew-Mitglieder): die Marina und die Riviera.

Während das R-Klasse Quartett vom Design her auf Klassik setzt, sind die O-Klasse Zwillinge moderner gestaltet, mit Original-Gemälden u.a. von Pablo Picasso und Joan Miró, sowie dem „Culinary Arts Center“ inkl. Kochschule und zusätzlichen Spezialitätenrestaurants. Die O-Klasse wartet auch mit Suiten auf, die sich über die gesamte Schiffsbreite erstrecken.

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Erstellt am: 02. Dezember 2016

Mit Oceania „volle Kraft voraus“: Manfred Jägersberger-Greul (l.)und Maik Schlüter

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