Austrian Airlines

Suche nach geeigneten Wegen,
die agent.com überflüssig machen

Print-Ausgabe 7. April 2017

Die Premiummarken des Kranich-Konzerns, allen voran Austrian Airlines, warten heuer mit einer Vielzahl an Neuerungen und Vertriebsaktionen auf.

Seit rund acht Monaten trägt Stephan Linhart als Head of Sales die Vertriebsverantwortung für Lufthansa, Swiss, Austrian Airlines sowie Brussels in den Quellmärkten Österreich und Slowakei. Unterstützt wird er von den vier Teamleitern Alexander Schnecke (Geschäftskunden), Ines Waschl (Touristik), Angelika Grubhofer (Charter) und Nina Kuzmanovic (für Gruppenverkauf und Firmendienst), sowie seit wenigen Wochen Lydia Kovacova (Regional Sales & New Business), wobei Linharts Abteilung inklusive Service-Team rund 70 MitarbeiterInnen umfasst (zzgl. 40, die von Wien aus für den Konzern Tätigkeiten ausführen, die Bereiche in Zürich und Frankfurt betreffen). An Arbeit mangelt es nicht, steht doch eine Vielzahl an Neuerungen und Vertriebsaktionen auf dem Tapet.

Von Produkt-Seite her eine wichtige Rolle spielt die Einführung der Premium-Economy auf der OS-Langstrecke. Die ersten Flieger werden bis Herbst 2017 umgerüstet. Komplett einsatzfähig ist die neue Klasse ab Sommer 2018. Nahezu abgeschlossen ist der Aufbau des „FlyNet“ an Bord der A320-Familie. Im Testbetrieb noch gratis, kommt künftig ein dreistufiges Preismodell zum Tragen („Massage“: 3 Euro für ein Datenvolumen, das E-Mails, Chats etc. erlaubt; „Surf“ um 7 Euro für Internet-Nutzung; „Stream“ um 12 Euro für Lifestreaming).

Vertriebsaktionen sind im Corporate-Bereich (u.a. individualisierte Pakete für Firmen) ebenso geplant, wie im Leisure-Sektor („pooling“ auf Linie, um Veranstaltern auf technologisierter Basis en-block Kapazitäten zur Verfügung stellen zu können; derzeit nur manuell möglich) oder beim Charter (flexi-
blere Reaktion auf Nachfrage).

Bezüglich Direct Connect ist für den B2B-Bereich bei großangelegten Preisaktionen ein Pre-Sale von zwei bis drei Tagen im Voraus geplant. Insgesamt sei man bei Direct Connect „noch nicht dort, wo wir hinwollen“, wie Linhart im Zuge eines Mediengesprächs betonte, „es ist aber eine gewisse Dynamik eingetreten.“ Linhart: „Wir wollen als Anbieter entscheiden, wo wir welche Angebote platzieren. In den letzten zwölf bis 15 Monaten ist extrem viel auf der Technologieseite geschehen, auch auf der GDS-Seite in Richtung Rich Content.“ Lufthansa war diesbezüglich Pionier. Die für den Vertrieb angebotene Alternative agent.com ist für Linhart keine langfristige Lösung: „Uns geht es darum, einen Weg zu finden, wie wir eine Direktanbindung zu unseren Partnern schaffen, die eines Tages agent.com überflüssig macht.“

Neues gibt es auch im Bereich Distribution Cost Charge: Diese gilt ab 1. Juli auch für den Gruppenbereich von Austrian Airlines und Lufthansa (bisher nur Swiss). Eine große Hebelwirkung, wird jedoch nicht erwartet, „da im Gruppen-
bereich die Preise immer brutto verhandelt werden und kompetitiv sein müssen“, so Linhart.

Und wie beurteilt er den Auslastungs-Rückgang, der seit einem Jahr bei Austrian Airlines zu verzeichnen ist: „Das hat mit der Einflottung der Embraer-Jets zu tun. Ebenso musste, um trotz Umschulungen das Flugprogramm aufrecht zu erhalten, teilweise auf größeres Fluggerät umgestellt werden, wie z.B. eine Trippleseven statt einer A320 nach Frankfurt.“ Im ersten Quartal 2017 habe sich dies wesentlich entspannt und der Embraer erweist sich als richtige Entscheidung: „Wir erhalten sehr gute Kundenresonanzen.“

All dies und noch einiges mehr wird Austrian Airlines im Juni mit einer „Langen Nacht der Airlines“ in einer Location in der Wiener Innenstadt dem Vertrieb näherbringen. T.A.I. wird berichten. 

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Erstellt am: 07. April 2017

Stephan Linhart, Head of Sales Austria, Lufthansa Group

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