E-Commerce in der Touristik

Spitze beim Warenkorbwert, aber
Schlusslicht bei der „Conversion Rate“

Print-Ausgabe 1. Dezember 2017

Die „Conversion Rate“ der Reisebranche liegt mit 0,3 Prozent weit unter dem sonstigen E-Commerce-Durchschnitt. Es ist damit der niedrigste Wert aller untersuchten Branchen. Das zeigt eine Erhebung von IntelliAd Deutschland, einer Marketing Plattform, mit Hilfe von deren Software die Performance von Online Marketing-Aktivitäten verbessert werden können (Kunden sind u.a. FTI, berge&meer und DER Touristik).

Die Studie hat darüber hinaus ergeben, dass bei diesen 0,3 Prozent vom ersten Kontakt auf der Seite des Reiseanbieters bis zur Buchung des Urlaubs knapp fünf Tage (exakt 119 Stunden) vergehen. Die Gründe für die extrem niedrige Conversion Rate der Reisebranche und der langen Kaufentscheidung begründet IntelliAd mit dem vergleichsweise hohen Warenkorbwert. Dieser beträgt durchschnittlich 1.369 Euro. Er ist damit der höchste aller untersuchten Branchen. Es werden somit keineswegs nur Billigschnäppchen gebucht. Der Preis pro Buchung stieg gegenüber dem Vorjahr um 6,5 Prozent. Laut IntelliAd müssen Online-Reiseanbieter auch mehr Geld für Suchmaschinenwerbung (SEA) ausgeben als im Vorjahr. IntelliAd CEO Frank Rauchfuß: „Die SEA-Kosten pro Buchung sind im Reisebereich auf 106 Euro oder 7,7 Prozent des Warenkorbwertes gestiegen. Die durchschnittlichen Kosten pro Klick lagen bei 55 Cent.“

Es ist aber nicht so, dass die SEA-Kosten in allen Branchen steigen. Bei der Hälfte der Branchen sind diese – anders als bei den Online-Reiseanbietern – bereits rückläufig. Mehr Details zu dieser Studie in der nächsten Ausgabe von TourismusWissen -quarterly (TWq), die im Jänner 2018 erscheint. Mehr Infos unter www.tourismuswissen.net 

Der intelliAd E-Commerce Branchenindex

intelliAd untersucht vierteljährlich die Onlineshopping-Welt in Deutschland. Der E-Commerce Branchenindex zeigt im direkten Vergleich die wichtigsten KPIs (Key Performance Indicators) der Top-Online-Retail-Branchen. Für die Untersuchung des Q3/2017 (Vergleichswerte beziehen sich auf Q3/2016) wurden insgesamt 2,2 Millionen Onlinekäufe erfasst.

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Erstellt am: 01. Dezember 2017

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