Dertour Austria

Schulungsaufwand zahlt sich aus, vor allem „im Jahr der Extreme“

Print-Ausgabe 15. Juli 2016

Mit einem hohen sechststelligen Betrag werden alljährlich rund 2.000 ReisebüromitarbeiterInnen mit den Dertour-Produkten vertraut gemacht 

Üblicherweise werden bei Winterkatalog-Präsentationen Rückblicke über die laufende Saison, das Touristikjahr und Neuigkeiten rund um das Angebot vorgestellt. So war es auch Dienstag dieser Woche bei Dertour Austria. Zumindest teilweise. Denn einen Schwerpunkt legten Geschäftsführer Gerhard Begher, Werbung/Marketingleiter Robert Uhl, Vertriebsleiter Alex Ebner, Regionalleiterin Claudia Staindel und Leiter Verkaufsförderung Jörg Fermüller auf das Schulungsangebot für Reisebüros von Dertour, Meier’s Weltreisen und ADAC Reisen. Begher: „Wir sehen die Schulungen als Garant für unseren Erfolg.“

Der ist heuer (wie generell in der Branche) etwas gedämpft: Gemessen am Umsatz liegt Dertour Austria inklusive der Osteuropa-Märkte „knapp auf Vorjahres-Niveau“, so Begher. Wobei die Entwicklung in Österreich ähnlich verlaufe, wie bei den östlichen Nachbarn: „Weder reißt Osteuropa Österreich heraus, noch umgekehrt“, erklärt Begher, der das Touristikjahr 2015/2016 (November bis Oktober) als „eine einzige Herausforderung“ bzw. als „Jahr der Extreme“ bezeichnete.

In der Ferne (rund die Hälfte des Dertour-Volumens) liegen die USA und die V.A.E. etwas zurück, in Europa entwickeln sich Spanien, Portugal sowie Autoreiseziele wie Kroatien, Italien und Österreich sehr gut, während die müde Entwicklung von Türkei, Ägypten und Tunesien Dertour Austria „nur am Rande trifft, da es nicht unsere großen Zielgebiete sind.“ Die hohen Zuwächse im Südlichen Afrika, im Indischen Ozean (Sri Lanka plus 48 Prozent) und in der Karibik wiegen da schon mehr und sind besonders erfreulich. Auf hohem Niveau stagniert derzeit die Deluxe-Schiene. Hier soll das Volumen mit einer „riesen Produktpalette“ gehalten werden.

All dies wird von einem intensiven Schulungsaufwand getragen. Pro Jahr wird ein „hoher sechsstelliger Betrag“ investiert, mit dem ca. 2.000 Reisebüro-MitarbeiterInnen trainiert werden. Die Bandbreite reicht von Dertour „Backstage“ (in Partnerschaft mit NIKI/Airberlin) über Info-Reisen (im Vorjahr: 35 Trips von China bis Rio mit 350 Agents) und CRS-Kursen (mit Amadeus) sowie der CRS-Buchungsanleitung „GscheitDER“ bis hin zu Roadshows mit Schulungscharakter und den  Dertour-Regional Veranstaltungen.

„Unser Produkt zu verkaufen, ist nicht einfach“, betont Gerhard Begher, „die große Individualität erfordert einen hohen Beratungsaufwand.“ Pro Jahr gilt es, über 70 Kataloge durchzuackern. Doch es zahlt sich aus: „Weit über 90 Prozent unserer Reisen werden in Reisebüros verkauft“, so Begher, „daran wird sich auch so schnell nichts ändern.“ Dertour Austria arbeitet in Österreich mit 780 Reisebüros zusammen. Mit allen Ketten bestehen „gute und vernünftige Verträge, wir gehören überall in die Steuerungsgruppe A.“ Der hohe Aufwand macht sich also auch diesbezüglich bezahlt. 

Der Dertour-Winter in Stichworten

Spätestens Ende Juli sollten alle 36 Kataloge (25 Dertour, 8 Meier’s Weltreisen, 3 ADAC Reisen) an den Vertrieb ausgeliefert sein. Komplett neu ist das Rundreise-Konzept „Shoestring“ in der Ferne, bei dem alles vorgebucht wird, bis auf die Ausflüge, womit die Gäste ihren Tag im Zielgebiet individuell gestalten können. Das von Kuoni (wurde bekanntlich von Rewe gekauft) stammende „Shoestring“-Konzept ersetzt die früher von Intrepid angebotenen Produkte. 13 Reisen, vorwiegend in Asien, stehen zur Wahl. 

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Erstellt am: 15. Juli 2016

Foto: Das Dertour Austria-Team in Wien (v.l.): Alex Ebner, Jörg Fermüller, Gerhard Begher, Claudia Staindel und Robert Uhl

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