Neue Ruefa-Struktur

Ruefa stellt ihr Haus auf den Kopf. „Beruf ‚Agent‘ muss sexyer werden!“

Print-Ausgabe 2. November 2018

Bilden in Zukunft das Dach des „Ruefa Hauses“: Geschäftsführer Walter Krahl und Vorständin Helga Freund

Regional-Management wird durch zehn Area-Manager plus zwei hierarchieübergreifende Säulen ersetzt – Ziel ist es, den Reisebüro-Vertrieb zukunftsfit zu machen

Im Zuge ihrer „Offline-­Online“-­Strategie macht sich Ruefa nach der Internet-Offensive (ruefa.at hat im Jahresvergleich mit plus 65 Prozent an Visits den drittstärk­sten Zuwachs unter den Top 10 der österreichischen Reise-­Domains) an die Neuaufstellung ihres stationären Vertriebs. Der stellt mit aktuell 107 Filialen die stärkste Verkaufsmacht in Österreichs Touristik dar. Neun Monate hindurch wurden – unter Ausblendung bestehender Strukturen – gemeinsam mit dem Beratungsunternehmen Deloitte Wege ausgelotet, wie das Reisebüro in Zukunft seine Stärken optimal ausspielen kann. Jetzt ist das neue Modell fertig. Mitte Oktober wurde es den 550 Ruefa-­MitarbeiterInnen (inklusive Veranstaltern) vorgestellt sowie von Verkehrsbüro-Vorständin Helga Freund und Ruefa-Geschäftsführer Walter Krahl den Fachmedien präsentiert. Helga Freund: „Wir glauben an das Reisebüro der Zukunft. Der Mitarbeiter oder die Mitarbeiterin ist dabei unser Shooting-Star.“

Bei der Erarbeitung der künftigen Struktur ging es deshalb vorrangig darum, den MitarbeiterInnen „jene Tools in die Hand zu geben, die sie brauchen, um gut zu arbeiten“. Gleichzeitig wurde versucht, die Filialen bezüglich administrativer Tätigkeiten weitestgehend zu entlasten. Ergebnis all dieser Überlegungen ist das „Ruefa-Haus“.

In dessen Zentrum stehen die Filial-MitarbeiterInnen und -LeiterInnen sowie als neu geschaffene Position zehn Area-ManagerInnen mit Coaching-Funktion. Diese ersetzen das fünfköpfige Regional-Management. Dank Aufteilung in zehn Areas à sechs bis zwölf Filialen (drei Areas für Wien, je eine für NÖ Nord, NÖ Süd/Burgenland, Tirol/Vor­arlberg, OÖ, Salzburg, Kärnten und Steiermark) besteht künftig eine größere Nähe zu den Agents.

Um den Vertrieb hierarchieübergreifend zu unterstützen und zu entlasten, werden zwei „Säulen“ errichtet: Jene für „Human Relations Business Partner“ (drei Mitarbeiter­Innen) ist für Trainings und Weiter­entwicklung zuständig, hilft bei der Suche nach neuen qualifizierten Agents und übernimmt deren „On-Boarding“-Betreuung mit dem Ziel, die Drop-Off Rate um 50 Prozent zu reduzieren. Jene für „Sales Business Partner“ (zwei MitarbeiterInnen) steht den Filial-Teams mit fachlichem Support zur Seite, allen voran beim Beschwerde-Management, bei der Qualitätssicherung, der Organisation von Kunden-Events sowie beim Destinations-Wissen etc.

Bodenplatte im „Ruefa-Haus“ bilden die Holding-Abteilungen für IT, Buchhaltung, Human Relations (sie steht im engen Kontakt zur Säule der hierarchieübergreifenden HR Business PartnerInnen), Recht, Einkauf etc.); als Dach fungiert die Geschäftsführung mit Helga Freund und Walter Krahl sowie Vertriebsleiter Michele Fanton.

Das Feedback bei den Mitarbeiter­Innen über das künftige „Ruefa-­Haus“ war laut Walter Krahl sehr gut, die geplante Entlastung bezüglich administrativer Arbeiten bei gleichzeitig mehr Support für den Verkauf kommt hervorragend an.

In Kraft treten wird die neue Struktur mit 1. März 2019. Die Bewerbungsfrist für die zehn Area ManagerInnen und die zwei Sales Business PartnerInnen läuft bis 4. November (https://jobs.recruitingservices.at/Jobs), gefolgt von Interviews (entscheidende Kriterien sind u.a. soziale Kompetenz, Empathie und Konfliktlösungspotenzial). Kurz vor Weihnachten werden die Entscheidungen über die personellen Bestzungen getroffen.

Walter Krahl: „Unser wichtigstes Asset ist eindeutig der Mitarbeiter. Wir wollen alles tun, damit sie sich wohlfühlen und gutes Geld verdienen. Dafür haben wir auch ein neues, attraktives Lohnmodell.“ All dies soll dazu beitragen, „den Beruf Agent sexyer zu machen.“ 

Starke Umsatz-Entwicklung

Ruefa (Reisebüros sowie ruefa.at) erwirtschaftete im Vorjahr als Teil der Verkehrsbüro-Sparte „Leisure Touristik“ mit 309.000 gebuchten KundInnen (plus 5 Prozent) einen Umsatz von rund 306,5 Millionen Euro (plus 8,2 Prozent). Online/offline wird nicht mehr strikt getrennt: Jeder zehnte Besucher von ruefa.at geht laut Walter Krahl ins Reisebüro oder ruft dort an.
Heuer geht es weiter nach oben: Die abgelaufene Sommersaison 2018 brachte ein Umsatzplus von rund 10 Prozent (Kreuzfahrten sogar 20 Prozent) und ein neuerliches Passagierplus von 5 Prozent. Der kommende Winter liegt um rund 8 Prozent (Umsatz) voran, die Kreuzfahrten um 15 Prozent.

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Erstellt am: 02. November 2018

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