dta Touristik

Rückkehr zum Vollcharter!
„Artur“ fliegt nach Kreta & Antalya

Print-Ausgabe 15. Dezember 2017

Heraklion wird mit Corendon Airlines Europe ab Linz und Wien angeboten – nach Antalya geht’s gemeinsam mit TUI ab Linz, Graz und Salzburg sowie im dta-Solo ab Wien.

Vor einem Jahr legte die dta Touristik (mit Maskottchen Artur) einen Neustart hin: Aus dem einstigen Türkei-, Ägypten- und Griechenland-Spezialisten wurde ein dynamisch paketierender Generalist ohne Garantie-Plätze, Vollcharter und auch ohne Katalog. Dafür investierte dta-Chef Sena Uzgören in ein IT System von Bewotec, das es erlaubte, „alle Destinationen anzubieten, die man ab Österreich fliegt.“ Basis bildeten Pooling-Vereinbarungen mit Austrian Airlines, NIKI und SunExpress, ergänzt um Zugriffe auf Bettenbanken sowie spezielle Hotelraten, die dta über Zielgebietsagenturen erhält. Im Sommer kamen dann zwei dta-Charterketten von Linz nach Heraklion und von Wien nach Antalya hinzu. Wie all dies gelaufen ist und welche Pläne es für 2018 gibt, das verriet Sena Uzgören im T.A.I.-Interview.

T.A.I.: Die dta „neu“ startete ohne Garantie-Plätze und Vollcharter. Wieso kam es im Sommer doch zum Sinneswandel?

Sena Uzgören: „Durch unsere IT-Investition haben wir die Basis gesichert, ohne Risiko mit Pooling-Plätzen ein Produkt darstellen zu können. Ich bin aber immer Veranstalter gewesen. Und wenn ich während der Saison erkenne, dass man wo Geschäft machen kann, dann stelle ich schnell und flexibel ein Produkt mit kalkuliertem Risiko auf.“

T.A.I.: Wie haben sich die Kreta-Charter ab Linz entwickelt?

Uzgören: „Sehr gut. Wir haben die Lücke in Linz erkannt und mit Corendon in der Hochsaison den Charter nach Heraklion aufgelegt. Das war erfolgreich und hat sich so gut im Markt etabliert, dass wir auch 2018 von 12. Mai bis 6. Oktober mit Corendon jeden Samstag von Linz nach Heraklion fliegen. Es ist die einzige Wochenend-Maschine für Kreta in Linz. Zusätzlich wird es jeden Freitag mit Corendon von 4. Mai bis 12. Oktober auch einen Flug Wien-Heraklion geben.“

T.A.I.: Sind beides reine dta-Charter?

Uzgören: „Sowohl in Linz als auch in Wien nehmen einige Veranstalter Mitbucher-Plätze. Es wird aber ein sehr umfangreiches dta-Produkt geben mit einer viel größeren Palette an Hotels als im Sommer 2017, allen voran das 4-Sterne Cactus Beach. Es ist sehr beliebt und hat viele Stammkunden.“

T.A.I.: War der Antalya-Charter genauso erfolgreich?

Uzgören: „Ja, obwohl 2017 bekanntlich kein gutes Jahr für die Türkei war. Aber je näher die Hochsaison gekommen ist, desto knapper wurden die Kapazitäten in anderen Destinationen. Aufgrund des einzigartigen Preis-Leistungsverhältnisses der Türkei habe ich deshalb Chancen für einen Charter in der Hochsaison gesehen. Wir sind dann mit Turkish Airlines durchgehend bummvoll geflogen, ganz alleine ohne andere Veranstalter, und haben ein super Geschäft gemacht.“

T.A.I.: Planen Sie für 2018 etwas Ähnliches?

Uzgören: „Deutlich mehr sogar. 2018 wird ein besseres Jahr für die Türkei. Das sieht man an Ländern, die schon früher mit den Katalogen herausgekommen sind: Die haben 50 bis 100 Prozent mehr Türkei-Buchungen. Wir planen deshalb gemeinsam mit TUI im Zeitraum Anfang Juni bis Ende September Antalya-Maschinen ab Linz, Graz und Salzburg, höchstwahrscheinlich mit Turkish. Dazu kommt ab Wien ein eigener dta-Vollcharter nach Antalya.“

T.A.I.: Wie sieht es mit den Hotels aus?

Uzgören: „Wir sind in Antalya sehr stark, haben dort Kompetenz und beste Angebote, von 5-Sterne Luxus bis gute 4-Sterne in allen Regionen. Wir setzen dabei auf Hotelpartner, die bevorzugt mit europäischen Kunden arbeiten. Ich bin fest davon überzeugt, dass die Türkei wieder kommt.“

T.A.I.: Wird es einen dta-Katalog geben?

Uzgören: „Nein, wir haben keine Kataloge, alles ist in den Systemen detailliert dargestellt, mit Beschreibungen und Bildern. Wir produzieren aber dennoch kurzfristig PDFs, die wir dann an die Reisebüros verschicken.“

T.A.I.: Mit welchen Reisebüroketten arbeitet die dta Touristik zusammen?

Uzgören: „Wir haben Verträge mit allen Ketten und seit vergangenem November auch mit TUI Das Reisebüro, weil wir mit TUI auch im Flugbereich viel kooperieren.“

T.A.I.: Sie sind also mit dem vor einem Jahr erfolgten Strategiewechsel zufrieden?

Uzgören: „Ja, er ist absolut aufgegangen. Es gibt keine Harakiri-Aktionen. Nur dort, wo wir kalkuliertes Risiko sehen, machen wir das.“ 

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Erstellt am: 15. Dezember 2017

am Bild: dta Touristik-Chef Sena Uzgören

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