COVID-19 Maßnahmen

Nach Video Call mit Kanzler Kurz:
„Besondere Lösungen für die Branche“

Print-Ausgabe 22. Mai 2020

Eine hochkarätige Runde (v.l.): Elisabeth Köstinger, Sebastian Kurz und Margarete Schramböck
Bild: © APA

Die Bundesregierung hat neben der Stadthotellerie und Eventveranstaltern die Reisebüros als Branche definiert, für die es spezielle Hilfsmaßnahmen geben muss

„Es ist eine komplexe Materie, an der die Regierung intensiv arbeitet.“ Das betonte GregorKadanka (Mondial Reisen), Vorsteher des Fachverbandes der Reisebüros, Dienstag dieser Woche in einem Update-Gespräch mit T.A.I. über den Fortschritt bei den laufenden Verhandlungen mit der Bundesregierung. Und da gab es einen Tag zuvor eine absolut hochkarätige Runde: einen Video Call, an dem neben Wirtschaftsministerin MargareteSchramböck und Tourismusministerin ElisabethKöstinger auch Bundeskanzler SebastianKurz teilgenommen hat. Von Seiten der Reisebüros hatte Gregor Kadanka auch die Präsidentin des ÖVT (Österreichischer Verein für Touristik) PhilliesRamberger (Pur Touristik) und JosefPeterleithner (ÖRV ) zu dem Gespräch eingeladen. 

Laut Kadanka hat die Bundes­regierung drei Branchen definiert, die aufgrund ihrer Situationslage betroffen sind und deshalb über die allgemeinen, für die gesamte Wirtschaft geltenden Hilfsmaßnahmen hinausreichende, besondere Lösungen benötigen:

  • die international ausgerichtete (Stadt)-Hotellerie
  • die Event- und Kongressveranstalter und
  • die Reisebüros (Incoming und Outgoing) sowie Reiseveran­stalter 

Kadanka: „Die auf drei Monate für die Gesamtwirtschaft geltenden COVID-19-Maßnahmen werden für diese Branchen nicht reichen.“  

Für jene Bereiche, die längerfristig Unterstützung benötigen, werde es längerfristige Hilfen geben. Diese Notwendigkeit sei auch Bundeskanzler Sebastian Kurz bewusst.  

Es läuft also alles auf besondere Maßnahmen hinaus. Einfach sei dies nicht, zitiert Kadanka den Regierungschef. Während Tourismus- und Wirtschaftsministerium konkrete Inputs liefern, ist man im Finanzressort intensiv am Rechnen. Einen konkreten Zeitpunkt, wann entsprechende Pakete präsentiert werden, konnte Gregor Kadanka nicht nennen, aber: „Ich gehe fix davon aus, dass es etwas geben wird.“ 

T.A.I. wird über die weitere Entwicklung berichten, sowohl online auf www.tai.at im Rahmen der T.A.I. 24 TOP News als auch in der nächsten Print-Ausgabe. Die wird am 19. Juni 2020 erscheinen.  

Bis dahin sollte spätestens alles unter Dach und Fach sein, denn der aktuelle Zeitraum der Hilfsmaßnahmen läuft, so sie seit April in Anspruch genommen werden, bis Ende Juni.  

Mag. Peter Hirschler
25. 6. 2020
Reisebüros Corona Hilfe
Ich findend es völlig inakzeptabel, dass es bis jetzt keinerlei spezielle Unterstützung für die Reisebüro-Branche gibt, Herr Kadanka nicht weiß ob, was oder wann Maßnahmen der Regierung zu erwarten sind. Wahrscheinlich ist es politisch nicht erwünscht, dass Kunden ihr Geld im Ausland ausgeben, die Arbeitsplätze in den Reisebüros im Inland sind egal.

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