ÖVT – Österreichischer Verein für Touristik

Kleiner Verband zeigt Größe. Premiere für eigene Reisemesse

Print-Ausgabe 20. Mai 2015

Harald Pree und Sylvia Marek

Diese wird im Herbst 2017 in Graz mit Schwerpunkt Hochzeitsreisen ihre Premiere feiern – generell gibt’s viele Vorteile für aktive Mitglieder des Verbandes

Gemessen an den Umsatzzahlen gilt der ÖVT (Österreichischer Verein für Touristik) als der „Kleine“ der beiden österreichischen Reisebüro-Verbände. Zieht man die Anzahl der ordentlichen Mitglieder als Messlatte heran, dann ist er hingegen der „Große“: Insgesamt 120 Reisebüros des ÖVT stehen 78 des ÖRV (Österreichischer ReiseVerband) gegenüber. Wobei ÖVT-Obmann Harald Pree und Generalsekretärin Sylvia Marek durchaus nicht nur Potential für weiteres Mitgliederwachstum sehen, sondern auch die eine oder andere große Aktion planen, wie sie im Gespräch mit T.A.I. hervorhoben.

Im Durchschnitt kommen die ÖVT-Mitglieder auf rund 1,4 Reisebürostandorte pro Unternehmen (die elf Standorte der „World of Travel“ von Harald Pree und die sechs Filialen von Pipal/TopSpin heben den Schnitt). Die Stärke der Mitglieder fußt aber nicht auf einem breiten Filial-Netz, sondern darauf, dass rund 80 Prozent davon nicht nur im Retailing, sondern auch beziehungsweise vor allem als Reiseveranstalter tätig sind, „darunter viele Spezialisten“, wie ÖVT-Obmann Pree betont. Letzteres macht sich in einem schwierigen Jahr wie heuer besonders bezahlt. „Die rein touristischen Büros mit vorwiegend Familien als Kunden tun sich eher schwer“, erklärt Pree.

Die Mitgliedschaft beim ÖVT kann sich diesbezüglich als durchaus hilfreich erweisen. Sylvia Marek dazu: „Die Vernetzung untereinander schafft die Möglichkeit, Eigenprodukte zu stärken.“ Durch gemeinsame Aktionen (Aussendungen) wird einiges für das Ankurbeln des Verkaufs getan, während auf der anderen Seite durch Zusammenarbeit beim Einkauf viele Vorteile entstehen. Im Bereich der Technik, der Internet-Booking-Engines oder der Hotel-Reservierung spricht Harald Pree von bis zu 50 Prozent günstigeren Konditionen.

Schulungen (wie am kommenden Montag, dem 23. Mai, ein Führungskräfte-Seminar mit Doris Köpf-Szankovich in Kooperation mit der AGA-Reiseversicherung), Teilnahme an Agenttouren, ÖVT-Bewerbung in Katalogen oder auf Websites etc. bieten weitere Vorteile, durch deren Nutzung ÖVT-Mitglieder bis zu 50 Prozent des Jahresbeitrags von 440 Euro zurückholen können. Ausgeschöpft wird das bei weitem noch nicht von allen: „Ich wünsche mir viel, viel, viel mehr Mitarbeit und Feedback von unseren Mitgliedern“, sagt Sylvia Marek.

Ein starkes Argument zur ÖVT-Mitgliedschaft für kleine Büros liefert auch die Poolbucherzentrale: Reicht der Umsatz nicht für Agentur-Verträge mit großen Veranstaltern vom Schlage einer TUI Group, Thomas Cook/Neckermann Reisen, FTI, Dertour/Meier‘s Weltreisen, Schauinsland oder ITS Billa/Jahn Reisen aus, kann die Buchung über die ÖVT Poolbucherzentrale abgewickelt werden. Insgesamt 30 ÖVT-Mitglieder, darunter Spezialisten, die nur selten vermitteln, nutzen derzeit diesen Service. Unter dem Strich bringt das ein schönes Volumen, von dem dann alle profitieren.

Neue Initiativen, an denen der ÖVT-Vorstand arbeitet, betreffen Auslagen-Banner in Form von Urlaubs-Sujets mit ÖVT-Logo für die Mitglieds-Büros, ein ÖVT-Gemeinschaftsstand auf der Ferienmesse Wien (womit die Messe-Teilnahme für Mitglieder günstiger wird) sowie als absoluter Knüller eine eigene ÖVT-Reisemesse: diese feiert im Herbst 2017 in Graz ihre Premiere, inklusive einem Schwerpunkt mit Hochzeitsreisen. Der „kleine“ Reisebüroverband hat also nicht nur eine große Anzahl an ordentlichen Mitgliedern, sondern auch tatsächlich Großes vor. 

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Erstellt am: 20. Mai 2016

Foto: Harald Pree und Sylvia Marek

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