Bewotec

Individuelle Zusatzfunktionen als Grundstein für weitere Expansion

Print-Ausgabe 16. Dezember 2016

Durch weitere Spezialisierung soll der Erfolgslauf von myJACK in Österreich 2017 fortgesetzt werden. Auch bezüglich Veranstalterlösungen werden vielversprechende Gespräche geführt

Der deutsche Software-Spezialist für touristische Lösungen befindet sich in Österreich weiter auf dem Vormarsch. Bewotec hält bei über 50 Prozent Marktanteilen und schielt schon auf die andere Hälfte, wie Michael Liska, Countrymanager Österreich/Schweiz und Rüdiger Schmidt, Leitung Vertrieb DaVinci, im T.A.I.-Interview erzählen. Die teils hohe Flexibilität der heimischen Reisebüros erfordere dabei vom IT-Anbieter ein hohes Maß an Anpassungsfähigkeit.

T.A.I.: In Deutschland konnte Bewotec in diesem Jahr einige namhafte Kunden gewinnen. Wie sieht es diesbezüglich in Österreich aus?

Michael Liska: „In Österreich konnten wir neben sehr vielen einzelnen Büros auch die Idealtours Kette in Tirol dazugewinnen. Das hat uns besonders gefreut, weil es ein zukunftsorientiertes Unternehmen ist und sich dort unsere neue Technologie perfekt in die Unternehmenslandschaft einfügt.“

T.A.I.: Wie funktioniert die Partnerschaft mit der österreichischen Reisebranche generell und worin liegen die Unterschiede zu Deutschland?

Liska: „Die Partnerschaft in Österreich verläuft sehr gut. Unser Motto „mit dem Kunden auf Augenhöhe“ wird dort sehr wertschätzend aufgenommen. Eine transparente Informationspolitik, bei guten und auch weniger guten News, bei der fair und kooperativ kommuniziert wird. Das stärkt das Vertrauen und die Bindung.“

Rüdiger Schmidt: „Der Vertrieb und die Vertriebstechnik sind in beiden Ländern ähnlich. Die Vertriebsstrategie ist jedoch unterschiedlich. In Deutschland werden die Reisebüros bei der Entscheidungsfindung einer neuen Software sehr von ihren Kooperationen beeinflusst. Es gibt dort offizielle Empfehlungen, sich für ein bestimmtes Produkt zu entscheiden. Die empfohlenen Produkte werden zusätzlich mit kooperationsspezifischen Sonderkonditionen und besonderen Sonderfunktionen beworben. In Österreich gibt es zwar auch Kooperationen für die freien Reisebüros. Die Verbundenheit ist dort jedoch nicht so intensiv, wie in Deutschland.“
    
T.A.I.: In welchen Produktsegmenten sehen Sie das größte Potenzial am österreichischen Markt?

Liska: „Das Produktsegment Baustein- und Gruppenreisen wird für uns immer interessanter, da hier noch einige Marktanteile zu holen sind. Grundsätzlich sind die Geschäftsprozesse in vielen Bereichen ähnlich wie bei einem Vermittlungsgeschäft. Die Besonderheiten müssen in myJACK teilweise jedoch noch berücksichtigt werden, damit das Produkt auch in diesem Bereich uneingeschränkt eingesetzt werden kann. Damit sind wir aktuell beschäftigt.“

T.A.I.: Im Bereich der Veranstalterlösungen wurde heuer unter großem Interesse der ITB 2016 der Bewotec flexStore vorgestellt. Wie wird dieser in Österreich angenommen?

Schmidt: „Wir führen aktuell in Österreich einige interessante und vielversprechende Gespräche. Da wir aktuell bis Sommer 2017 mit Aufträgen aus Deutschland ausgelastet sind, werden erste konkrete Ergebnisse für Österreich in der 2. Jahreshälfte 2017 erwartet.“

T.A.I.: Wie entwickelt sich der österreichische Markt generell? Können Sie bereits ein Fazit bzw. eine Prognose über das laufende Geschäftsjahr ziehen?

Liska: „Das Jahr 2016 war für den Bereich myJACK das Beste seit Markteinführung vor drei Jahren. Das Produkt kommt bei Neugründungen aufgrund der sehr fairen Preisstruktur sehr gut an. Man zahlt bei myJACK nach Buchungsumsatz. Somit hat man gerade bei neuen Büros ohne großen Cashflow eine hohe Planungssicherheit. Da das CRS auch kostenlos enthalten ist, ist ein neues Büro mit der myJACK-Lösung softwaretechnisch voll ausgestattet. Und nicht nur Neugründungen finden integrierte Funktionen wie die App für den Endkunden und das Digital-Signage-Produkt interessant. Innovative Zusatzfunktionen, die bei anderen Anbietern entweder nicht vorhanden sind, oder separat gezahlt werden müssen, sind in myJACK alle inklusive. Das macht grundsätzlich jedes Reisebüro neugierig und nicht nur Neugründungen. Bis Ende 2016 lag unser Fokus auch ausschließlich auf Neugeschäft mit myJACK. Ab 2017 starten wir auch mit der aktiven Umstellung der Jack Plus Bestandskunden.“

T.A.I.: Welche Erwartungen und Hoffnungen haben Sie bezüglich der weiteren Entwicklung von Bewotec in Österreich? Gibt es eine Zielmarke an Kunden bzw. Marktanteil, die angestrebt wird?

Liska: „Der Marktanteil liegt aktuell bei über 50 Prozent im Vermittlergeschäft. Am liebsten hätten wir auch noch die restlichen 50 Prozent (lacht).  Das sind häufig jedoch die Büros, die nicht nur Vermittlergeschäft tätigen, sondern weiteres Zusatzgeschäft wie Firmendienst, Gruppenreisen und Individuelle Bausteine anbieten. Dafür haben wir in den letzten Monaten mit diversen Zusatzfunktionen den Grundstein gelegt. In 2017 machen wir damit konsequent weiter.“ 

Innovationen in der Pipeline

Aktuell sind für 2017 folgende Zusatzfunktionen geplant:

»    CTI Telefonie: Über myJACK können User aktuell direkt
    aus dem System telefonieren. Mit einem Klick auf den
    Telefonbutton wählt myJACK die gewünschte Nummer.
    Die Einrichtung erfolgt innerhalb weniger Minuten. Vor-
    aussetzung ist ein IP-Telefon Protokoll mit dem passen-
    den Telefon
»    Voll integrierte Registrierkassenlösung
»    Sammelabrechnung/Splitrechnung: zwei weitere Module
    für den Ausbau im Bereich der Gruppenreisen bzw. Eigen-
    veranstaltung
»    Konzentration auf Firmendienstbüros: Z.B. Module wie
    Fee-Verwaltung und Management Reporting.

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Erstellt am: 16. Dezember 2016

Michael Liska und Rüdiger Schmidt

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