TUI Group

Gesunde Brise Optimismus. TUI setzt auf bestes Klima der Welt

Print-Ausgabe 2. Dezember 2016

Bei der Programm-Präsentation Sommer 2017 gab es viel Erfreuliches zu hören – in Österreich setzt man voll auf Offensive, inklusive einem neuen Gulet-Katalog

Das „beste Klima der Welt“ lieferte für TUI Ende November den passenden Rahmen, um die Sommerprogramme für 2017 zu präsentieren. Dazu wurden aus allen Teilen Deutschlands sowie aus Österreich MedienvertreterInnen nach Gran Canaria eingeflogen, das laut Juan Hiemenz de la Torre, stellvertretender Leiter Marketing von Promotur Turismo Canarias, das erwähnte beste Klima der Welt aufweist. Gutes Klima kann die Reisebranche gut gebrauchen, nachdem der heurige Sommer bekanntlich nicht zu den erfreulichen Kapiteln der jüngsten Touristik-Geschichte zählte. Für TUI brachte er aber laut Sebastian Ebel Vorstand für die Region Zentral, Hotels, Kreuzfahrten, TUI Destination Services und IT, Marktanteils-Gewinne: „Wir sind der größte Profiteur dieser Welle.“

Lisa Weddig, CEO der TUI Austria Holding, konnte dasselbe für Österreich berichten und das mit noch eindrucksvolleren Zahlen. Während die TUI in Deutschland bei einem Marktanteil von 25 Prozent hält, sind es in Österreich – gemessen am Umsatz – mehr als 30 Prozent. Knapp über 400.000 Passagiere pro Jahr, 630 MitarbeiterInnen, 350 davon im Retail (68 TUI Das Reisebüro-Standorte) sind die Eckdaten, ebenso 350 Flüge pro Woche in der Hochsaison 2017, viele davon als Voll- oder Teilcharter.

Der kommende Sommer der TUI Österreich ist in 40 Katalogen zusammengefasst. 80 der genannten 350 Flüge sind neu (Wachstum rund 30 Prozent). Dazu kommen 150.000 Hotels in 180 Ländern, was eine Verdoppelung gegenüber dem laufenden Winter darstellt, eine mehr als Versiebenfachung gegenüber dem Sommer 2016 (da waren es 20.000 Hotels). Weddig: „Wir müssen mehr anbieten, um nicht gegenüber Booking.com etc. zu verlieren.“

Unter dem Motto „Die Reise mit TUI beginnt vor der Haustüre“ setzen Lisa Weddig und ihr Team die heuer gestartete „Bundesländer-Offensive“ weiter fort. Neu sind u.a. Ibiza und Teneriffa ab Innsbruck, Teneriffa und Chania ab Linz (die Kanaren-Insel wird im Dreieck INN - LNZ - TFS geflogen), Saloniki und Zakynthos ab Salzburg (zusätzlich zu den neuen Eurowings-Flügen), Kreta und Rhodos ab Graz. Dabei soll’s nicht bleiben: „Wir versuchen noch mehr zu machen, bis zur Ferienmesse wird es noch einiges geben“, so Lisa Weddig. Dazu kommt eine „Spanien-Offensive“. Gegenüber dem Sommer 2016 gibt es um ein Drittel mehr Kapazitäten mit Garantieabnahme, die 95 Flüge entsprechen einer Zunahme um ca. ein Viertel, das Hotelportfolio wächst um ein Fünftel.

Italien (41 Flüge pro Woche, erstmals auch mit Garantien; über 3.000 Hotels) und Kroatien (13 Flüge pro Woche; 510 Hotels) nehmen als Flugpauschalreiseziele eine immer größere Bedeutung ein. In Griechenland (Weddig: „Das Lieblingsland der Österreicher“) ist TUI Marktführer und dies nicht zuletzt dank Gulet (55 Prozent aller Gulet-Buchungen entfallen auf Griechenland). Für 2017 stehen über 100 wöchentliche Flüge auf dem Programm, doch „dabei wird’s nicht bleiben“, wie Lisa Weddig ankündigt: „Wir planen bis zur Ferienmesse zwei bis drei weitere Vollcharter in den Markt zu stellen.“

Sorgen bereitete heuer wie überall das Trio Türkei/Ägypten/Tunesien. Diese drei Länder verbuchten zuletzt aber die höchste Zufriedenheitsrate unter den TUI-Gästen. Für 2017 wurden die Preise gesenkt. Weddig geht davon aus, dass die Zahlen gegenüber heuer steigen werden, „wir werden aber auf keinen Fall auf das Niveau von 2015 zurück kommen.“

Für 2017 gibt es um 18 Prozent mehr Flüge in die Türkei (in Summe sind es 44 pro Woche), als heuer durchgeführt wurden. Gegenüber der Planung von vor einem Jahr entspricht dies aber einem Rückgang um 25 Prozent. Richtung Ägypten wurden die Flüge um 22 Prozent erhöht (klingt viel, es sind aber in Summe nur sechs), nach Tunesien gibt es zwei Charter (Djerba und Enfidha), womit beide Magic Life-Anlagen angeflogen werden können.

Diese – also die Magic Life Clubs – gehören seit einem Jahr wieder zum Portfolio von Gulet, dessen vier Sommer-Kataloge (der fünfte ist ein Ganzjahreskatalog für die Ferne) in der ersten Dezemberwoche an die Reisebüros ausgeliefert werden. Neben Spanien/Portugal, Griechenland/Zypern und Türkei/Tunesien/Ägypten/Marokko gibt es erstmals einen eigenen Katalog Italien/Kroatien/Bulgarien. „Das gab es bisher nicht bei Gulet“, schwärmt Weddig von dem neuen Programm. Erwähnenswert ist hier nicht zuletzt Bulgarien, das mit 14 Flügen pro Woche nach Varna (u. a. ein Vollcharter und ein Teilcharter) angesteuert wird.

Noch kurz zur Ferne: Hier stehen bei TUI rund 15.000 Hotels und 520 Rundreisen zur Wahl, darunter viel USA (7.500 Hotels, 130 Rundreisen), wo TUI laut Sebastian Ebel heuer die Marktführerschaft im deutschsprachigen Raum übernommen hat. In Österreich dürfte dies nach Ansicht von Lisa Weddig nicht viel anders sein: „Wir haben seit Jahren darauf hingearbeitet.“ Neu sind Pauschalreisen nach Miami und New York (bisher nur Bausteine) sowie deutschsprachige Reiseleiter in Manhattan.

Zum eingangs erwähnten „besten Klima der Welt“ gesellte sich im Falle der TUI also auch „beste Stimmung“ – und wenn schon nicht der Welt, dann zumindest der Reisebranche. Die kann eine gute Portion Optimismus für 2017 gut gebrauchen. 

TUI Österreich-Premiere auf WhatsApp

Im Rahmen der Sommerprogramm-Präsentation auf Gran Canaria stellte Kathrin Limpel, Leiterin Unternehmenskommunikation, auch eine Innovation im Bereich der Social Media-Aktivitäten vor. So hat TUI Österreich als erste Konzern-Tochter eine WhatsApp-Gruppe für Reisebüro-Agents eingerichtet. Ziel ist es, Agents, die sich anmelden, einen Informations-Vorsprung gegenüber den Kunden zu sichern (u.a. über Restplätze auf Flügen, Geheimtipps, etc.). Die ersten Erfahrungen sind vielversprechend. Am 7. November erfolgte begleitet von einem Gewinnspiel (RIU und Emirates) die Premiere, 90 Prozent aller User machten z.B. eine am Donnerstag für Abflüge am Sonntag geschickte Nachricht auf, innerhalb von 15 Minuten erfolgten 400 Zugriffe.

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Erstellt am: 02. Dezember 2016

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