T.A.I.-Interview

„Gastfreundschaft Teil der DNA“. Erfolgsrezept der Ionischen Inseln

Print-Ausgabe 5. Mai 2017

Der touristische Höhenflug der Ionischen Inseln ist kein Zufall – im T.A.I.-Gespräch sagt einer ihrer führenden Repräsentanten, warum dies so ist

Die Ionischen Inseln erfreuten sich 2016 (Jänner bis Oktober) mit plus 13,2 Prozent an Ankünften der stärksten Zuwächse aller griechischen Destinationen, wobei es noch eine extrem starke Nachsaison gab. Heuer geht es neuerlich steil nach oben. Im Interview mit T.A.I. sprach Spiros Galiatsatos, Vize-Gouverneur für Tourismus & Tourismus Promotion der Ionischen Inseln, über die Gründe für diesen Nachfrage-Boom, Buchungs- und Preisdisziplin sowie Highlights der Region.

T.A.I.: Griechenland verzeichnet heuer eine starke Nachfrage. Wie sieht es mit den Buchungen für die Ionischen Inseln aus?

Spiros Galiatsatos: „Es stimmt, dass sich Griechenland als sicheres Land heuer einer großen touristischen Nachfrage erfreut. Vor allem auf den Ionischen Inseln, die sich in einem kontinuierlichen Wachstum befinden, bringt diese außerordentliche touristische Nachfrage Beherbergungsbetrieben eine Auslastung, die weit über jener der vorangegangenen Jahre liegt.“

T.A.I.: Sind die Betriebe gut auf diesen Gäste-Ansturm vorbereitet oder sind Überbuchungen zu befürchten?

Galiatsatos: „Unsere Beherbergungsbetriebe sind für diese Nachfrage gewappnet. Wobei natürlich klar ist: Je frühzeitiger die Reservierungen erfolgen, desto besser können sie erfüllt werden.“

T.A.I.: Wie steht es um die Preis-Disziplin der Restaurants und der sonstigen touristischen Anbieter?

Galiatsatos: „Die Preise in den Restaurants und in den übrigen touristischen Bereichen sind überaus rational. Erfreulich ist auch, dass die Gastronomen ihre Menüs mit mehr authentischen und lokalen Produkten anreichern. Dasselbe trifft übrigens auch auf das Frühstück in den Hotels und auf die Hotel-Restaurants zu.“

T.A.I.: Welche besonderen Vorteile bieten Ihrer Meinung nach die Ionischen Inseln gegenüber anderen Destinationen im Mittelmeerraum?

Galiatsatos: „Die Ionischen Inseln liegen näher an den touristischen Quellmärkten von Zentral- und Westeuropa. Sie unterscheiden sich durch ihre einzigartige Kultur und sie verfügen über eine unverwechselbare kulturelle Identität. Unsere Bewohner sind höflich und freundlich gegenüber jedem Besucher und die gelebte Gastfreundschaft ist Teil ihrer DNA. Das Ionische Meer ist meist ruhig und gilt als das sicherste Meer der Welt. Darüber hinaus gelten Schutz und steigende Bedeutung der Umwelt als eine der obersten Prioritäten für die Lebensqualität der Menschen, die hier leben, und natürlich auch für jene unserer Gäste.“

T.A.I.: Können Sie uns Ihren persönlichen Geheimtipp auf den Ionischen Inseln für Gäste aus Österreich verraten?

Galiatsatos: „Österreich ist ein gut entwickelter, reifer Markt für die Ionischen Inseln, nicht zuletzt deshalb, weil unser touristisches Produkt genau das bietet, was Gäste aus Österreich suchen. Geheimtipps gibt es viele und um sie den Österreichern näher zu bringen, werden die Ionischen Inseln noch stärker als bisher ihre Vielfalt und Besonderheiten mit Hilfe von modernen Kommunikationsmitteln bekannt machen, über TV, mit Pressereisen, in Social Media und vielen mehr.“ 

Spiros Galiatsatos in Stichworten

Spiros Galiatsatos ist einer der führenden Persönlichkeiten in der Tourismusindustrie Griechenlands. Der Vize-Gouverneur für Tourismus & Tourismus Promotion der Ionischen Inseln war von Mitte der 1990er Jahre an mehr als zwei Jahrzehnte hindurch Präsident der Hotel-Vereinigung von Kefalonia & Ithaka und ist neben seinen Funktionen im Bereich der Ionischen Inseln auch Board-Member der Greek Tourism Confederation (SETE).

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Erstellt am: 05. Mai 2017

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