Interview Christina Neumeister-Böck

Erlebnisräume statt Standreihen.
ReiseSalon erweitert Erfolgskonzept

Print-Ausgabe 14. Juli 2017

Den Blick auf Nachhaltigkeit gerichtet, baut die Wiener Reisemesse
besucherfreundliche Erlebniswelten aus. Das Re-Design scheint geglückt.

Vieles war neu beim letztjährigen ReiseSalon. Eine neue Location, ein neues Rahmenprogramm und ein verändertes Präsentationskonzept. Im T.A.I.-Interview erklärt ReiseSalon Veranstalterin Christina Neumeister-Böck was sich davon bewährt hat und welche Highlights die diesjährige Ausgabe vom 18. bis 19. November 2017 bringen wird.

T.A.I.: Für den ReiseSalon 2017 setzen Sie erneut auf die Räumlichkeiten im Schloss Schönbrunn. Welche Vorzüge bietet die Location?

Christina Neumeister-Böck: „Die Location hat für uns viele Vorteile. Alle Räumlichkeiten liegen auf einer Ebene, was für eine Messe in der Größe vom ReiseSalon sehr wichtig ist. Sie ist freundlich und hell und ist für uns mit der perfekten Symbiose aus Tradition und Moderne einfach ideal. Außerdem ist das Team rund um Wolfang Smejkal einfach großartig. Wir fühlen uns perfekt betreut.“

T.A.I.: Wie waren die Rückmeldungen der AustellerInnen bezüglich des neu eingeführten modularen Standkonzepts?

Neumeister-Böck: „Wirklich gut, ich würde sogar sagen überraschend positiv. Es wurde mit Begeisterung aufgenommen. Letztlich machen wir es uns allen – den Ausstellern und uns als Organisator – viel einfacher als bisher. Der Grund dafür waren ja sehr fundierte Studien, die besagten, dass Besucher von Events, wie es der ReiseSalon ist, Erlebnis und Außergewöhnliches suchen – nicht das klassische Messekonzept, sprich ein Stand neben dem anderen. Damit, dass wir auf den Standbau verzichteten, konnten wir uns auf die Schaffung von kreativen Plätzen konzentrieren – ein Weg, den wir 2017 noch viel fokussierter gehen werden.“

T.A.I.: Wird es heuer zusätzliche Erweiterungsmöglichkeiten geben?

Neumeister-Böck: „Für Standerweiterungen wird es die klassische Basisfläche und den ErlebnisSalon geben. Der ExpertenSalon ist leider nicht angekommen, weil wir es nicht ausreichend klar darstellen konnten. Der Besucher hat nicht verstanden, was er dort tun soll. Somit legen wir 2017 noch mehr Gewicht auf das Erlebnis und achten auch sehr genau darauf, dass da nur echte Erlebniselemente präsentiert werden. Aber es wird auch neue Formen der Präsentation geben. Aufgrund der Nachfrage werden wir Präsentationsflächen schaffen, die nicht von den ausstellenden Betrieben selbst betreut werden müssen. Eine professionelle Standbetreuung – vorab intensiv geschult – wird von uns zur Verfügung gestellt. Das ist besonders für sehr ferne Destinationen interessant.“

T.A.I.: Neu ist auch ein Branchen-Workshop am Vortag der Messe. Wie kam es zu diesem Schritt?

Neumeister-Böck: „Der Grund ist der Wunsch vieler internationaler Aussteller, die während des ReiseSalons auch intensiver mit Fachbesuchern sprechen möchten und das am Liebsten in einer ruhigeren und professionellen Atmosphäre. Ab 20 Ausstelleranmeldungen wird der Workshop durchgeführt. Noch haben wir nicht ausreichend fixe Anmeldungen dafür. Aber das Interesse ist sehr groß.“

T.A.I.: Was können sich FachbesucherInnen davon erwarten?

Neumeister-Böck: „Hier werden ausschließlich Vertreter aus der Branche eingeladen und es wird ein spannendes Networking-Event unter dem Motto ‚Slow Dating‘ – denn der ganze ‚Speed‘ geht uns jetzt auch schon auf die Nerven. Es ist keine Messe so wie der ReiseSalon selbst, sondern ein Workshop, bei dem jeweils für 10 bis 15 Minuten bei einem Aussteller Platz genommen wird. Dieser informiert dann detailliert über seine Leistungen bis der Platz gewechselt wird.“  

T.A.I.: Nachhaltige Reisen sollen heuer stärker in den Fokus rücken. Wie wird sich das Thema im Messeprogramm widerspiegeln?

Neumeister-Böck: „Wir haben 2017 das Jahr des nachhaltigen Tourismus. Genau das ist der Grund der Schwerpunktsetzung. Als Organisator werden wir alles daran setzen, dass die Umwelt so gering wie möglich belastet wird. So werden wir die Messeteppiche weglassen, nachhaltig drucken, keine Plastikflaschen oder -becher zulassen und vieles mehr. Alle Aussteller sind von uns eingeladen, ihre nachhaltigen Angebote besonders in die Auslage zu stellen. Dazu werden wir Möglichkeiten bieten, diese auch prominent ohne Zusatzkosten am ReiseSalon zu bewerben.“

T.A.I.: Können Sie uns schon etwas zum Rahmenprogramm verraten?

Neumeister-Böck: „Es wird einige Highlights geben, die gerade jetzt in der Finalisierungsphase sind. Wenn wir das hinbekommen, dann sind es wirklich besondere Besuchererlebnisse. Vorträge sind auf jeden Fall wieder fix im Programm, genauso wie unsere Reiseblogger. Der ReiseBloggerSlam wird ein Jahr pausieren, aber Blogger spielen auf jeden Fall wieder eine wichtige Rolle…nicht zu vergessen natürlich: der T.A.I. Werbe Grand Prix.“ 

Der ReiseSalon 2017 im Überblick

Von 18. bis 19. November wird der ReiseSalon, die Messe für‘s ReiseGlück, zum bereits sechsten Mal von n.b.s hotels & locations GmbH veranstaltet (zum zweiten Mal im Apothekertrakt und der Orangerie vom Schloss Schönbrunn). Erstmals findet ein zweistündiger Branchen-Workshop am Vortag des ReiseSalon ab 9:30 Uhr statt. Aussteller können bei acht so genannten „Slow-Dates“ mit jeweils fünf TeilnehmerInnen bis zu 40 B2B-Kontakte innerhalb kurzer Zeit knüpfen. Im Anschluss besteht die Möglichkeit bei einer Speed-Best-of-Pressekonferenz einer Journalistenrunde in knapp drei Minuten Produkthighlights zu präsentieren. Anmeldeschluss für Aussteller ist Samstag, 30. September.
Details unter: www.reisesalon.at/fuer-aussteller

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Erstellt am: 14. Juli 2017

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