TUI Österreich

Die Doppelstrategie geht auf
Mehr Frühbucher & Bundesländer

Print-Ausgabe 22. September 2017

Seit zweieinhalb Wochen ist bei TUI Österreichs bereits der Griechenland-Sommer 2018 buchbar, so früh wie noch nie – auch die Bundesländer-Offensive zeigt Wirkung.

Man kann die Dinge drehen und wenden wie man will, eines steht fest: TUI zählt mit Sicherheit zu den großen Gewinnern der aktuellen Entwicklung in Österreichs Touristik. Unter der Fülle an Maßnahmen, die von Lisa Weddig gestartet wurden, seit sie im April vor zwei Jahren zunächst als CCO und seit Herbst 2016 als CEO die Führung übernahm, sorgen zwei für besonders kräftigen Schub: im Flugbereich die Bundesländeroffensive, im Vertrieb die ambitionierte Frühbucherstrategie.

Ergebnis: der zu Ende gehende Sommer liegt auf der Mittelstrecke (80 Prozent Anteil) um 14 Prozent über dem Vorjahr, die Fernstrecke (20 Prozent Anteil) um 31 Prozent. Das Buchungsplus setzt sich im Winter 2017/2018 fort (Verhältnis Mittel- zu Fernstrecke: 50:50). Und nachdem der Sommer 2018 für Griechenland bereits seit zweieinhalb Wochen buchbar ist, – Weddig: „So früh wie noch nie“ –, liegen hier die Buchungen um 26 Prozent über dem Vorjahr.

Die Zahlen für den Sommer 2018 sind natürlich zu relativieren (das Volumen ist noch minimal, bis zum Auslaufen der Frühbucher-Phase Ende Jänner  2018 wird rund ein Drittel des Sommervolumens gebucht sein, mit dem Jänner als stärkstem Buchungsmonat im Gesamtjahr), doch Weddig schätzt, dass das aktuelle Buchungsplus rund zur Hälfte auf die verstärkte Frühbucher-Strategie zurückzuführen ist.

„Helga Freund (Anm.d.Red: Touristik-Vorstand der Verkehrsbüro Group) und ich reden schon seit zwei Jahren darüber. Wir wollen, dass die Österreicher früher buchen.“ Seit einem Jahr gibt es deshalb bei TUI mehr Frühbucher-Anreize als früher: „Wir wollen Österreich an andere Länder, wie Skandinavien oder Großbritannien, heranführen.“

Für die Kunden bietet das frühe Buchen den Vorteil, dass „ausreichend Angebot verfügbar ist, vor allem für Ostern und Weihnachten“, und dass sie deutlich günstiger fahren. Weddig: „Die Reisebüros können das sehr gut erklären.“ Für Veranstalter wiederum bringt es „viel Sicherheit in der Planung.“

Beflügelt werden die TUI-Buchungen auch durch die Bundesländer-Offensive. So werden die Kanaren im Winter 2017/2018 mit 17 Flügen angesteuert (Kapazitäten +10 Prozent), wobei als Abflughäfen neben Wien auch Graz, Linz und Salzburg im Programm stehen. In Summe wuchs das Angebot ex Salzburg um 90 Prozent auf 10 Flüge, in Graz um 10 Prozent.

Möglich wird das verstärkte Bundesländer-Engagement nicht zuletzt durch die Zusammenarbeit mit anderen Veranstaltern. Lisa Weddig: „TUI flog früher entweder allein oder gar nicht. Jetzt kooperieren wir, teilweise auch mit lokalen Reiseveranstaltern, wie mit Springer  Reisen in Graz oder Idealtours in Innsbruck. Das bringt allen etwas.“

Für den kommenden Sommer sind bereits 90 Flüge pro Woche nach Griechenland buchbar, darunter 17 Vollcharter. Das Gesamtvolumen klettert gegenüber heuer um 20 Prozent nach oben, in den Bundesländern um 40 Prozent. Wobei TUI Österreich bezüglich der Flugpartner auf Nummer sicher geht: nach Griechenland wird neben myAustrian Holidays mit Eurowings sowie neu mit Corendon geflogen. Der niederländisch-türkische Ferienflieger (T.A.I. berichtete am 2. Juni unter dem Titel „Seestern im Anflug auf Österreich. CXI bereichert Ferienflug-Landschaft“ umfangreich über die Corendon Touristik Group) wird laut Lisa Weddig „einen Flieger in Österreich stationieren“, wobei die Flüge „mit den Bundesländern kombiniert werden.“

Die erwähnte Zusammenarbeit mit anderen Veranstaltern ermöglicht auch den massiven Ausbau des Flugangebotes um 120 Prozent im kommenden Winter nach Ägypten: 18 Flüge pro Woche stehen auf dem Plan, wobei einer als Vollcharter geführt wird (myAustrian Holidays jeden Sonntag von Wien nach Hurghada). Die eine oder andere Kette könne noch dazukommen: das aktuelle Buchungsplus hält bei 140 Prozent. Bundesländeroffensive und Frühbucherstrategie zeigen also auch hier, zusätzlich zum Ägypten Comeback, ihre Wirkung. 

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Erstellt am: 22. September 2017

Bild: Lisa Weddig, Geschäftsführerin TUI Österreich

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