Thomas Cook Hotels & Resorts

Aldiana mit Cook-Comeback und Premiere auf den Malediven

Print-Ausgabe 6. Oktober 2017

Überraschung unter den Premium-Clubanbietern: der Reisekonzern Thomas Cook (Neckermann) hat sich Ende September mit 42 Prozent am Club Aldiana beteiligt, der ab sofort als siebte Hotelmarke die Thomas Cook Hotels & Resorts ergänzt (die beiden Marken Sentido und Smartline mit aktuell 68 bzw. 66 Standorten, sowie die Konzept-Hotels Sunprime, SunConnect, Sunwing und Casa Cook). Für Aldiana ist es de facto eine Rückkehr zu den Wurzeln, für Thomas Cook eine Chance, die eigenen exklusiven Hotelprodukte weiter auszubauen (derzeit 182 in 11 Ländern). Denn Hand in Hand mit der Beteiligung an Aldiana wurde laut Thomas Cook CEO Peter Fankhauser „eine strategische Allianz“ mit dem bisherigen 100 Prozent Eigentümer, dem Schweizer Investment-Unternehmen LMEY Investments, vereinbart.

LMEY hatte Aldiana im Februar 2016 von der ägyptischen Group Cleopatra (CTI Cleo Touristik International) gekauft. Das von den beiden Niederländern Hans Kortlevers und Marc Alexander Zuidhof gegründete Unternehmen ist ausschließlich in Hotelimmobilien investiert. Aktuell sind es 20 Anlagen in 11 Ländern von den Malediven bis in die Dom.Rep. mit über 4.700 Zimmern, darunter in Österreich die Robinson Clubs Ampflwang (künftig Aldiana) und Schlanitzen Alm sowie die Aldiana Clubs Salzkammergut und Hochkönig. Die von Thomas Cook und LMEY über den Aldiana-Deal hinausgehend getroffene Vereinbarung hat die Schaffung einer gemeinsamen Hotel-Investment-Plattform zum Ziel. In einem ersten Schritt umfasst sie fünf im Eigentum stehende bzw. direkt verwaltete Hotel-Liegenschaften mit einem Wert von rund 150 Mio. Pfund (170,9 Mio. Euro). Auf dieses Startkapital aufbauend sollen weitere Hotels und Resorts in Zielmärkten von Thomas Cook erworben werden.

Zurück zu Aldiana: der Premium Clubanbieter mit CEO Max-Peter Droll an der Spitze, verfügt derzeit über acht Clubanlagen in Spanien, Griechenland, Zypern, Tunesien & Österreich. Zumindest fünf Neueröffnungen sind bis 2019 geplant:
• eventuell bereits im Winter 2017/18 der Aldiana Cabarete in der Dom.Rep. als Ganzjahresclub im Zielgebiet Puerto Plata, rund 300 Zimmer;
• der Aldiana Kalabrien im Sommer 2018 mit ebenfalls rund 300 Zimmern an einem kilometerlangen Sandstrand auf der Ionischen Seite Kalabriens, Zielflughafen Lamezia Terme;
• Ebenfalls 2018 eröffnen wird der Aldiana Wittenburg bei Hamburg und …
• … laut LMEY-Investment Website mit hoher Wahrscheinlichkeit auch der Aldiana Malediven als zweiter Aldiana auf der Fernstrecke, angesiedelt im 4-Sterne Segment mit 150 Zimmern. Die Anlage wird derzeit entwickelt und soll wie erwähnt ebenfalls 2018 eröffnen.
• Ab Winter 2018/19 kommt dann bekanntlich mit Ampflwang ein dritter Club in Österreich hinzu, der Vertrag von LMEY mit Robinson läuft Ende der nächsten Sommersaison aus.

Die Thomas Cook–LMEY-Partnerschaft beginnt also vielversprechend. T.A.I. wird, sobald Details feststehen, über weitere Projekte berichten. 

Aldiana in Stichworten

Aldiana wurde 1973 von Neckermann Reisen (NUR Touristik, heute Thomas Cook) gegründet. Die erste Anlage befand sich in Senegal, von wo auch die Namensgebung herrührt: Aldiana bedeutet auf Senegalesisch „Der Ort, an dem die Glücklichen leben“. 2005 wurde Aldiana an die spanische Grupo Hermanos Santana Cazorla verkauft. Es folgten mehrere Eigentümerwechsel. Seit 2016 gehört Aldiana der eidgenössischen LMEY Investments AG, die seit dem Thomas Cook-Einstieg mit 58 Prozent beteiligt ist. Aldiana erzielte im Vorjahr einen Umsatz von 91,2 Mio. Euro. Das Betriebsergebnis war mit -4,7 Mio. Euro zwar noch negativ, aber besser als geplant. Für heuer ist ein Umsatz-Anstieg auf 98,2 Mio. Euro budgetiert, das Betriebsergebnis soll bei -1 Mio. Euro landen – wahrscheinlich wird es aufgrund des erfreulichen Geschäftsgangs erstmals seit Jahren positiv sein.

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Erstellt am: 06. Oktober 2017

Bild: Peter Fankhauser, CEO von Thomas Cook 

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