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AbsolventInnen des „Tourismus-Management“ Bachelor-Studiums der FH Wien der WKW stehen Rede und Antwort

Print-Ausgabe 10. Jänner 2019

Heute mit Bora Höllermeier, BA, MA (ehem. Lim)

Arbeitgeber: Selbstständig, Restaurant HAN am Stadtpark („Korean Soul Food“, Eröffnung November 2018)

Position: Geschäftsführerin, Inhaberin

Aufgaben: Leitung des gesamten Unternehmens

E-Mail: post@han-wien.at

Absolventin: Bachelorstudiengang Tourismus-Management, Abschlussjahrgang 2012 (BA 2012)

Meine wichtigsten Karriere­­schritte vor/nach dem Tourismusstudium:

„Vor dem Studium leistete ich bereits tatkräftige Mithilfe im Restaurant meiner Eltern, in Service, Küche, Abwasch … jede Position bzw. jeder Bereich war wichtig für die weitere Ausbildung! Auch „einfache“ bzw. körperlich harte Arbeiten zu machen, wie im Abwasch, finde ich sehr wichtig: Man lernt dadurch in allen Bereichen, z.B. was in welcher Zeit wie schnell/langsam möglich ist, welche Art von Geschirr für einen Betrieb geeignet ist oder doch lieber nur für die Nutzung zu Hause …“

Was fällt Dir spontan ein, wenn Du an das Tourismusstudium an der FHWien der WKW denkst?

„Tolle MitstudentInnen und Lektor­Innen, die viel von der Praxis erzählt und Verbindungen zwischen Theorie und Praxis geknüpft haben. Alles war sehr lehrreich und sehr umfangreich – perfekt, um einen Überblick über diverse Bereiche zu erhalten. Toll war die Möglichkeit eines Auslandspraktikums – für mich ist dies maßgeblich für die weitere, berufliche Entwicklung nach dem Studium gewesen!“

Welche Erinnerungen (schön und weniger schön) an das Tourismusstudium gibt es?

Schön: „Ein bunter Haufen an unterschiedlichen Persönlichkeiten, aus unterschiedlichen (Bundes-)Ländern, woraus teilweise unglaubliche Freundschaften entstanden sind, die immer noch anhalten!“

Weniger schöne Momente: „Die gab es nicht während des Studiums. Das einzige was mir spontan einfällt, sind meine persönlichen ein, zwei Verzweiflungsmomente in Fächern wie Buchhaltung und Marktforschung, die ich aber schlussendlich genauso gut überstanden habe.“

Wie wichtig war das FH-Tourismusstudium für Deine Karriere?

„Super wichtig. Ohne Studium wäre ich heute nicht hier, wo ich bin! Es gab ein sehr breites Spektrum an vielen verschiedenen Bereichen und genau das ist es, was ich so toll fand. Man bekommt Einblicke in Rechtsfächer, Buchhaltung, BWL, hat dann Sprachkurse, Vertiefungen (in meinem Fall Hotel Management) oder Fächer wie PBL (Problem-Based-learning), wo lösungsorientiertes Arbeiten im Mittelpunkt steht.

Ohne Studium hätte ich niemals ein Auslandspraktikum im Grand Hyatt Seoul in Korea gemacht und mein Weg hätte auch nach dem Studium nicht in die Hotellerie geführt! Und ohne dieses Wissen hätte ich zwar vielleicht irgendwie die Karriere verfolgen können, die ich gemacht habe (bis zur Selbstständigkeit), aber es hätte bestimmt Jahre länger gedauert. Schon alleine einen Business Plan so zu schreiben, dass er bei der Bank eingereicht werden kann, hätte ich ohne meine damalige Bachelorarbeit nicht geschafft und somit hätte es auch keine (sofortige) Kreditzusage gegeben.“

Was hast Du beim FH-Studium gelernt, was Dich im Job weitergebracht hat?

„Alles! Lösungsorientiertes Denken und das allgemeine Wissen, das man durch das Studium in diversen Bereichen mitbekommt.“

Was motiviert Dich bei Deinem Job?

„Glückliche und zufriedene Gäste, das bedeutet, dass wir gute Gastgeber waren. Außerdem sofort Ideen umsetzen zu können, auf aktuelle Situationen eingehen zu können, Einblick in alle Bereiche zu bekommen und jeden Tag dazu lernen zu können – ich habe das Gefühl, dass ich mich ständig täglich weiterentwickeln kann.“

Wie lässt sich Deiner Meinung nach der Fachkräftemangel im Tourismus be­seitigen?

„Potenzielle KandidatInnen müssen schnell(er) entdeckt und gefördert und weitergebildet werden. Eine Ausbildung geht nicht von heute auf morgen, man muss sich für die Nachwuchskräfte Zeit nehmen.“

Welche Kompetenzen brauchen Nachwuchsführungskräfte im Tourismus?

„Viele! Angefangen bei Fachkompetenz (Wissen über die jeweiligen Bereiche und Fähigkeit diese auch jederzeit ein- bzw. umzusetzen) bis hin zu lösungsorientiertem Denken (im Tourismus geht es um Übermittlung von Dienstleistungen). Jeder Mensch ist anders, jeder reagiert anders, jeder hat andere Erwartungen usw. Sozial- und Kommunikationskompetenzen (man muss selber fähig sein sich mit Gästen, KollegInnen und MitarbeiterInnen auseinander zu setzen und mit ihnen zusammenzuarbeiten).“

Welchen Tipp/Rat würdest Du derzeitigen StudentInnen mit auf den Weg geben?

„Genießt das Studium und versucht, bereits während dem Studium zu schauen, in welche Richtung ihr euch entwickeln möchtet. Am besten auch Arbeitserfahrung in diesen Feldern sammeln. Knüpft so viele Kontakte, wie möglich!“

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Erstellt am: 10. Jänner 2019

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