T.A.I. exklusiv als BesuchenDER

Agentur-Besuche „hautnah“ – Ein Tag mit DERTOUR in Innsbruck

Print-Ausgabe 15. Juni 2018

T.A.I. durfte DERTOUR Regionalleiter Christian Mössler bei seiner Vertriebstour begleiten – dabei wurden auch einige heikle Themen angesprochen

Innsbruck Hauptbahnhof. 10.44 Uhr. Der Railjet aus Wien ist pünktlich. Christian Mössler, DERTOUR Regionalleiter für Vorarlberg, Tirol, Kärnten, Südtirol und die Schweiz, ist es auch. Von seinem Wohnort, Thüringen in Vorarlberg, mit dem Auto frühmorgens losgestartet, rollt er beim vereinbarten Treffpunkt beim Bahnhof vor. Schnell zugestiegen, zweimal ums Eck, rein in die Tiefgarage vom Sillpark Shopping Center.

Bereits vorigen Herbst hatte T.A.I. die Chance, damals mit DERTOUR Regionalleiterin Claudia Staindel in Wien, als Begleitung Agenturbesuche live mitzuerleben. Diesmal stehen drei Büros in Innsbruck auf dem Programm: TUI Das Reisebüro im Sillpark Shopping Center, Ruefa Innsbruck in der Brixner Straße und das Check In Travel Service in der Leopoldstrasse.

Kurzes Briefing vorm Start

Bevor es soweit ist, gewährt Christian Mössler bei einem Espresso noch Einblicke in die Tiroler Reisebüro-Seele: „Sie sind sehr angenehme Partner. Wenn einmal etwas nicht funktioniert, krempeln sie sich die Ärmel hoch und versuchen selbst das Problem zu lösen. Erst wenn das nicht klappt, rufen sie beim Service Team oder bei mir an.“ Wobei die Arbeit am Counter durch „immer mehr Druck vom Kunden“ gekennzeichnet ist: „Die Reisenden fordern immer mehr und wollen die Antworten gestern. Die Agents sind von der Belastbarkeit her schon oft an ihren Grenzen.“

Beratungs-Kompetenz statt Alexa

Dann geht’s los. Im TUI Das Reisebüro herrscht reger Kundenbetrieb, Martin Hinderer ist gerade frei. Seit 1986 ist der gebürtige Deutsche in der Branche, seit 14 Jahren bei TUI. Er freut sich über das Umsatz-Plus bei DERTOUR, von dem ihm Christian Mössler berichtet, alle drei Marken (DERTOUR, Meiers Weltreisen und ADAC Reisen) liegen im aktuellen Geschäftsjahr vorne. „Es läuft von allein, man muss nicht viel machen“, lobt Martin Hinderer die DERTOUR-Produkte. Lediglich das Umbuchen sei „ein heikles Thema. Wir würden uns Anrufe sparen, wenn das direkt im System möglich wäre.“

Besonders interessiert zeigt sich Martin Hinderer an der aktuellen Preis-Aktion für die USA (minus zehn Prozent bei USA-Reisen im Zeitraum November 2018 bis Ende März 2019, in Kanada sind es minus fünf Prozent). „Wir haben deutlich besser eingekauft und sind jetzt sehr gut aufgestellt“, nennt Christian Mössler die Hintergründe. Martin Hinderer ist überzeugt, dass sie ihre Wirkung nicht verfehlen wird: „Wir gehen nicht nach Katalogen vor, sondern vergleichen direkt im System.“

Differenziert steht Martin Hinderer dem neuen Pauschalreisegesetz gegenüber: „Es ist gleichzeitig Fluch und Segen. Es wird immer schwerer, dem Kunden zu sagen, dass er auch Eigenverantwortung hat.“ Durch das Internet sei eine Mentalität entstanden, dass „alles easy ist. Nach dem Motto: ‚Alexa buch‘ mir zwei Wochen Karibik‘. Aber das funktioniert so nicht.“ Dazu komme „der von der Werbung suggerierte Unfug mit dem besten Buchungszeitpunkt: Den gibt es nicht.“ Es gehe darum, dem Kunden anzubieten, was für ihn am besten ist. Martin Hinderer sieht das als Chance für die Reisebüros und Christian Mössler pflichtet ihm bei: „Da kommt wieder viel Geschäft zurück.“

Wichtig ist für Christian Mössler noch der Hinweis, dass rund um das neue Pauschalreisegesetz DERTOUR bei IATA-Ticketbuchungen ab diesem Juli nur noch als Vermittler tätig sein wird. Das Rund-um-sorglos-Paket gibt’s dann nur noch bei Baustein-Flugbuchungen.

HF-Vakanzabfrage

Christian Mössler lenkt das Thema zur kurzfristigen Buchbarkeit: hier erhalten Reisebüros mittels HF-Vakanzabfrage über TOMA in Echtzeit alle verfügbaren Hotels von DERTOUR (demnächst um mehrere Bettendatenbanken angereichert). „Das System gibt Dinge her, die Bistro nicht kann“, schwärmt Martin Hinderer, der sich auch von der neuen graphischen DERTOUR Mietwagen-Abfrage angetan zeigt (Kürzel KW in TOMA). Der Tipp von Christian Mössler: „Wenn man das Kürzel MW für Ferienautos eingibt, gibt es bei DERTOUR eine höhere Provision.“

Auch den Hinweis, dass die Camper in den USA für den Winter 2019/2010 bereits freigeschaltet sind, bringt Christian Mössler noch im Gespräch unter, gefolgt von der Frage: „Gibt’s was von eurer Seite?“ Martin Hinderer: „Nichts, keine Probleme, keine Reklamationen, auch bei den Kolleginnen nicht.“

Über die Nordsee zur Ruefa

Vor dem nächsten Termin gibt’s eine kleine Mittagsstärkung bei Nordsee, danach gleich weiter zur Ruefa. Sehr gediegen, keine Katalogwände, dafür großflächige von hinten beleuchtete stimmungsvolle Destinationsbilder sowie eine ebenfalls von hinten beleuchtete, gelb-schwarze Bildleiste mit Reisemotiven. Hansjörg Kathan-Pöll arbeitet noch kurz am Stehpult neben seinem Beratungstisch („Angenehm, nicht ständig sitzen zu müssen“) und nimmt sich anschließend viel Zeit für den DERTOUR-Besuch: „Wir sind sehr zufrieden, es gibt keine Probleme“, ist er voll des Lobes für DERTOUR.

Ein guter Einstieg also und Christian Mössler kommt gleich auf die neue, graphische Mietwagen-Oberfläche zu sprechen. Hansjörg Kathan-Pöll: „Wir bieten unseren Kunden Mietwagen aktiv als Zusatzgeschäft an und buchen viel.“ Der Tipp von Christian Mössler: „DERTOUR bietet zwei Mietwagen-Schienen: als Katalog-Produkt und als Ferienauto mit erhöhter Provision.“

À la carte-Abteilung

Im Zuge des folgenden Small Talks über TV-Dokumentationen stellt dann Hansjörg Kathan-Pöll fest: „Ihr habt alles im Angebot.“ Christian Mössler: „Und was bei uns nicht im Katalog steht, hat unsere à la carte-Abteilung für individuelle Sonderanfragen. Das kann zum Beispiel ein bestimmtes Hotel sein oder eine Angelreise in Grönland. Wir hatten auch schon Anfragen mit dem Privatjet nach Barcelona und besonderem Abendessen. Das geht natürlich nicht in der Sekunde. Es müssen erst die Angebote eingeholt werden, aber so können wir wirklich die ganze Welt anbieten.“

Christian Mössler weist noch aufdie neue Regelung hin, dass DERTOUR ab Juli bei IATA-Buchungen nur noch als Vermittler tätig ist. „Poppt da eine Info darüber auf“, will Hansjörg Kathan-Pöll wissen. „Nur insofern, als dass auf einen IATA-Flug nicht mehr automatisch ein Hotel buchbar ist“, so Christian Mössler. Anders verhält es sich bei den Baustein-Flugbuchungen: „Diese runden unser Flugangebot ab und bieten das volle Rundum-sorglos-Paket inklusive Pauschalhaftung. Das System spielt auch tagesaktuelle Preise ein.“

X-DER & Bettenbanken

Diese gibt’s bei Linienflügen auch im X-DER, weiß Hansjörg Kathan-Pöll, der X-DER aufgeschlossen gegenüber steht: „Man soll das X nicht von vornherein wegklicken, sonst verliert man Geschäft.“ Mössler nutzt die Gelegenheit, die Vorteile von X-DER hervorzuheben: „Es besteht eine normale Zahlungsabwicklung, die Serviceabteilung sitzt in Salzburg und es gelten die gleichen Stornostaffeln auf die Landleistungen, nur für den Flug­anteil fallen höhere Gebühren an. Da kann man auch gleich eine Reiseversicherung anbieten und damit Zusatzverkäufe tätigen.“

Rasch noch ein Hinweis auf die demnächst bei DERTOUR integrierten Bettendatenbanken als Ergänzung zu den Katalogen, bei denen jener für Studienreisen eingestellt wird: „Die Studienreisen fließen in den Länderkatalog ein“, so Christian Mössler.

Der Winter 2018/2019 ist schon zu über 60 Prozent freigeschaltet, vor allem Hotels und Rundreisen, „stündlich werden es mehr.“ Die Kataloge kommen Mitte Juli. Zum Schluß bringt Christian Mössler die Info über die gesenkten Winter-Preise in den USA und Kanada unter. „Passt, alles up-to-date“, zeigt sich Hansjörg Kathan-Pöll zufrieden, auch die Umsätze stimmen. Christian Mössler: „Danke, ihr habt alles richtig gemacht!“

Inputs vom Check In Travel Service

Als dritte Station dieses Tages steht das Check In Travel Service auf dem Terminplan. Ein privates, bestens eingeführtes Reisebüro. Alles sehr betriebsam, stimmig, locker und professionell. Viele StammkundInnen. Bettina Mölk schließt noch einen Vorgang ab, dann wendet sie sich Christian Mössler zu. Der berichtet, dass die Anregungen vom letzten Besuch beim internen Team-Meeting zur Sprache gebracht wurden: „Wir haben uns das sehr zu Herzen genommen. Wir sind froh, wenn von außen Inputs kommen.“

Bei der Umsatz-Analyse gesellt sich auch Anja Kreidl dazu. Check In war bei Städtereisen immer sehr stark, doch der Wegfall der INN-TXL und INN-HAM Flüge durch die Airberlin-Pleite hat einiges Geschäft gekostet. Dafür wurde die Karibik stark gesteigert und „in Asien und den USA ist DERTOUR sowieso Spitze.“ Für Christian Mössler das perfekte Stichwort, um auf die aktuelle USA Preisaktion hinzuweisen, ebenso, dass die Winter-Camper 2019/2020 bereits freigeschaltet sind und demnächst das Hotel­angebot um die Bettendatenbanken extrem erweitert wird.

Auf der Wunschliste von Bettina Mölk stehen „im Sommer mehr Abflüge ab Innsbruck“, wobei die Situation aus bekannten Gründen schwierig sei. Mössler: „Wir haben kürzlich unser Baustein-Flugprogramm deutlich erweitert, indem sämtliche Charterplätze der gesamten DER Touristik ins System eingespielt wurden. Diese können wie gewohnt mit unserem Hotelprodukt kombiniert werden.“

Wunsch zum Abschied

Abgesehen von der Abflug-Thematik in Innsbruck sind aber „alle Produkte super“, zeigt sich Bettina Mölk zufrieden, ebenso Anja Kreidl, die auf die Herausforderungen für die Branche durch das neue Pauschalreisegesetz hinweist. Christian Mössler bringt jetzt geschickt die Vermittlerrolle von DERTOUR ab Juli bei den IATA-Flugbuchungen zur Sprache: „Das läuft über die Ticket-Factory, sie fallen nicht unter die Pauschalen, die Bausteinflüge hingegen schon.“ Auch auf die neue DERTOUR Mietwagen-Buchungsmaske (15 Prozent Provision bei Ferienmietwagen) geht er noch ein.

Damit geht der Innsbruck-Tag zu Ende. Ab zum Bahnhof und retour mit dem Railjet, während Christian Mössler noch einen Abend-Termin zu absolvieren hat. Das T.A.I.-Team freut sich bereits auf die nächsten „DERTOUR Agenturbesuche live“. Welche Region und welche Reisebüros auf dem Programm stehen, darüber mehr Anfang Juli. 

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Erstellt am: 15. Juni 2018

Foto oben: Christian Mössler und Martin Hinderer

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