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Auf Augenhöhe mit den Riesen? Nein! Stafa ist um Lichtjahre voraus

Reisebüro der Zukunft – hier ist es

Wir befinden uns in der Wiener Mariahilferstraße, Nähe Europaplatz. Ein kleines, modernes Last-Minute Reisebüro mit fünf Mitarbeiterinnen am Counter. Viele Schwarz-weiß Flugzettel (in Summe rund 1,6 Millionen pro Jahr). Ein ganz normales Reisebüro? Nein! Hier, bei Stafa Reisen, werden in einer Art und Weise Urlaube vermarktet, wie es zumindest im deutschsprachigen Raum (wahrscheinlich sogar weltweit) nichts Vergleichbares gibt. Einen Stock oberhalb des Gassenlokals befindet sich nämlich eine (in einem Altbau untergebrachte, unspektakuläre) High-Tech-Zentrale mit ebenfalls fünf Mitarbeitern, in der rund um Stafa-Chef Robert Chlebec ein IT-System entwickelt wurde, das selbst TravelTainment in vielen Bereichen in den Schatten zu stellen vermag. Ergebnis ist das mit 15.000 Kunden und 7-8.000 Buchungen pro Jahr erfolgreichste Einzelreisebüro dieser Größe Österreichs.

T.A.I. wurde dieser Tage – angeregt durch ein Gespräch auf dem ÖRV-Kongress Ende April in Bad Mitterndorf – ein Blick hinter die Kulissen von Stafa Reisen gewährt. Stafa Reisen (eine frühere Konsum-Marke) wurde von Robert Chlebec 1994 mit Schwerpunkt auf Last Minute gegründet. Zwei Jahre später folgte der Aufbau eines Internet-Auftritts, 1997 ging Stafa damit online. Seither wurde das System laufend weiterentwickelt und eine umfangreiche (zunächst einfache) Datenbank aufgebaut (8.800 Hotels, 1.500 davon selbst besucht, fotografiert und auf Videos präsentiert). 2008 kam es zu einer engeren Kooperation mit TraviAustria, wodurch eine Direktanbindung an die Reiseveranstalter möglich wurde. Jetzt erfolgte der nächste Schritt: seit heuer kann erstmals „scharf durchgebucht“ werden (= Online-Buchungen ohne jedweden Eingriff von außen). Chlebec: „Das kann kein anderes Reisebüro in dieser Form.“

Jeden Morgen holt sich das Stafa-System mehrere Millionen Offline-Daten (pro Hotel sind es mehrere tausend!) von rund zwanzig Reiseveranstaltern. Das ist nichts Ungewöhnliches, alle anderen Systeme arbeiten auch so. Das Problem liegt nur in dem Umstand, dass all diese Offline-Daten aufgrund ihres gigantischen Volumens zum Teil Rechenfehler aufweisen, die Preise nicht (mehr) stimmen oder die ihnen zugrundeliegenden Angebote nicht mehr buchbar sind (T.A.I. konnte sich im Echt-Test davon ein Bild machen, auf bis zur Hälfte der Angebote im Endkundenbereich traf dies zu). „Die Reisebüros sitzen vor schlechten Daten“, sagt dazu Robert Chlebec in seiner direkten Art.

Er hat deshalb in der Stafa-IT eine automatische Fehlermeldung eingebaut: wo immer auch ein Reisebüro in Österreich während der Kundenberatung auf einen Rechenfehler stößt oder auf ein bereits ausgebuchtes Angebot, wird dies vom Stafa-System umgehend berücksichtigt. Chlebec: „Wir stehen darüber hinaus permanent mit den IT-Abteilungen der Reiseveranstalter in Verbindung, um auf derartige Fehler hinzuweisen. Das sind hunderte E-Mails pro Tag.“

Die „gesäuberten“ Daten werden im nächsten Schritt zur Stafa-eigenen Hoteldatenbank zugeordnet, wobei stets nur der jeweilige Bestpreis berücksichtigt wird. Danach erfolgt die Prüfung, wie viele Flugplätze und Hotelzimmer ein Veranstalter für eine bestimmte Destination zur Verfügung hat. Ist beides in ausreichendem Maße gegeben, werden die Angebote in die Stafa-Datenbank importiert. Nicht alle Hotels werden frei geschaltet, „sondern nur jene, die wir unseren Kunden empfehlen, weil uns die Anlagen gefallen“, so Chlebec.

Wie Stafa Reisen dieses Angebot vermarktet und welche Selektionskriterien für die Kunden möglich sind, darüber mehr im Artikel Stafa-Onlinebuchung mit Sonnenschein-Garantie.

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