Google+

Parteienförderung durch die Hintertüre

„Vor diesen Jungfunktionären kann nur gewarnt werden. Mit dieser Aktion haben sie sich eigentlich schon für die Zukunft disqualifiziert.“ Wenn der für seine Zurückhaltung bekannte Wirtschaftschef der „Krone“ Georg Wailand dermaßen drastisch formuliert, muss seine Empörung beachtlich sein. Der Anlass: Die Jugendorganisationen der Regierungsparteien wollten im Zuge der Steuerreform durchsetzen, dass ihre Vorfeldorganisationen „gemeinnützigen Vereinen“ gleichgestellt werden und ihre „Clubbings“ und Festln aller Art unbelästigt von Steuern und Auflagen, wie sie jeder Gastwirt zu erfüllen hat, zum Wohl ihrer Vereinskassen durchgeführt werden können. Der schlaue Plan geriet offensichtlich zu früh an die Öffentlichkeit: WKÖ-Tourismusobfrau Petra Nocker-Schwarzenbacher protestierte scharf gegen diese „steuerfreie Parteienförderung durch die Hintertüre“ und appellierte an die Bundesregierung, für Steuergerechtigkeit zu sorgen. Fast wortgleich reagierte der neue Obmann des Fachverbandes Gastronomie Mario Pulker: „Während die Gastronomie mit ständig neuen Auflagen belastet wird, soll eine Ausnahme von der Steuerpflicht für die eigene Parteijugend beschlossen werden – das ist unfair!“

Weiterlesen...

Geburt eines neuen Bürokratiemonsters

Als mit 1. Mai 2011 das „Lohn- und Sozialdumping-Bekämpfungsgesetz“ in Kraft trat, war man bei der Sozialpartnerschaft von seiner Sinnhaftigkeit überzeugt: Damit sollte die auf Lohndumping aufgebaute Konkurrenz von Unternehmen aus den neuen EU-Mitgliedsländern abgestellt werden, die ihre Billigstangebote darauf aufbauten, dass sie ihre in Österreich eingesetzten Arbeitskräfte nach den Konditionen ihrer Herkunftsländer bezahlen. Ein Gesetz, das alle dazu zwingt, die gleichen Normen einzuhalten, lag im Interesse sowohl der Wirtschaft als auch ihrer Mitarbeiter.

Weiterlesen...

Steuervermeidung als Geschäftsmodell

Die Wiener Politik ist endlich aufgewacht: Dass während des Song Contests die Hotellerie nur zu etwa 70 Prozent, die 4.100 über die Internetplattform AIRBNB angebotenen Privatunterkünfte aber zu 85 Prozent ausgelastet waren, hat vermutlich das Bewusstsein geschärft, wieviel dieser im rechtlichen und steuerlichen Grau wuchernde Bereich die Stadt und den Finanzminister an nicht geleisteten Steuern kostet. Grundsätzlich sei angemerkt: Die wenigsten Zahlen zu diesem Thema sind belegbar und zum Teil Ergebnisse einer Marketingstrategie, die auf die Darstellung spektakulärer Wachstumsraten aufgebaut ist.

Weiterlesen...

Wie man den Staat zum Feindbild macht

Ein Herzstück der „Gegenfinanzierung“ der Steuer-Tarifreform ist die Bekämpfung des „Steuerbetruges“: Bei den dafür vorgesehenen Maßnahmen hat die Regierung bisher vor allem die „Bargeldbranchen“ wie Gastgewerbe und Handel als systematische Steuerhinterzieher dargestellt, denen mit der Verpflichtung zur Einführung manipulationssicherer Registrierkassen das Handwerk gelegt werden müsse. Nun ist es ihr gelungen, den Generalverdacht auf alle Staatsbürger auszuweiten: Künftig soll schon ein „begründeter Verdacht“ auf falsche Angaben ausreichen, um der Finanz Einblick in alle Konten zu öffnen, für den Staatsanwälte einen richterlichen Beschluss brauchen. Nicht vorauszusehen, dass ein Angriff auf eine der heiligen Kühe der Nation einen öffentlichen Aufschrei provozieren muss, zeugt von einem Mangel an politischem Gefühl, auch wenn es sich wie beim „Bankgeheimnis“ nur mehr um eine schon verblasste Chimäre handelt.

Weiterlesen...

Arbeitsmarkt verlangt Flexibilität – vor allem im Denken

Obwohl Österreich bei einem EU-Arbeitsmarktvergleich noch relativ gut abschneidet, ist die Lage alles andere als rosig: Per Ende April ist die Zahl der Arbeitslosen im Jahresabstand um 14,5 Prozent auf 353.000 gestiegen, die Arbeitslosenquote von 8,4 auf 9,1 Prozent. Die Beschäftigtenzahl erreichte zwar auch einen Rekordwert, aber mit einem marginalen Zuwachs von 0,65 Prozent auf etwa 3,5 Mio. Messerscharfer Schluss von Sozialminister Hundstorfer: Das Angebot an Arbeitsplätzen wächst langsamer als die Nachfrage, die Ursache sei die lahmende Konjunktur, aber auch die Zuwanderung aus den östlichen EU-Ländern. Tatsächlich hat sich die Arbeitslosigkeit unter ausländischen Arbeitskräften mit 25 Prozent fast doppelt so stark erhöht wie der Gesamtdurchschnitt.

Weiterlesen...

 Die informativsten 
 Seiten der Woche 


T.A.I. – Österreichs größte Fachzeitung für Tourismus - erscheint jeden zweiten Freitag, mit umfassenden Informationen, News und Hintergrundberichten. Gerne schicken wir Ihnen ein Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! zu. Abonnenten (68 € pro Jahr) erhalten einen Treuescheck in Höhe von 170 € - einlösbar für die wertvollste Investition jedes Unternehmens: eine Stellen-Annonce, durch die Sie die besten MitarbeiterInnen für Ihren Betrieb finden.

Suche auf TAI.AT

Anmelden

Prerequisiti farmacia comprare viagra cappotto . Puntualmente comprare viagra online pharmacy rx .